Montag, 6. Januar 2014

Vanillekipferl Cake Pops - oder Resteverwertung Part II

Na, habt ihr schon genug von Weihnachtskeksen? Habt ihr noch welche gebunkert? Kommen sie euch schon bei den Ohren raus? Meine Vanillekipferl kann ich jetzt wohl keinem mehr anbieten, ohne dabei ein Stirnrunzeln und ein "Aber sonst geht's noch?" dafür zu ernten. Nun.... ich möchte nicht bis zum Fasching auf meinen Keksen sitzen bleiben, daher geht meine Rest'lparty weiter....

Letztlich habe ich mich für Cake Pops entschlossen aus drei Gründen. Der erste und einfachste - und wahrscheinlich auch der naheliegenste - Grund ist, dass ich meine Vanillekipferl loswerden wollte. Leuchtet ein, oder?
Zweitens erinnere ich an meine Schwierigkeiten bei den Vanillekipferl Cupcakes, die mich drei Anläufe und einige Nerven gekostet haben! Obwohl mir beim ersten Versuch alles sitzen geblieben ist und ich mich nicht dazu durchringen konnte die kleinen Küchlein trotzdem auf den Tisch zu stellen, konnte wollte ich sie einfach nicht wegschmeissen - viel zu schade drum, denn geschmacklich waren sie ja einwandfrei! Also habe ich sie kurzerhand ins Gefrierfach befördert und habe ihnen auf den Weg dort hin das Versprechen abgegeben, dass ich sie schon ganz bald verwenden würde.
Und drittens habe ich zu Weihachten das kleine Büchlein Kuchenlollis geschenkt bekommen von Frau P. (Ich nenne sie jetzt einfach mal Frau P. und hoffe, sie ist mir deswegen nicht böse!). Es waren außerdem noch eine kleine Silikonform dabei und ein paar Stiele. Sie hat es mir deshalb geschenkt, weil sie ganz richtig bemerkt hat: Viktoria hat noch keinen Beitrag über Cake Pops auf ihrem Blog! Und genau deshalb habe ich mich so sehr darüber gefreut, weil das Geschenk sehr aufmerksam ist!

Ganz begeistert verfolgt sie meinen Blog und liest meine Einträge sogar ihren Arbeitskolleginnen vor, die ihr dann jedes Mal gespannt mit großen Ohren lauschen. Dabei fragen sie sich immer: "Wie viel Zeit verbringt denn die Viktoria so in der Küche, wenn sie eine Torte oder so bäckt?" Um diese Frage an dieser Stelle zu beantworten: das kommt ganz darauf an! Manchmal sind es Stunden, die mich regelrecht an die Küche fesseln. Manchmal kann ich allerdings auch eine Pause einlegen, wenn etwas kühlen/fest werden/sonst was muss... in Summe sind es dann doch wieder einige Stunden. Und manchmal geht es echt ratzfatz, wenn der Teig im Handumdrehen angerührt und die Backzeit länger ist als die gesamte Vorbereitungs- und Zubereitungszeit, wie zum Beispiel bei Muffins.

Manchmal aber habe ich das Gefühl, ich verbringe ganze Tage in der Küche, so wie bei den heutigen Cake Pops! Cake Pops habe ich davor noch nie gemacht und ich merkte schnell... mir fehlt die Übung. Ich sollte aber beim Anfang beginnen....
Was Frau P. nicht wusste... eigentlich wollte ich Cake Pops schon längst mal ausprobieren. Ja, ich hatte sogar schon Stiele und so eine lustige kleine Cupcake Popform gekauft! Irgendwas hat mich aber immer daran gehindert.... meistens wars wahrscheinlich die Unlust! Dabei soll es doch so einfach sein...

Nicht, dass ich mich verpflichtet fühle Cake Pops zu machen, aber die Gelegenheit war grade einfach günstig dazu. Ich hatte Kuchenreste, ich hatte Keksreste, ich hatte noch Frischkäse.... also warum nicht? 
Die (mittlerweile aufgetauten) Kuchenreste (genau genommen Cupcakereste) und die Vanillekipferl zerbröselt, etwas Zucker dazu, noch genügend Frischkäse und ich konnte den Teig kneten. Aber wie sollte die perfekte Konsistenz aussehen?

Wahrscheinlich war mein Teig zu feucht, denn ich hatte anfangs echte Schwierigkeiten mit dem Formen auspressen und irgendwie rutschte mir immer alles aus den Händen. Ein paar Vanillekipferl hatte ich ja noch übrig, also wurden die noch rasch zerbröselt und dann klappte es auch mit dem Formen. Juhu, erste Hürde geschafft! Ein bisschen groß kamen mir diese Dinger allerdings schon vor... Würden sie später auch am Stiel halten?

