Montag, 29. April 2013

Chai Kekse - oder das Keksdesaster!

Ich habe hin und her überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben soll oder nicht. Denn heute ist mir mal etwas nicht so gut gelungen - zumindest finde ich das. Nun glückt ja nicht jedem backwütigen Menschen auf der Welt immer jede Bäckerei, oder? Also warum nicht mal von Misserfolgen berichten? Schließlich bin ich ja auch nur ein Mensch und darf mal daneben greifen...
(ACHTUNG: heute extralanger Eintrag, also bitte Zeit nehmen zum Lesen, denn hier kommt eine Geschichte *lach*)

Glücklich ob meines neuen "Geräts", nämlich den "EAT ME"-Stempel von Suck UK, wollte ich U-N-B-E-D-I-N-G-T Kekse backen, um den Stempel einzuweihen.

keks

Schon länger wollte ich Kekse machen mit Chai Geschmack. Nun behaupten manche Leute ja, dass Chai nur was für den Winter ist, aber ich finde, Chai geht IMMER! Ich trinke Chai im Winter und ich trinke Chai im Sommer. Für mich ist diese köstliche Gewürzmischung schon zu einem richtigen Begleiter geworden.

Also... nichts wie ran. Nun fehlte mir allerdings das passende Rezept. Aber wozu gibt es denn Dr. Google? Mit seiner schier unendlichen Weisheit würde er mir doch bestimmt das passende Rezept ausspucken! Also... bei Google den Suchbegriff reingeklopft und schwupsdiwups... da waren massenhaft Rezepte. Hm, dachte ich mir, hm hm hm.... So viele Rezepte und eines beinhaltet mehr Gewürze als das andere.
Da kursieren Rezepte im Internet laut denen man fast eine ganze DIN A4- Seite an Gewürzen braucht. Aber will ich das wirklich? So dermaßen viele Gewürze verwenden, dass meine Geschmacksknospen restlos überfordert sind die einzelnen Komponenten rauszuschmecken? Ist das dann wirklich noch Chai?

Gut, dann halt weitersuchen.... Hm, dachte ich mir wieder... es gibt quasi Stammzutaten wie Zimt, Ingwer und Nelken. Und dann gibt es haufenweise Abwandlungen... manche nehmen Fenchel, manche nehmen Anis, manche nehmen Kardamom, mal kommt Pfeffer rein, mal nicht.... Also was soll ich jetzt bitte nehmen?
Letztlich habe ich mich für eine Mischung entschieden, die genug Gewürze enthält, um als Chai durchzugehen, aber nicht so viele, dass man davon regelrecht erschlagen wird.

Außerdem gefiel mir an dem Rezept, dass schon gemahlene Gewürze verwendet werden. Leider darf ich mich nicht als stolze Besitzerin eines Mörsers bezeichnen, daher sind mir die von vornherein gemahlenen Sachen oftmals lieber...
Etwas verwundert war ich allerdings über die Mengenangabe.

Für die Chai- Gewürzmischung wird benötigt:

- 1 TL Zimt
- jeweils 1/2 TL Ingwer, Nelken, Anis und Kardamom
- eine feste Prise Muskatnuss

Und das für eine normale Portion Mürbteig (300g,200g,100g)? Das scheint mir ein bisschen viel zu sein... Also vorsichtshalber mal alles halbieren, schließlich will ich meinen Gaumen nicht überfordern und nur einen Hauch von Chai schmecken. Tja, den Vorsatz die Menge zu halbieren hatte ich genau 2 Minuten, danach war mein Hirn scheinbar schon woanders und ich hab die angegebene Menge reingepfeffert.
Bei all den Rezepten für eine Chai-Gewürzmischung und all den Tabs, die ich offen hatte, habe ich dann vergessen den Link rauszuschreiben. Also sollte an dieser Stelle jemand sein Rezept wieder erkennen, dann bitte melden.

Also ... zügig einen Mürbteig kneten aus den üblichen Verdächtigen: 

- 300g Mehl
- 200g Butter
- 100g Zucker
- 1 Ei
- etwas Backpulver
- Chai- Gewürzmischung

und dann alles in Folie wickeln und eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

So, die Stunde verging, die Küche duftete schon herzhaft nach all den Gewürzen und ich hatte schon den Stempel in der Hand noch ehe ich mein Nudelholz in den Händen hielt, um den Teig auszurollen.
Backofen auf 180 Grad vorheizen, den Teig aus dem Kühlschrank holen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Kekse ausstechen.

