Samstag, 29. Juni 2013

Schoko-Schoko-Erdbeertorte

Für alle Schokoholics unter euch: hier kommt die ultimative Schokodröhnung, die alle möglichen und unmöglichen Glücksgefühle freisetzen. Nach so einer Torte kann man nur noch gut drauf sein! :D

Ich finde ja, dass man sich selbst auch mal was gönnen muss, Seelenbalsam tut schließlich jedem gut! Da bieten sich natürlich gleich ein paar Möglichkeiten an, um sich selbst zum Geburtstag oder zu Weihnachten, oder zu sonstigen Anlässen etwas zu gönnen. Man kann zum Beispiel shoppen gehen und sich irgendwas kaufen, was man nicht braucht, aber unbedingt haben will... oder man stellt sich in die Küche und zaubert sich selbst eine Torte auf den Tisch.

Jetzt backe ich mir nicht einfach so eine Torte, weil grade Donnerstag oder Samstag ist, NEIN! Ich backe mir eine Torte, weil ich Geburtstag habe - einfach, weil ich mir selbst wichtig bin!

Wie ihr ja wisst, stehe ich total auf Erdbeeren, aber ich oute mich jetzt auch als Schokojunkie. Na da liegt es wohl nahe, dass ich beides irgendwie zusammenfüge, oder?

Sachertorte als Basis, Schokoglasur mal wieder aus "barcomischer Hand" und Erdbeeren! Erdbeeren! Erdbeeren! Die Glasur - bestehend aus Rahm und Schokolade - lässt sich nicht ganz glatt verstreichen, aber ihr wisst ja... die rustikale Note und so ;) Es ist perfekt genau so wie es ist!
[Ich habe 2 ganz kleine Törtchen gemacht, die Menge reicht aber für eine 18 cm Springfom aus, oder - wie in meinem Fall - 2 x 12 cm Springform.]

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Die Schokofreaks unter euch genießen ein Stück, lehnen sich dann bitte mit einem schokoladeverschmierten Mund entspannt und grinsend zurück und schweben im 7. Schokoladehimmel!

Für die Torte:

(18cm oder 2 x 12cm)
- 3 Eier
- 90 g Mehl
- 90 g Staubzucker
- 90 g Butter
- 90 g Zartbitterschokolade
- 2 TL Backpulver, Vanillezucker
- Erdbeermarmelade (nach Belieben)
- 200 g Erdbeeren, geputzt und gewürfelt

Für die Glasur:

- 200 g Sauerrahm
- 170 g Vollmilchschokolade

Für die Dekoration:

- 10 bis 12 ganze Erdbeeren, mittelgroß
- etwas Vollmilchschokolade

Zunächst die Erdbeeren für die Dekoration vorbereiten. Dafür Erdbeeren waschen und gut trocken tupfen. Die Schokolade schmelzen (ihr könnt ruhig etwas mehr nehmen, was übrig bleibt, wird später eh für die die Glasur verwendet). Die Erdbeeren etwa zur Hälfte in die Schokolade tauchen, überschüssige Schokolade kurz abrinnen lassen und zum Trocknen auf ein Stück Backpapier oder Alufolie legen. Zum Kühlen in den Kühlschrank geben.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform mit 18 cm oder zwei Formen mit 12 cm einbuttern und bemehlen.

Die Erdbeeren waschen, putzen und klein schneiden.

Mehl abmessen, Backpulver dazu geben und beiseite stellen. Butter und Schokolade schmelzen (in der Mikrowelle oder im Wasserbad) und etwas abkühlen lassen.

Die Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen. Butter mit Zucker und Vanillezucker hellschaumig schlagen, nacheinander die Eigelbe unterziehen. Die geschmolzene Schokolade und ebenfalls unterrühren. Mehl mit Backpulver kurz einrühren.

Mit einem Schneebesen den Eischnee unterheben. Alles in die Form oder die Förmchen füllen und auf mittlerer Schiene etwa 40 Minuten backen. (Verwendet ihr 12cm-Formen, verringert sich die Backzeit um etwa 10-15 Minuten!) Stäbchenprobe nicht vergessen!

Nach der Backzeit die Torte aus der Form nehmen und vollständig auskühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Glasur vorbereiten. Dafür die Schokolade schmelzen und abkühlen lassen. Mit dem Sauerrahm gut verrühren. 

