Mittwoch, 5. Februar 2014

Oreo Pralinen

Meine Liebe zu Oreos habe ich bestimmt schon mal ausgedrückt. Falls nicht (bzw. für alle, die es vergessen haben): Ich stehe total auf diese kleinen runden Süchtigmacher. Denn jedes Mal, wenn ich eine Packung öffne, überrollt mich dieser Drang, sie alle auf einmal aufessen zu müssen! Jedes Bröselchen!

Ich glaube, diese Kekse wurden nicht gemacht, um sie einfach nur so zu essen. Nein! Sie wurden der Menschheit geschenkt, um viele wunderbare Dinge damit zu zaubern! Sie sind einfach so vielseitig. Ich kenne kaum irgendwelche anderen Kekse, die so flexibel sind in ihrer Verwendung sind, wie Oreos. Egal, ob als Keksboden für einen Cheesecake (das kann ich uneingeschränkt empfehlen!), grob zerhackte Kekse im Eis (ebenfalls eine uneingeschränkte Empfehlung!) oder im Shake. Möchte man sich aber dennoch besinnen auf ihren eigentlichen Zweck - nämlich einfach so essen wie sie sind - dann wird ein Glas Milch zum absoluten Luxusgetränk, tunkt man die dunkle runde Köstlichkeit darin ein.

Isst man sie einfach nur so, kann man sich diese Dinger natürlich nicht einfach so gierig in den Schlund stopfen wie ein ausgehungerter Tiger. Nach welcher Methode die Doppelkekse vernascht werden sollen, muss jeder für sich entscheiden, aber ich bin davon überzeugt, dass die meisten Menschen die weitgehend bekannte Aufdreh-Cremerausleck-eintunk-Methode bevorzugen. Ich korrigiere: das ist keine Methode, das ist ein Ritual! Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass auf der Verpackung eine 3-Schritt-Anleitung abgebildet ist, wie man so einen Oreo richtig genießt? - Twist it, lick the cream, now dunk it in the milk, ummmm! - Und findet ihr, dass Oreos besser schmecken, wenn man sie aufdreht, erst die Creme rausleckt und dann den Rest isst?

Wer Oreos aber auf eine elegante Art und Weise genießen will, macht Pralinen daraus, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch noch kinderleicht zu machen sind. Der Arbeitsaufwand dafür ist so minimal, erzeugt hingegen aber einen maximalen Wow- Effekt! Also auch selbst Leute, die noch nie Pralinen gemacht haben, sich aber langsam herantasten wollen, können dabei nichts falsch machen! (Und wer keine Oreos will, nimmt einfach andere Kekse... so einfach ist das!). Und die Zutatenliste ist so kurz, das kann wohl keiner mehr unterbieten!

Gefunden habe ich das - in meinen Augen überaus geniale - Rezept übrigens (u.a.) bei Kathrin von der Glücksbäckerei. Aber Achtung! Diese Pralinen sind hochgradig gefährlich! Der Griff zur Pralinenschachtel (oder wo auch immer sie aufbewahrt werden) erfolgt schneller, als man 1-2-3 sagen kann! Wer seine Finger also nur schwer unter Kontrolle hat, sollte sie lieber festbinden! 

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Für etwa 20 Pralinen:

- 4 Oreo Doppelkekse
- 200 g weiße Kuvertüre
(wer will, nimmt Vollmilch)

Die Kuvertüre schmelzen in der Mikrowelle oder über dem Wasserbad.

Die Kekse entweder im Standmixer komplett zerbröseln oder mit einem Messer hacken so fein oder grob man möchte. (Ich habe die Standmixermethode gewählt, dadurch werden sie durchgängig eher braun)

Die Kuvertüre und die Kekskrümel miteinander vermischen und gleichmäßig in die Mulden einer Silikonpralinenform füllen. Wer lieber ein Marmormuster haben möchte, füllt abwechselnd Kuvertüre und Kekskrümel in die Formen.
(Wer die Pralinen lieber eher weiß haben möchte, vermischt die zerbröselten/gehackten Oreos nicht mit der Kuvertüre, sondern füllt beides abwechselnd in die Mulden.)

Um eventuelle Luftbläschen zu vermeiden, die Form links und rechts nehmen, gut festhalten und vorsichtig damit auf die Arbeitsfläche klopfen.

Zum Aushärten kommen die Pralinen nun in den Kühlschrank für etwa 1 bis 2 Stunden. Wer es eilig hat: im Gefrierfach geht es schneller.

Die ausgehärteten Pralinen lassen sich aus der Silikonform einfach herauslösen. 

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