Donnerstag, 28. November 2013

Bratapfellikör - und eine optische Veränderung

Habt ihr es schon gesehen? Natürlich habt ihr das! Ist ja schließlich nicht zu übersehen!
Ja, ich habe aufgeräumt, meinen Blog ein bisschen von dem leicht erschlagenden Kopf befreit und alles ein bisschen schlichter gemacht. Als ich meinen Blog gestartet habe, dachte ich mir, dass ich mich ausschließlich auf Torten, Kuchen, Cupcakes & Co. konzentrieren werde. Dass sich mit der Zeit noch weitere süße Sachen einschleichen könnten, die mit backen nichts zu tun haben, war nicht in meinem Plan enthalten. Gut, dass es ab und an mal was zum Trinken geben wird, habe ich euch ja schon im Sommer angekünidgt. Aber es blieb ja nicht nur dabei. Mittlerweile tummeln sich auch Marmeladen und sogar Pralinen (auch wenn es bisher nur ein Rezept war) bei mir. Klammheimlich haben sie sich einfach dazu gesellt und jetzt sind sie da. Das ist ja auch gut so, aber nun hat sich in mir ein Verlangen breit gemacht etwas zu verändern....

Ich hoffe, das Ergebnis gefällt euch - so reduziert gefällt es mir zumindest wesentlich besser.


Schon seit der Herbst begonnen hat, habe ich das Weihnachtsfest im Kopf. Es gibt Geschenke aus der Küche, die einer langen Planung bedürfen. Marmeladen kocht man dann ein, wenn das Obst reif ist... und Liköre, die eine gewisse Ziehzeit haben, sollten rechtzeitig angesetzt werden, wenn man nicht mit leeren Händen vor dem geschmückten Weihnachtsbaum stehen möchte.

Natürlich gibt es auch Liköre, die nicht durchziehen müssen - quasi als Ultra-Last-Minute Geschenk für Spätentschlossene. Hat man allerdings genug Zeit zuvor eingeplant und ist geduldig genug, kann man echt wunderbare Dinge zaubern.

Ich habe ja hier mehrmals erwähnt, dass ich schon total im Weihnachtsfieber bin: ich habe Pläne für die Deko und halte schon die längste Zeit Ausschau nach passenden Stücken,. in meinem Kopf schwirren derzeit tausende weihnachtliche Backideen herum, die nur so danach schreien und verlangen endlich gebacken und dekoriert zu werden und die meisten Einkäufe habe ich - ohne Witz - schon erledigt. Denn so sehr ich die besinnliche Zeit mag, so sehr geht mir auch der Stress und die Hektik auf den Straßen auf die Nerven. Dem möchte ich mich nicht hingeben und versuche daher zu gewissen Zeiten (vor allem große) Geschäfte zu meiden. Online Shopping scheint in diesem Jahr das Zauberwort zu sein. Das ist natürlich eine Möglichkeit Geschenke zu besorgen, und wahrscheinlich auch die stressfreiere. Aber mir ist es dennoch lieber, wenn ich durch die Läden stöbern und so vielleicht noch die eine oder andere Idee aufschnappen kann... für andere oder für mich selbst.

Zusätzlich zu den Geschenken gebe ich gerne noch selbstgemachte süße Sachen dazu. Vergangenes Jahr habe ich vier verschiedene Pralinen gemacht, in diesem Jahr werden es Liköre, Marmeladen und eventuell noch ein paar Kekse.

Ein Likör, den ich eingeplant habe, ist ein Bratapfellikör, mit einem wunderbaren Aroma und nicht allzu stark. Ich mag es nicht so, wenn einem der Alkohol die Kehle runterbrennt und man dabei das Bedürfnis hat gleich Feuer spucken zu müssen. Es geht dabei schließlich auch nicht darum sich zu betrinken, sondern um das Gefühl Weihnachten schlückchenweise genießen zu können.

Ideen und Mengenangaben habe bei ich sämtlichen Kochplattformen gesucht (und gefunden), die das Internet so hergibt, der Alkoholgehalt war mir aber durchwegs viel zu hoch und deshalb habe ich einfach alles mal über den Haufen geworfen. Was dabei rausgekommen ist? Ein wunderbarer, nach Äpfeln, Zimt und Weihnachten schmeckender Likör, der einen nicht aus den Schuhen hebt. Kater daher ausgeschlossen!

Ich hatte noch ein wenig Mürbteig übrig von der Apfel- Cranberry Tarte. Ideal, um noch ein paar Kekse auszustechen. Gemacht habe ich wieder Doppeldecker und welche Marmelade ich dafür verwendet habe, verrate ich euch demnächst...

bratapfellikör (1)

bratapfellikör (2.1)

bratapfellikör (3)

Für den Likör:

- 4 bis 5 Boskoop Äpfel
- 300 ml Apfelsaft
- 300 ml Wasser
- 300 g brauner Zucker
- 400 ml brauner Rum
- 50 g Rosinen
- 50 g ganze Mandeln
- 1 Vanilleschote
- 3 EL Zimt

Für den Likör ein Gefäß mit gut 2 Liter Fassungsvermögen auswaschen und sterilisieren (geht genauso wie mit den Marmeladegläsern!).

Ein Backblech mit Backpapier begelgen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Äpfel waschen, vierteln und vom Gehäuse befreien. Die Äpfel auf das Backblech legen, mit 1 EL Zimt und 3 bis 4 EL Zucker bestreuen und im Backofen halb garen. (Ich habe die Äpfel 10 bis 15 Minuten im Ofen gelassen)

In der Zwischenzeit den übrigen Zucker in einen Topf geben, das Wasser darüber gießen und so lange erwärmen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen.

In das Gefäß die Vanille, den übrigen Zimt, Rosinen und Mandeln geben. Wenn die Äpfel (halb) fertig sind, etwas abkühlen lassen und ebenfalls in das Gefäß geben.

Mit allen Flüssigkeiten aufgießen und gut verschließen. Nun heißt es warten: der Likör muss nun 3 bis 4 Wochen ziehen! Ab und zu das Gefäß schütteln.

Nach den 3 bis 4 Wochen den Likör filtern und in Flaschen abfüllen. 
(Zum Filtern habe ich den Likör zuerst durch ein Sieb gegossen, um die großen Stücke zu entfernen und danach durch einen Kaffeefilter laufen lassen, um wirklich alle Reste zu entfernen.)

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