Die Torte einmal durchschneiden und den Boden und die Unterseite vom Deckel mit Erdbeermarmelade bestreichen. Ich habe dafür extraviel Marmelade genommen, aber das kann man ja nach Belieben entscheiden. 2-3 EL von der Schokoglasur auf dem Boden verstreichen, die Erdbeerstücken darauf verteilen und nochmal 2-3 EL Schokoglasur darauf verstreichen. Deckel drauf setzen und außen mit der restlichen Schokoglasur komplett bestreichen.

Etwa eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit alles ein bisschen fester wird.Die gekühlte Torte mit den vorbereiteten Schoko-Erdbeeren garnieren und genießen.

In diesem Sinne: Happy birthday to me!
Sonntag, 23. Juni 2013

Kirsch-Pfirsich-Streuselkuchen

Dass bei man bei so einer Affenhitze nicht unbedingt lange in der Küche stehen und stundenlang backen will, ist klar. Ein kleiner Sonntagskuchen ist mir aber dennoch wichtig. Und ich verspreche euch, der Teig geht ratzfatz und man rührt sich keinen Ast. Gefunden habe ich das heutige Rezept in dem kleinen Backbüchlein Sommermodetorten von Dr. Oetker, allerdings werden da Nektarinen und Brombeeren verwendet. 

Als Meisterin des Zutatentauschens musste ich also nicht lange überlegen was ich stattdessen haben möchte.
Brombeeren mag ich nicht so gerne, weil sie mir meistens zu sauer sind. Fündig wurde ich mal wieder beim türkischen Obsthändler meines Vertrauens, der immer so tolles Obst hat, dass ich einen Kaufrausch bekomme, wenn ich mal stehen bleibe und mich bediene!

Der Teig für den Kuchen ist schnell gemacht und durch den braunen Zucker, der darin enthalten ist, bekommt das ganze noch eine ganz leichte Karamellnote. Wie es bei streusligen Gebäcken so üblich ist, braucht es keine besondere Dekoration mehr... aber das ist ja nur meine persönliche Meinung. Beim Bestreuen mit Staubzucker war ich dann allerdings sehr großzügig. :D

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Toll finde ich an dem Foto, dass der Teller rundherum alles spiegelt (man sieht auch etwas von meinem Arm), aber genau das macht das Bild sympathisch.


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Für den Streuselteig:

- 380 g Mehl
- 180 g brauner Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 großzügige Prise Muskatnuss
- Vanillezucker
- 2 TL Backpulver
- 1 Ei
- 225 g Butter

Außerdem:

- 4 Pfirsiche (etwa 450 g Fruchtfleisch)
- 250 g Kirschen, entsteint
- 20 g Zucker

Eine Tarteform oder eine Springform (26 oder 24 cm) - je nachdem, was man zur Verfügung hat - einfetten und bemehlen oder mit Backpapier auslegen - je nach Lust und Laune halt. 
Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Ich persönlich bin kein Fan von überzuckerten, in einer sirupähnlichen Flüssigkeit eingelegten Pfirsichen aus der Dose, daher nehme ich lieber frische Pfirsiche. Aber das bleibt jedem selbst überlassen...

Frische Pfirsiche mit kochendem Wasser übergießen, 2-3 Minuten stehen lassen und dann herausnehmen. Jetzt lässt sich die Haut leicht abziehen. Das Fruchtfleisch vom Kern lösen und in Stücke schneiden. Kirschen waschen und entsteinen. Alles beiseite stellen.

Für den Streuselteig alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Handmixer zu Streuseln verarbeiten. (Na, ich hab euch ja gesagt, das geht schnell). Sollte die Masse zu feucht sein und keine Streusel bilden, einfach noch etwas Mehl dazu rühren. 
Wer auf Handarbeit schwört, kann sich natürlich auch die Finger dreckig machen.Bei dem Teig ist es auch nicht sooooooo wichtig, dass sich der Zucker ganz auflöst.

2/3 des Teiges in die Form geben und andrücken. Dabei einen Rand von etwa 3cm höhe formen.
Die Pfirsichstücke und die Kirschen mit dem Zucker mischen und auf dem Teigboden verteilen. Die restlichen Streusel großzügig darüber streuen und leicht andrücken.

Auf mittlerer Schiene etwa 50-55 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
Nach dem Backen noch etwa eine Stunde in der Form auskühlen lassen.

