Montag, 13. Januar 2014

Schoko "Bounty" Kokos Cupcakes - oder die verrückten Suchbegriffe

Anlässlich ihres zweiten Bloggeburtstags veranstalten Sabrina und Steffen von feed me up before you gogo ein sehr originelles Blogevent, das jeden Blogger anzieht wie ein Magnet und bei dem man einfach mitmachen muss! "Blogg den Suchbegriff" lautet der Titel und es geht darum einen Beitrag zu schreiben über einen lustigen Suchbegriff, mit dem irgendwer irgendwann mal auf dem Blog gelandet ist.

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff (Verlängert bis zum 15. Januar 2014)

Jeder, der einen Blog schreibt, kennt das mit Sicherheit.. man sieht sich seine Statistiken an... Besucherzahlen, Zugriffsquellen, beliebteste Posts, etc...
Und manchmal, wenn man was zum Lachen braucht, sieht man sich seine Suchbegriffe an. Also jene Rubrik, die einem auflistet mit welchem Suchbegriff man auf dem Blog gelandet ist. Ab zu und sind da so (Entschuldigung) saublöde Sachen dabei, da hat man wirklich keine Erklärung dafür wie um alles in der Welt man mit so einem Suchbegriff auf dem Blog landet. Ein paar Auszüge gefällig? Hier kommen meine Highlights der lustigsten Suchanfragen:

Relativ bald nach der Eröffnung meines Blogs hat mir "Ich trinke gerne Spezi" ein Schmunzeln entlockt - aha! Vielen Dank für die Info! Gibt es sonst noch irgendwas, das ich u-n-b-e-d-i-n-g-t wissen muss? Besondere Essgewohnheiten? Ausgefallene Schlafgewohnheiten? Um mich ein wenig solidarisch zu zeigen: Ich trinke ab und zu auch gerne Spezi.

"Schmeckt Risotto gut" war im Herbst ein echter Knaller - naja, pauschal lässt sich diese Frage nur schwer beantworten, man sollte aber zumindest was für Reis und Parmesan übrig haben - nur mal so ganz grundsätzlich. Und dann hängt es natürlich auch noch von den persönlichen Vorlieben ab. Ein Spargelrisotto würde ich verweigern wie Kaspar seine Suppe. Da kann man mir mit einem Safran- oder einem Kürbisrisotto hingegen schon viel mehr Freude machen. Da ich hier aber keinen Kochblog führe, hat diese Suchanfrage (plus Erläuterung meinerseits) das Thema leider ein bisschen verfehlt.
Mir stellt sich da allerdings eine ganz andere Frage: In welche Suchmanschine muss man solche Anfragen reinklopfen, um damit auf meinem Blog zu landen? 

Dann gibt es aber doch auch Suchbegriffe, die thematisch zumindest irgendwie mit meinem Blog zu tun haben. Vor Weihnachten fand ich die Suche nach dem Begriff "harte Kekse" sehr... äh... interessant, leider aber viel zu ungenau.Was ist damit gemeint? Will jemand Kekse backen, die hart wie Steine und multifunktionell sind - Plombenzieher, Munition gegen lästige Nachbarn und Naschzeug in einem? Oder hat jemand Kekse gebacken, die leider zu hart geworden sind und war dann verzweifelt auf der Suche nach Gründen? Ich weiß es nicht...

Bereits im August tauchte das Problem "Sahne nach dem Schlagen zu fest" in meiner Statistik auf - nun, das kommt davon, wenn man Sahne Schlagobers rührt wie ein Berserker im Blutrausch, denn dann wird's nämlich zu Butter. Da helfen nur noch Salz und ein paar Kräuter. Das Ergebnis wird als Kräuterbutter auf den Mittagstisch gestellt und man macht sich ans Werk, um einen neuen Becher Obers steif zu schlagen... und hört vor allem irgendwann wieder damit auf!

Ein Suchbegriff hat es allerdings geschafft wirklich den Vogel abzuschießen, sämtlichen absurden Suchbegriffen die Krone aufzusetzen und bei mir eine Mischung aus Stirnrunzeln, Kopfschütteln und Lachsalven auszulösen. Dieser Suchbegriff steht bei mir unangefochten auf dem 1. Platz und wird das Zepter der bescheuerten Suchwörter wohl nicht so schnell abgeben. Jetzt sperrt Augen und Ohren auf und haltet euch gut fest, denn das wird euch umhauen! *trommelwirbel*... "Kann man Rindenmulch essen?" - echt jetzt? Ohne Worte... Warum zum Kuckuck landet man damit bei mir??? Wie geht das bitteschön??? Steht Google unter dem Einfluss irgendwelcher bunter Pillen??? Versteh einer die Welt...

