Samstag, 7. Dezember 2013

Bratapfelmarmelade

Ihr wisst ja noch, dass ich noch Äpfel von meiner Arbeitskollegin hatte, die ich nicht alle für den Apfel- Karamellstrudel verwenden konnte. Oft ist es ja der erste Gedanke, der goldrichtig ist und auf den man sich verlassen sollte. Zwar habe ich überlegt was ich damit machen könnte, bin aber gedanklich immer wieder bei der Bratapfelmarmelade gelandet. Gemacht habe ich sie natürlich gleich ein paar Tage nachdem ich die Äpfel bekommen habe, ihr merkt also... die Chronologie meiner Beiträge passt nicht so ganz.

So war die Marmelade natürlich schon längst fertig, als mir noch ein wenig Teig übrig blieb von der Apfel- Cranberry Tarte und ich noch ein paar Kekse ausstechen konnte. Zwischen diesen Keksen steckt nämlich genau diese Marmelade! Hiermit habe ich meine Bringschuld erfüllt und nun das Geheimnis gelüftet, welche Marmelade ich letztens für die Kekse verwendet habe.

Allerdings frage ich mich, ob diese Marmelade auch wirklich ihren Namen verdient. Denn die Äpfel habe ich diesmal nicht gebraten, sondern "nur" gegart. Dafür ist sonst aber alles dabei, was ein Bratapfel so braucht, vor allem ausreichend Zimt. In diesem Fall ist diese klitzekleine Kleinigkeit (garen statt braten) daher außer Acht zu lassen, denn schmecken tut's trotzdem... und zwar vorzüglich! Den Beweis dafür lieferte mir meine Freundin letztens (*ping* die Kassa klingelt). Ich habe sie zum Frühstück eingeladen und ihr ohne große Erklärungen die Marmelade vor die Nase gesetzt. "Mmmmh, ist die lecker!" war ihre Meinung dazu und ich glaube, am liebsten hätte sie ein Glas (oder zwei) mitgenommen...

bratapfelmarmelade (7)

Und ich schwöre euch, beim Kochen dieser Marmelade strömt eines der winterlichsten Aromen durch die Wohnung, das man sich nur vorstellen kann. Dieser Geruch hängt dann so fest in der Luft, dass man ihn regelrech inhalieren kann und sich danach einfach nur wohl fühlt. Das ist die reinste Entspannung von innen. Keine Duftkerze dieser Welt hat bei mir den gleichen Effekt wie Marmelade kochen im Winter! Dieses Aroma verströmt nicht nur seinen herrlichen Geruch in der Wohnung, sondern lässt sich auch wunderbar in Gläsern einfangen, sodass der Geschmack von Weihnachten jederzeit löffelbereit ist... aufs Brot, einfach nur so, oder in einer Palatschinke.

bratapfelmarmelade (5)

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Für 6 bis 7 Marmeladegläser à 210 ml Inhalt:

- 1 kg säuerliche Äpfel, 
bereits geschält und entsteint
- 250 ml Apfelsaft
- 500 g Gelierzucker 2:1
- 50 g griebene Mandeln
- 50 g Rosinen
- 1 TL Zimt
- je 1 Msp Nelken und Muskatnuss
- 2 TL Vanilleextrakt
(- Amaretto nach Belieben)

Die Gläser vor dem Abfüllen sterilisieren. Dafür die Gläser und heruntergeschraubten Deckel in einen großen Topf geben und mit Wasser auffüllen, sodass alles bedeckt ist. Auf den Herd stellen und zum Kochen bringen. Etwa 10 Minuten kochen und mit einer Zange die Gläser und Deckel aus dem Wasser holen. Zum Trocknen und Abkühlen auf ein Tuch legen.Wahlweise können die Gläser mitsamt den Deckeln bei 120 Grad 15 bis 20 Minuten sterilisiert werden.

(Die Äpfel sollten bereits geschält und vom Gehäuse befreit sein, das Nettogewicht sollte daher 1 kg betragen.) Die Äpfel würfelig schneiden und mit dem Apfelsaft in einen großen Topf geben. Zum Kochen bringen und die Apfelstücke weich garen. Sind die Stücke weich, alles mit einem Pürierstab pürieren. 

Die Rosinen klein hacken. 

Zu den pürierten Äpfeln den Gelierzucker und alle Gewürze geben und nochmal zum Kochen bringen. Unter ständigem Rühren alles gut 6 Minuten sprudelnd kochen lassen. Kurz vor Ende der Kochzeit die Mandeln und die Rosinen einrühren. 

(Wer will, gibt noch nach Belieben Amaretto dazu.)

Gelierprobe machen: ein paar Tropfen Marmelade auf einen kalten Teller geben. Wird die Marmelade dicklich oder fest beim Erkalten, ist sie fertig. Falls nicht, nochmal 1 bis 2 Minuten weiterkochen.
Die fertige Marmelade in die sterilisierten Gläser abfüllen und sofort fest verschließen. Einfacher geht es, wenn man die Marmelade durch einen Trichter in die Gläser gießt...

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