Wunderbar dazu schmeckt Vanillesauceeis. Bei den derzeit hohen Temperaturen muss man das Eis dazu echt schnell verdrücken, sonst hat man mehr eine Vanillesauce auf dem Teller. :D

Übrigens ist der Kuchen auch eine super Variante, wenn man unangekündigt und spontan Besuch bekommt und nichts vorbereitet hat. Obst lässt sich ja - je nach Saison und Geschmack- wunderbar tauschen.
Freitag, 7. Juni 2013

Bananen-Heidelbeer-Muffins

Für meine neuen Arbeitskollegen wollte ich zur Begrüßung ein "Hallo, hier bin und ich hab was für euch!" auf den Tisch stellen.

Eigentlich wollte ich was ganz anderes machen, aber ich hatte zu wenig Zeit und musste meinen Plan binnen kürzester Zeit in der Früh durchführen. Also musste etwas her, das nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. Muffins sind immer schnell angerührt und müssen auch nicht sooooo lange backen. Super! Also Muffins! Und da ich die Bananen-Heidelbeer-Kombi ja so gerne mag und das auch noch obendrein meine Lieblingsmuffins sind, habe ich in Windeseile am Morgen den Rührbesen geschwungen und das Muffinblech mit Elan in den Ofen geschubst.

Und! Eigentlich! habe ich ein paar mehr gemacht, damit ich nachmittags meiner Freundin die Überbleibsel mitbringen kann. Eigentlich.... Hätte ich vorher gewusst, dass sich meine Kollegen und -innen (wegen der "political correctness" und so...) so freuen und auch noch alles aufessen, hätte ich noch mehr gemacht. Mit nach Hause genommen hab ich am Ende nämlich keine mehr....

Aber egal, besser so, als drauf sitzen bleiben, oder? Ist doch immer toll, wenn es schmeckt und selbst die größten Kuchenmuffel sich am Ende klammheimlich ein zweites Stück krallen.
Wenn ich diese Muffins mache, streue ich gerne Butterstreusel drüber, aber das ist nur eine persönliche Vorliebe. Gleichzeitig hat man damit auch ein kleines bisschen Deko.

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Für die Muffins (12 Stück):

- 2 Bananen
- etwas Zitronensaft
- 280 g Mehl
- 1 Prise Salz
- etwas Backpulver
120g Staubzucker
- 2 Eier
- 60 g Butter, zimmerwarm
- 100 ml Buttermilch
-  150 bis 200 g Heidelbeeren (frisch oder TK)

Für die Streusel:

- 30 g Butter
- 30 g Staubzucker
- 70 g Mehl
- Vanillezucker (nach Belieben)

Backofen auf 180 °C vorheizen und ein Muffinblech einfetten und bemehlen oder mit Papierförmchen auslegen.

Für die Streusel Butter, Mehl und Zucker (und Vanillezucker) in einer Schüssel zwischen den Fingerspitzen kneten, bis sich kleine Klümpchen bilden. Bilden sich keine und ist die Masse zu "feucht", noch etwas Mehl dazu geben. Die Schüssel beiseite stellen.

Frische Heidelbeeren waschen. [Verwende ich TK-Heidelbeeren, gebe ich siei mmer gefroren dazu, da sie aufgetaut zu viel Saft abgeben. Dadurch verlängert sich aber die Backzeit um ein paar Minuten!].
Die Bananen mit dem Zitronensaft pürieren.

Mehl abmessen und mit Salz und Backpulver in einer großen Schüssel verrühren und beiseite stellen.

Eier mit Zucker schaumig schlagen und mit Butter, Buttermilch und Bananen vermischen.
Das Mehlgemisch dazugeben und unterrühren. Zuletzt vorischtig die Heidelbeeren unterheben.

Teig in die Muffinförmchen füllen, Streusel darüber streuen und ca. 20 - 25 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen!

"Geklaut" habe ich wieder bei Muffinparadies, allerdings habe ich die doppelte Menge Zucker genommen, da es mir sonst zu wenig süß ist.
Samstag, 1. Juni 2013

Himbeer-Marillen Cupcakes

Zur Zeit bin ich etwas eingefahren auf Cupcakes, am liebsten würde ich jede Woche welche backen.... mindestens!

Auf der Suche nach Cupcakes, die uns zumindest kulinarisch den Sommer auf den Tisch zaubern, habe ich iiiiiirgendwo in einer Zeitschrift von einem Himbeer-Marillen Kuchen gelesen. Mein Gedanke dazu (und den könnt ihr schon fast selbst erraten): Da lässt sich doch bestimmt was cupcakemäßiges machen!

