Ich habe doch schon mal erwähnt, dass ich nicht unbedingt der allergrößte Fan von Nüssen bin, und dass es nur wenige Ausnahmen gibt. Nun, Raffaellos gehören für mich zu diesen Ausnahmen. Meine kleine bunte Zuckerwelt würde jetzt nicht grade untergehen, wenn die Mandel in der Mitte fehlt, aber ich esse Raffaello so gerne, da stört mich die Mandel nicht :).

Auf der Suche nach Inspiration bin ich letztlich bei Christina's Catchy Cakes fündig geworden - einer von vielen Blogs, die ich schon länger verfolge. In der Rezeptliste fand ich dann das Rezept für die heutige Torte und war gleich so Feuer und Flamme dafür, dass es für mich nur diese eine Möglichkeit gab - ausnahmslos! Ein paar Dinge habe ich aber abgewandelt und so ist die Torte am Ende doch ein wenig anders geworden als das Original.

Zunächst habe ich einen anderen Teig gebacken, denn ich wollte den Kokosgeschmack intensivieren und habe daher einen Kokoskuchen gebacken, den ich irgendwann im Jahre Schnee mal hier gefunden habe. Die Kokosfans unter euch kennen diesen Kuchen vielleicht, denn ich habe so den Eindruck, dass das Rezept schon sehr bekannt ist. Frage ich jemanden nach einem guten Rezept für einen Kokoskuchen, bekomme ich meistens dieses Rezept vor die Nase gesetzt. Allerdings habe ich auch dieses Rezept (für mich) optimiert und etwa die doppelte Menge Kokosmilch genommen.
Als Dekoration habe ich zwar keine Raffaellos verwendet, dafür gab es aber eine Extraportion Erdbeeren - wenn schon, denn schon!

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Für den Kokoskuchen (18 cm Springform):
(Achtung: Menge auf 2 Eier runtergerechnet!)
- 2 Eier
- 80 g weiche Butter
- 80 g Staubzucker
- 60 g Kokosraspel
- 140 g Mehl
- 60 ml Kokosmilch (laut Rezept, ich habe - wie gesagt - die doppelte Menge, also 120 ml genommen)
-  2 TL Backpulver, eine Prise Salz
- etwas Erdbeermarmelade

Eine Springform einfetten und bemehlen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Mehl, Kokosraspel und Backpulver in einer Schüssel mischen und beiseite stellen.

Butter, Salz und Zucker schaumig schlagen. Nacheinander die Eier einrühren und weiter schaumig rühren. Nun die Kokosmilch und danach das Mehlgemisch untermischen.

Den Teig etwa 35 Minuten backen. Wie immer: Stäbchenprobe machen!
Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Den Kuchen zweimal durchschneiden und den mittleren Boden beidseitig mit Marmelade bestreichen. (Besser erst beim Zusammensetzen bestreichen, da es sonst eine ziemliche Patzerei wird.)
[Es ist übrigens ratsam den Kuchen einen Tag vor der Verwendung zu backen. Kann man, muss man aber nicht.]
Für die Füllung:

- 10 (oder 12, je nach Geschmack) gehackte Raffaellos
- 100 g weiche Butter
- 100 g Staubzucker
- 130 g Frischkäse
- etwa 200 g Erdbeeren

Die Erdbeeren waschen, würfeln und beiseite stellen.

Die Raffaellos zu Kleinholz verarbeiten. Kühlt man sie vorher gut durch im Kühlschrank, hat man nachher weniger Schweinerei, weil das Innere fest geworden ist.

Butter, Zucker und die gehackten Raffaellos schaumig schlagen und den Frischkäse esslöffelweise unterheben, bis sich alles miteinander verbunden hat.

Einen Tortenring um den ersten Tortenboden legen, mit etwa einem Drittel der Crème bestreichen die Hälfte der gewürfelten Erdbeeren darauf verteilen, den zweiten (mit Marmelade bestrichenen) Tortenboden darauf legen. Mit einem weiteren Drittel den Boden bestreichen und die zweite Hälfte der Erdbeeren darauf verteilen. Den dritten Boden auflegen, den Tortenring abnehmen, die Torte außen mit der restlichen Crème bestreichen und einkühlen.
Für die Dekoration:

- was immer ihr wollt
- so viel ihr wollt

Für die Dekoration habe ich die Torte überall mit Kokosraspel bestreut und  oben drauf alles mit Erdbeeren zupflastert. Abgewogen hab ich sie nicht, ich habe so viele genommen, dass alles abgedeckt war. Für den "Kleister" habe ich ein paar Erdbeeren püriert, mit etwas Zucker aufgekocht, die Erdbeeren einzeln durch die Sauce gezogen und draufgesetzt. (Die Zwischenräume können mit der übrigen Sauce beträufelt werden.) Bis zur weiteren Verwendung wieder einkühlen.

Dekoration ist aber Geschmackssache und bleibt ja jedem selbst überlassen... also tobt euch aus :).
Es gibt beim Essen von Torten zwei Gruppen von Menschen: die Bodenliebhaber und die Cremèliebhaber. In diesem Fall ist das Boden-Crème-Verhältnis aber ausgeglichen und perfekt, sodass beide Seiten glücklich und schmatzend die Teller ablecken werden ;).

Ich habe jedenfalls einen neuen Favoriten gefunden für eine wunderbare Sommertorte!