So lustige und häufig auf Unverständnis stoßende Suchbegriffe stehen natürlich nicht an der Tagesordnung, kommen aber doch oft genug vor, sodass ich immer wieder mal was zum Lachen habe. Denn meistens tauchen recht normale Begriffe auf, die mich zu dem einen oder anderen Rezept angeregt haben. Einen davon möchte ich heute aufgreifen, da er sich mit einem Rezept deckt, das ich schon öfter im Blick hatte. Jemand gab im Suchfeld "Bounty selber backen" ein und ist bei mir gelandet. Ähm... Grundsätzlich wird Bounty ja nicht gebacken. Das ist irgendeine Kokosmasse, die mit Schokolade umhüllt wird. Wäre mir neu, dass dafür ein Backofen gebraucht wird. Ich kenne das Betriebsgeheimnis ja nicht, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass bei der Herstellung von Bounty Riegeln ein Backofen zum Einsatz kommt. Viel wahrscheinlicher ist es, dass jemand einen Kuchen backen wollte mit Schokolade und Kokos, der optisch und/oder geschmacklich dem leckeren Kokosriegel nahe kommt.

Ein scheinbar sehr berühmtes und oft kopiertes Rezept, das da so im Internet herumkursiert, scheint des Rätsels Lösung zu sein. Gesehen habe ich es hier, hier und hier, und sonst auch noch auf allen anderen Kochplattformen, die das Netz so hergibt. Diesen Kuchen hatte ich schon so oft auf meiner To-bake-list und auch genauso oft davon wieder gelöscht. Immer wieder tauchte bei mir der Reiz auf diesen Kuchen mal zu probieren, ein Blick auf die Zutatenliste brachte mich von diesem Gedanken aber jedes Mal wieder rasch ab. Was mich immer am meisten abgeschreckt hat, war der unglaublich hohe Anteil an Butter - die Hüfte freut sich, die Waage stöhnt. Da spazieren die guten - Ich werde auf meine Ernährung achten! - Neujahrsvorsätze (falls überhaupt vorhanden) gleich wieder bei der Türe raus und schließen sie höchstens noch von außen.
Eine Chance sollte der Kuchen trotzdem bekommen, denn wenn er angeblich wirklich nach Bounty schmeckt, dann muss ich das Rezept zumindest einmal im Leben probiert haben!

Aber natürlich geht das nicht, ohne vorher ein bisschen am Rezept zu basteln. Die Milch habe ich durch Kokosmilch getauscht und die Buttermenge für die Füllung habe ich etwas reduziert. Macht die Sache nicht unbedingt ernährungsfreundlicher, aber so kann man seine guten Vorsätze wenigstens davon überzeugen noch ein bisschen zu bleiben, schließlich verdient jeder eine zweite Chance. Aufgrund eines... sagen wir mal... Unfalls, musste ich etwas umplanen und habe - in der Hoffnung die Creme auch als Topping verwenden zu können - Cupcakes gemacht. (Von diesem Unfall werde ich euch bald berichten.)

bounty_cupcakes (6.1)

Das Ergebnis war... jaaaa... eine Wucht! Zugegeben, die Cupcakes sind SEHR mächtig! Mehr als einen schafft man davon nicht, aber dieser eine ist es auf jeden Fall wert! Denn jeder Bissen ist für alle Kokosfans ein wahrer Genuss! Nie im Leben hätte ich gedacht, dass die Füllung wirklich nach Bounty schmeckt, aber ich kann dieses Gerücht nur bestätigen!
Also.... schaut nicht so genau hin, probiert diesen Kuchen diese Cupcakes und schwelgt dabei im 7. Kokoshimmel!

bounty_cupcakes (5)

bounty_cupcakes (3.2)

Für die Cupcakes:
(12 Stück)

- 2 Eier
- 120 g weiche Butter
- 120 g brauner Zucker
- 140 g Mehl
- 100 g Vollmilchkuvertüre
- Vanillezucker
- 1 TL Backpulver
- 80 ml Milch

Für das Topping:

- 375 ml Kokosmilch
- 4 EL Grieß
- 140 g Zucker
- 100 g weiche Butter
- 140 g Kokosraspel
- etwas Vollmilchkuvertüre (für den Guss)

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.

Die Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen. Mehl abmessen und mit Backpulver mischen.

Den Zucker, den Vanillezucker und die Butter sehr schamig schlagen. Die Eier einzeln dazu geben und gut verrühren. Die Schokolade untermischen.

Das Mehl mit dem Backpulver unterheben, am Schluss die Milch dazu geben.

Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und auf mittlerer Schiene 20 bis 25 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Die Cupcakes vollständig auskühlen lassen!

Für das Topping Den Grieß und die Milch in einen Topf geben, aufkochen lassen und die Masse sehr fest einkochen. Abkühlen lassen.

Zucker, Kokosraspel und die weiche Butter unter den abgekühlten Grießkoch rühren und gut mixen.

Das Topping in einen Spritzbeutel füllen und auf die Cupcakes aufdressieren.

Für den Guss etwas Vollmilchkuvertüre schmelzen und mit einem Löffel in großzügig drüber laufen lassen.

1 Kommentar:

  1. Hahaha, die Rindenmulch-Frage ist ja ein Brüller! :D Aber mit deinen "gebackenen" Bountys triffst du genau in unser Kokosherz - wie liiiieben Bounty und wenn sie dann noch in Cupcakeform daherkommen, umso besser! Vielen Dank für deinen schönen Beitrag zu unserem Event! Wir freuen uns, dass du mitgemacht hast! :)
    LG
    Sabrina & Steffen

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