Dann hatte ich eine ganz schlaue Idee: Nach einer etwa einstündigen Kühlzeit (soll man ja so machen, damit sich alles noch festigen kann), steckte ich mit etwas zu viel Elan die Stiele in die Cake Pops. Nämlich aus Angst, sie würden mir vom Stiel fallen, wollte ich auf Nummer sicher gehen und die Stiele extra weit reinstecken... damit hinterher auch jaaa nichts passiert. Leider meinte ich etwas zu gut und kam mit dem Stiel gleich beim anderen Ende wieder raus. Der Lernprozess ging in diesem Fall nur schleichend voran, denn ich durchbohrte die ersten fünf Stück, sodass ich sie nochmal machen musste!

Das Überziehen mit Schokolade ging dann Gott sei Dank einfach, vor allem flott und - ganz wichtig!- unfallfrei! Sogar das Bestreuen mit Zuckerperlen machte keine Probleme, man muss nur jegliches Dekomaterial, das AUF die Cake Pops soll unbedingt schon zur Hand haben! Und so kann ich euch heute meine ersten, teilweise unförmigen, semi-perfekten, teilweise ungleich großen Cake Pops präsentieren. Aber mit ein bisschen Übung werde ich auch das noch schaffen...
Vielleicht lag es an der Form selbst, vielleicht werde ich das nächste Mal Kugeln rollen, vielleicht lag es an meiner falschen Handhabung mit der Form.... aber ich werde definitiv wieder Cake Pops machen, denn es macht Spaß, ist eine tolle Möglichkeit Reste zu verwerten, optisch ein Knüller auf jeder Party und ein geniales Mitbringsel...

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Für die Cake Pops:
(25 bis 27 Stück)

- 200 g Kuchenreste
- 100 g Keksreste
(oder jeweils 150 g oder nur 300 g Kuchenreste.... 
was ihr eben zur Hand habt)
- 140 g Frischkäse
- 70 bis 100 g Zucker
- Cake Pop Stiele 

Zum Glasieren:

- 150 g weiße Kuvertüre
- 150 g Vollmilchkuvertüre
- Zuckerperlen
(oder was auch immer man möchte) 

Die Kekse und den Kuchen zerbröseln und in einer Schüssel mit dem Zucker und dem Frischkäse vermengen. Der Teig sollte die Konsistenz von Knetmasse haben. Ist er zu feucht, noch etwas Kuchen (oder Kekse) dazu geben.

Nun kann man Kugeln formen. Dabei ist es hilfreich jede Portion abzuwiegen, um sicher zu gehen, dass alle gleich groß sind.  Oder man sticht mit Keksausstechern Formen aus... oder man hat eine Cake Pop Form und versucht sich daran.... Wichtig ist jedenfalls, dass alle etwa die gleiche Größe haben.

Die Kugeln/Formen nun für etwa eine Stunde in den Kühlschrank stellen oder wer es eilig hat, stellt sie für 10 bis 15 Minuten ins Gefrierfach.

Nun ist gute Vorbereitung ganz wichtig. Zuckerperlen und Stiele bereit legen. Irgendwas, wo man die Cake Pops zum Trocknen reinstecken kann, muss ebenfalls bereit stehen. Ich hatte noch etwas Styropor übrig, das war eine perfekte Halterung! Eine Eierschachtel tut es aber auch.

Beide Kuvertüresorten über dem Wasserbad schmelzen.

Für den unteren Teil der Cake Pops den unteren Teil bis zur Hälfte in die weiße Kuvertüre tauchen und die überschüssige Kuvertüre abtropfen lassen.
Dann einen Stiel nehmen, ein wenig in die Kuvertüre eintauchen und dann in den Cake Pop stecken.

So mit allen fortfahren und zum Trocknen wieder in den Kühlschrank stellen.

Wenn alles trocken ist, geht es mit dem oberen Teil weiter. Dafür die zweite Hälfte in die Vollmilchkuvertüre tauchen und die überschüssige Schokolade wieder abtropfen lassen. 

Recht bald solltet ihr dekorieren. Ich habe immer 3 Cake Pops gemacht und dann mit Zuckerperlen bestreut. Auf keinen Fall zu lange damit warten, sonst härtet die Kuvertüre aus!

Danach wieder alle Cake Pops zum Trocknen in den Kühlschrank stellen.

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