Mittwoch, 13. November 2013

Bananen- Kirsch Kuchen- oder rettet die Bananen vor dem Komposthaufen

Mit Sicherheit kennt ihr das Gefühl, wenn ihr grade am Weg nach Hause seid von einem anstrengenden Tag, hungrig wie ein Bär, aber noch einkaufen müsst. Solche Tage finde ich immer besonders mühsam. In der Regel gleitet die Hand dann immer zu Lebensmittel, die man eigentlich gar nicht braucht, die aber auf wundersame Weise im Einkaufswagen landen. Mit voll gefüllten Taschen eilt man flotten Schrittes nach Hause, schließlich muss das Essen noch zubereitet werden und der Bauch steht schon kurz vor der Revolution. Und von den gefühlten 1000 eingekauften Lebensmittel taugen nur 2 oder 3 wirklich was, um sich ein Essen auf den Tisch zu zaubern, dass das Energielevel wieder auf ein anständiges Niveau hebt und die rumpelstielzchenhafte Laune vertreibt.

Endlich gesättigt wirft man dann nochmal einen Blick auf die gekauften Sachen und stellt fest, dass da hauptsächlich Dinge dabei sind, die man wohl nie gekauft hätte, wenn man ordentlich gestärkt den Supermarkt betreten hätte. Schickt man nämlich eine hungrige Viktoria einkaufen, kann man darauf wetten, dass sie Unmengen Bananen nach Hause schleppt. Fragt mich bitte nicht wieso das so ist, aber wenn ich hungrig bin, tanze ich immer mit Unmengen Bananen an, als ob ich eine Horde Schimpansen füttern wollte im Zoo. Nicht, dass ich was gegen Bananen hätte, aber ich kann mich ja nicht tagelang nur davon ernähren. Die Bananen erleiden dann meistens leider das übliche Schicksal: keines Blickes gewürdigt, lagern sie in der Obstschüssel und fristen ihr Dasein. Irgendwann, kurz bevor sie zu Kompost werden, fällt mir dann ein, dass ich die eigentlich auch noch verarbeiten wollte.

Für solche Zwecke hat Cynthia Barcomi ein Rezept in petto für einen Bananenkuchen. Im Original wird der Kuchen mit Schokolade gemacht und bekommt auch noch eine Schokoglasur verpasst. Leider hatte ich keine Schokolade daheim, bei den gefühlten 1000 eingekauften Lebensmitteln war leider auch keine Schokolade dabei, dafür aber ein Glas Kirschen (Frage an mich selbst: warum hab ich das gekauft? Ich werde es wohl nie erfahren, aber es war wohl der Hunger...). Als bekennende Zutatentauscherin hat mich das allerdings überhaupt nicht gestört, die Gelegenheit habe ich prompt beim Schopf gepackt und die Schokolade einfach durch Kirschen ersetzt. Auf ein Frosting habe ich gänzlich verzichtet.

Ich wollte einen einfachen Kuchen, der keinerlei Deko benötigt, verschont bleibt von Frostings und schnell (und vor allem aber auch einfach) zu machen ist. Ihr wisst ja, manchmal sind es die einfachen Kuchen, die mit einer Staubzuckerdecke auskommen und dennoch umwerfend aussehen, die besten. Dieser Kuchen ist saftig, nicht zu süß und für mich mittlerweile ein echter Evergreen für einen Kaffeeklatsch (egal, ob mit oder ohne Schokolade, mit Früchten oder ohne...)

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Grenzgenial an dem Rezept finde ich, dass man dafür nicht zwingend einen Mixer braucht. Also wenn ihr grad mal verzweifelt seid und/oder Zeitdruck habt und/oder euer Mixer kaputt ist und/oder ihr blutige Anfänger in der großen, weiten Welt des Backens seid, dann haltet euch an diesen Kuchen, denn der fällt eindeutig in die Kategorie "gelingsicher" und ist auf jeden Fall einheißer Tipp für alle "SOS! Ich brauche einen Kuchen!"- Situationen!

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Für eine Kranzform:
(26 cm Durchmesser)

- 315 g Mehl
- 225 g Zucker
- 2 TL Backpulver
- 60 g weiche Butter
- 120 g Sauerrahm
- 2 Bananen
- 1 Ei
- 200 g Kirschen aus dem Glas, abgetropft

Die Backform fetten und bemehlen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Bananen pürieren, mit dem Sauerrahm verrühren und dem Ei verquirlen.

Mehl, Zucker und Backpulver gut mischen, die weiche Butter hineinschneiden und mit den Fingern einarbeiten, bis eine bröselige Masse entsteht.

Die Masse mit dem Bananenpüree vermischen. Am Schluss die Kirschen unterheben.

Den Teig in die Form füllen und auf mittlerer Schiene und etwa 40 bis 45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Den fertig gebackenen Kuchen aus der Form stürzen, vollständig auskühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.

Na, war das nicht einfach und unkompliziert?

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