An dieser Stelle hab ich allerdings schon einen Fehler gemacht. Ich habe nicht daran gedacht, dass ich den Teig ein bisschen dicker ausrollen muss, damit ich mit dem Stempel eine ordentliche Prägung bekomme, die auch noch NACH dem Backen sichtbar ist. Also alles nochmal kurz verkneten und neu ausrollen... diesmal dicker.

Die ausgestochenen Kekse auf mittlerer Schiene 12-15 Minuten backen.

keks3

keks2

keks1

Ich hab mich SO auf den ersten Bissen gefreut, konnte es kaum erwarten und dann .... stand mir nicht grade Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Geschmacklich hätte ich mir mehr erwartet von den Keksen. SEHR würzig und schmecken für mich auch nur deswegen nach Chai, weil ich weiß, dass es Kekse sein sollen, die danach schmecken sollen.

Aber woran liegt es?
Daran, dass ich gemahlene Gewürze genommen habe?
War es prinzipiell zu viel? Hätte ich mir also meinen Vorsatz die Gewürzmengen zu halbieren besser im Kopf bewahren sollen?
Hätte ich einen anderen Keksteig nehmen sollen?
Oder ist es einfach nur eine persönliche Sache, dass es halt einfach nicht meinen Geschmack getroffen hat?

Dennoch wollte ich den Beitrag schreiben, weil einer anderen Person genau diese Mischung vielleicht zusagt.
Vielleicht versuch ichs nochmal.. aber dann WIRKLICH mit der halben Menge an Gewürzen.
Oder ich finde eines Tages ein anderes, besseres Rezept.
Hat jemand von euch ein gutes Rezept, das empfehlenswert ist?
Donnerstag, 25. April 2013

Brownies mit Oreos

Ich liebe Brownies! Der Anblick speckiger, saftiger, kalorienreicher, cholesterinfeindlicher Schokomasse lässt mein Herz vor Freude hüpfen! Und: ich liebe Oreos!

Brownies gelingen leicht, immer und schnell und Oreos sind ja sowieso eine Wissenschaft für sich!
Schon länger wollte ich beides vereinen, habe aber nicht so das - für mich - passende Rezept gefunden. Schließlich bin ich bei Cynthia Barcomi fündig geworden. In ihrem Backbuch steht ein Rezept für "Monster Brownies". Darin sind Frischkäse und Walnüsse enthalten. Nun ist es ja kein großes Geheimnis mehr eine Frischkäsemasse auf den Brownieteig zu geben und zu backen, aber ich finde diese Kombi so toll, dass ich meine Brownies nur noch so backe.

Ich bin generell kein sehr großer Fan von Nüssen (gibt nur wenige Ausnahmen) und so habe ich die Walnüsse einfach durch Oreos ersetzt (und noch ein paar mehr genommen) und die Mehlmenge reduziert. Außerdem habe ich etwas weniger Zucker genommen, weil ja die Oreos schon süß genug sind.

Brownies

In ihrem Rezept verwendet Cynthia 5 Eier, Unmengen Mehl, Zucker und Schokolade. Ich weiß nicht in welcher Backform so viel Teig Platz haben soll, jedenfalls habe ich keine Form in passender Größe. Also habe ich die Browniemasse auf die Menge von 3 Eiern runtergerechnet und die Frischkäsemasse etwa auf die Hälfte. Die Oreos, die ich ja durch die Walnüsse ersetzt habe, habe ich gleich mal verdoppelt. Meinen Hang zu Oreos kann ich wohl nicht (mehr) abstreiten. *lach*

Für die Frischkäsemasse:

- 180 g Frischkäse
- 45 g weiche Butter
60 g Zucker
- 1 Ei
- 80 g Oreos, gehackt

Die Zubereitung ist denkbar einfach: alle Zutaten mit einem Handmixer auf niediger Stufe gründlich vermischen.
Für den Brownieteig:

- 3 Eier
- 210 g Zucker
- 210 g Zartbitterschokolade
- 150 g Butter
- 100 g Mehl
- 80 g Oreos, gehackt
- 1 TL Backpulver, etwas Salz

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und eine flache, eckige Backform einbuttern und bemehlen - aus Gründen der Bequemlichkeit habe Backpapier reingelegt.

Die Butter gemeinsam mit der Schokolade schmelzen.
Zucker und Eier schlagen. Schokolade mit der Butter unter die Eier-Zucker-Mischung geben und mit einem Schneebesen verrühren. Mehl, Backpulver, Salz und Oreos hinzufügen und nur so lange rühren, bis alles zusammenkommt.