Mein Schlachtplan war also folgender: das bereits bekannte Standardrezept für Vanillecupcakes hernehmen und frische ganze Himbeeren reinmischen -  das ebenfalls bekannte Universalfrosting machen, diesmal mit Marillenmarmelade. Denn das lässt sich mit jeder Marmelade zubereiten, die genug Fruchtanteil hat. Klingt doch super, oder?

Eine kleine Schwäche hatte mein Masterplan allerdings. Denn der Teig war so flüssig, dass er die Himbeeren nicht "tragen" konnte. Daran habe ich im Vorhinein nicht gedacht. Ich habe - wie ich es mir in meiner kleinen bunten Zuckerwelt ausgemalt habe - die Himbeeren in den Teig gegeben, vorsichtig untergehoben und in die Förmchen gefüllt. Dort haben sie sich schnurstracks gen Boden bewegt und sich dort niedergelassen.
Wurscht, geschmacklich hat es den Cupcakes sicher keinen Abbruch getan, allerdings werde ich beim nächsten Mal ein Rezept nehmen, das die Früchte nicht zu Boden sinken lässt. Im Kühlregal habe ich mich vergriffen und einen Bröseltopfen erwischt, daher die kleinen Krümelchen im Frosting, was aber echt absolut nicht gestört hat.

Abgesehen von den zwei kleinen Schönheitsfehlern, bin/war ich doch über den Geschmack sehr erstaunt. Mit Marillen, in welcher Form auch immer, backe ich selten bis nie etwas! Im heimischen Kühlschrank ist auch nur ganz selten Marillenmarmelade zu finden. Dabei esse ich frische Marillen (vor allem, wenn ich sie grade vom Baum gepflückt habe) eigentlich eh sehr gerne... Daher ist es mir wirklich ein Rätsel, warum ich so selten bis nie irgendwas mit Marillen mache. Denn geschmacklich waren die Cupcakes so (er)frisch(end), fruchtig, sommerlich, dass man dabei unweigerlich an schönes Wetter denken muss.

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So, jetzt aber zum Rezept. Ich gebe euch hier das Rezept, das ich verwendet habe. Seid euch aber bitte bewusst, dass die Himbeeren zu Boden sinken werden. Wollt ihr das nicht, müsst ihr halt ein anderes Rezept nehmen.
Für die Cupcakes (12 Stück):

- 2 Eier
- 150 g Zucker
- 120 g Butter
- 175 g Mehl
- 120 ml Milch
- 2 TL Backpulver, eine Prise Salz
- 1 Pck. Bourbon Vanillezucker
- etwa 150 g Himbeeren

Ein Muffinblech vorbereiten (Papierförmchen reinlegen oder einbuttern und bemehlen).
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Butter schmelzen und beiseite stellen. Mehl abwiegen, mit Backpulver und Salz mischen und ebenfalls beiseite stellen.

Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Butter dazugeben und gut verrühren. Mehl untermischen und nur kurz verrühren. Am Schluss die Milch hinzugeben.

Den Teig zu 2/3 in die Förmchen füllen, jeweils 2 (oder 3) Himbeeren draufgeben und etwa 20-25 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen!

Nach dem Backen die Cupcakes vom Blech nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Für das Marillenfrosting:

- 180 g Marillenrmarmelade (mind. 45% Fruchtgehalt)
(ich habe fein passierte Marmelade verwendet,
da sind von vornherein keine Stückchen drin)
- 500 g Mascarpone
- 200 g Topfen
- evt. Staubzucker zum Nachsüßen

Alle Zutaten nur so lange mixen, bis alles zusammengekommen ist - etwa 15 bis 20 Sekunden. Rührt ihr länger, gefährdet das die Standfestigkeit eures Frostings!
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Die Masse in einen Dressiersack mit beliebiger Spritztülle füllen und gleichmäßig auf die Cupcakes auftragen.
Welche Tülle ihr nehmen wollt, bleibt euch überlassen. 

Als Deko ist eine Himbeere oben drauf recht passend, finde ich. Sieht ein bisschen aus wie eine Zwergenmütze. Eine Marille habe ich in Spalten geschnitten und die Cupcakes ebenfalls damit garniert. (Zugegeben, es waren mehr als nur eine Marille, da etwa 2/3 der Spalten direkt in meinen Mund wanderten... *hüstel*)