Laut Buch wird die Schokomasse zuerst zubereitet und danach erst die Frischkäsemasse, ich mache es immer umgekehrt, denn ich lasse ungern Teige stehen, in denen Backpulver enthalten ist (abgesehen vom Mürbteig).

Außerdem wird nach Anleitung im Buch zuerst die Frischkäsemasse in die Backform gegeben und danach erst die Teigmasse - auch das mache ich immer umgekehrt. Kann man machen wie man will, ich mache es jedenfalls so...

Also, zurück zum Rezept:
Die Schokomasse in der Backform verteilen, die Frischkäsemasse darauf setzen und mit einer Gabel o.ä. vorsichtig verquirlen. Es soll nur ein leichtes marmoriertes Muster entstehen.
Jetzt ab in den Backofen und etwa 35-40 Minuten backen, Stäbchenprobe nicht vergessen!

Dienstag, 16. April 2013

Schoko - Heidelbeeer - Bananen Cupcakes

Ich finde ja, dass Bananen mit Heidelbeeren total gut harmonisieren. Daher wollte ich unbedingt Cupcakes machen mit einem Frosting aus Bananen und Heidelbeeren. Als Basis gab es für mich nur eine Option: Schokolade! Denn Schokolade passt gut zu Bananen UND zu Heidelbeeren.
Und die Deko besteht aus... ihr dürft raten ;)

banane heidelbeer

Für den Muffinteig habe ich folgende Zutaten verwendet (12 Stück):

- 100 g dunkle Schokolade
- 3 EL Kakao (ungesüßt)
- 200 g Mehl
- 2 Teelöffel Backpulver
- 150 g Zucker
- 2 Eier
- 100 g Butter
- 120 ml Milch
- 1 Prise Salz

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und ein Muffinblech einfetten und bemehlen.
Die Schokolade grob hacken und gemeinsam mit der Butter im Wasserbad (oder in der Mikrowelle) schmelzen.

In einer Schüssel Mehl, Kakao, Salz und Backpulver mischen und beiseite stellen.

Eier und Zucker mit dem Handmixer hellschaumig schlagen. Die Milch untermischen (achtung, jetzt wirds flüssig), danach die geschmolzene Schokolade mit der Butter einrühren. Das Mehlgemisch mit einer Spachtel unterheben.

Den Teig in die Förmchen füllen und etwa 25 Minuten backen.
 
Für das Bananenfrosting wird benötigt:

- 500 g Mascarpone
- 250 g Topfen
- 2 reife Banenen, etwas Zitronensaft
- Staubzucker zum Nachsüßen nach Belieben (aber so 5 - 6 EL werdens wohl sein)

1 1/2 Bananen mit dem Zitronensaft pürieren und beiseite stellen. (Die andere Hälfte für die Deko aufheben)
In einer Schüssel Mascarpone, Topfen und evt. Zucker mit dem Handmixer kurz mixen. (Das Geheimnis ist wirklich nur kurz zu rühren!). Das Bananenpüree unterheben und nochmal für wenige Sekunden mixen.

Nun zum Heidelbeerfrosting:

- 180 g Heidelbeermarmelade (mind. 45% Fruchtgehalt)
- 500 g Mascarpone
- 250 g Topfen
- evt. Staubzucker zum Nachsüßen

Die Heidelbeermarmelade evt. pürieren, falls zu große Stücke drin sind.
Die Marmelade gemeinsam mit den übrigen Zutaten mit dem Handmixer nur so lange mixen, bis alle Zutaten zusammengekommen sind.

Nun einen Dressiersack in ein hohes Gefäß stellen und die beiden Frostings einfüllen. Das Bananenfrosting auf der einen Seite am oberen Rand abstreichen, das Heidelbeerfrosting auf der anderen Seite. Kapiert? :D
Möglich, dass die ersten paar Zentimeter quasi "Schwund" sind, weil zunächst nur eines der beiden Frostings rauskommt.

Mit einer Sterntülle Swirls auftragen - ich habe eine 16mm Tülle verwendet.

Für die Deko habe ich mir eine halbe Banane aufgehoben. Damit sie nicht braun wird, habe ich sie mit klarem Tortenguss überzogen. Außerdem habe ich noch (weils ja so gut passt *lach*) noch Heidelbeeren draufgesetzt. Schokostreusel oder Schokoperlen schauen bestimmt auch gut aus. Wie immer sind der Fantasie dabei keine Grenzen gesetzt :)

Das Rezept für die Muffins habe ich bei Muffinparadies "gestohlen".
Das Rezept für das Frosting habe ich - wie so oft - handgeschrieben in meinem kleinen Chaos gefunden und die Heidelbeeren einfach durch  Bananen ersetzt.
Donnerstag, 11. April 2013

Crostata di Visciole (Kirschkuchen)

Ich habe ein Rezept für einen Apfelkuchen (nein, keinen amerikanischen) bestehend aus Mürbteig und eine Fülle aus ... logisch ... Äpfeln. Da es letztens ja schon Apfelstudel gab, ich aber einen Mürbteigkuchen backen wollte, dachte ich mir, dass das Rezept ja auch mit Kirschen gut schmecken müsste!
Mir war klar, dass ich sicher nicht als erste Frau auf der Welt diese Idee geboren habe, aber dennoch glücklich über diesen Einfall, habe ich mich frisch ans Werk gemacht, um einen herrlichen Kirschkuchen zu zaubern.

In einem anderen Zusammenhang hab ich im Internet nach einem Rezept gesucht und bin durch Zufall auf ein Rezept für Kirschkuchen gestoßen. Hm, dachte ich mir, das klingt ja verdächtig nach dem, was da grade im Backrohr ist... Und tatsächlich, meine Apfelkuchenabwandlung zu einem Kirschkuchen ist in Italien eine Crostata di Visciole.

Eine Crostata ist eine italienische Kuchenspezialität, bestehend aus Mürbeteig und ähnelt dem englischen Pie. Klassisch wird sie mit Marmelade, Kompott oder Ricotta gefüllt. Besonders beliebt für Füllungen sind Kirschen, Beeren oder Pfirsiche.
Ob es nun Kirschkuchen oder Crostata di Visciole gibt, ist ja völlig egal, schmecken soll's (und das tut es wirklich!)


Jetzt aber zu den wesentlichen Dingen - die Mengenangaben:

Für den Mürbteig:
-300g Mehl
-200g Butter
-100g Zucker
-1 Ei
-2 TL Backpulver
-Zimt (nach Belieben)

Für die Füllung:

-500g Kirschen
-200ml Kirschsaft
-150g Zucker
-2 Gewürznelken
-1TL Zimt
-2EL Speisestärke
-1TL Zitronenschale einer unbehandelten Zitrone
-1EL Zitronensaft

Alle Zutaten für den Mürbteig mischen und rasch einen Teig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und für etwa eine Stunde in den Kühlschrank legen.

In der Zwischenzeit eine Tarteform buttern und mit Mehl oder Brösel bestäuben. (Ich habe kleinere Tarteformen verwendet mit einem Durchmesser von ca. 12cm, mit der Teigmenge gehen sich 6 Stück aus)
Für die Füllung können frische Kirschen oder Kirschen aus dem Glas verwendet werden. 
Frische Kirschen müssen vorher natürlich entsteint werden. 

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Alle Zutaten für die Füllung (bis auf die Stärke, diie Zitronenschale und den Zitronensaft) in eine Pfanne geben und aufkochen lassen, bei mittlerer Hitze einige Minuten weiterköcheln lassen. Die Gewürznelken entfernen und die Masse mit der Stärke andicken. Zitronenschale und -saft hinzufügen und alles nochmal gut durchrühren.
 
2/3 des Teiges auf einer bemehlten Fläche ausrollen und die vorbereitete Tarteform damit auskleiden.
Die Kirschen auf dem Teig verteilen. 

Den restlichen Teig ebenfalls ausrollen, in Streifen schneiden und den Kuchen damit belegen. Eine andere Möglichkeit wäre noch mit Keksausstechern Formen auszustechen und den Kuchen damit zu belegen. Sollte noch Teig übrig sein, kann man mit einem großen Streifen den Rand belegen. (Sollte dann noch immer Teig übrig sein, kann man ihn problemlos einfrieren.)

Die Crostata auf mittlerer Schiene etwa 30-35 Minuten goldbraun backen.

Nach dem Backen unbedingt abkühlen lassen, damit sich die Kirschmasse noch festigen kann - schneidet ihr den Kuchen gleich an, rinnt euch die Füllung flüssig wie Wasser raus ;).
Nach Belieben mit Zucker bestreuen und/oder mit Schlaobers, Vanilleeis oder Vanillesauce servieren.
In diesem Sinne: Buon appetito!