Samstag, 12. April 2014

[Fremdgebloggt] Zitronentopfenmousse mit Himbeersauce (ohne Ei!)

Gastbloggen macht so unheimlich viel Spaß, dass ich nun selbst mal wieder einen geschrieben habe - und zwar bei Sandra von Topfschlacht. Während ihrer Abwesenheit habe ich sie vertreten und ihr ein Topfenmousse mitgebracht mit einer erfrischenden sauren Note und Himbeersauce dazu.

Das klingt ja schon ziemlich sommerlich, ist es wahrscheinlich auch. Ach, ich freue mich einfach schon so sehr auf den Sommer... draußen sitzen. Aperol Spritzer trinken. Eine Sonnenbrille als DAS Accessoire tragen, sie verlieren, eine neue kaufen - kein Spaß, jedes Jahr der gleiche Mist. Sommersprossen im Gesicht bekommen. Barfuß durchs Gras gehen gleiten und sich dabei von einzelnen Grashalmen zwischen den Zehen kitzeln lassen und jeden Tag in einem anderen Sommerkleidchen oder -röckchen durch die Gegend hüpfen. Ich kann es kaum mehr erwarten, bis meine liebste Jahreszeit wieder da ist und ich mich zu Hause nur zum Duschen und Schlafen aufhalten werde.

Natürlich ist mir klar, dass es bis dahin noch ein Weilchen dauert und wir alle noch ein paar Temperaturrückschläge erdulden müssen. Aber bis es so weit ist, tröste ich mich mit einem Zitronentopfenmoussetörtchen hinweg, das nicht nur besonders erfrischend und fruchtig schmeckt, sondern auch noch locker und leicht ist... also genau richtig für den Sommer!
Auf dieses Topfenmousse bin ich vor einiger Zeit gestoßen und dabei habe ich sofort den Drang verspürt selbst eines zu machen Ich schwöre euch, das schafft selbst der blutigste Anfänger -  großes Indianerehrenwort! Es ist so einfach und rasch zu machen, dass es fast schon wieder unverschämt ist. Aber nicht nur das, es lässt sich auch wunderbar vorbereiten und ist daher ein ideales Dessert, wenn man Gäste erwartet und nicht die meiste Zeit in der Küche verbringen will. Denn die Arbeit macht quasi der Kühlschrank und man muss es bloß noch anrichten. Ideal, oder? Solche Desserts sind mir immer sehr willkommen, wenn sie eigentlich schon längst fertig sind, wenn die Gäste bereits da sind. Dann hat man nämlich genug Zeit zum Plaudern und kann trotzdem auftrumpfen mit einem herrlich erfrischenden und lockeren Mousse.

zitronen_topfenmousse (1)

Wer allerdings so richtig angeben will, der macht ein Törtchen daraus und sichert sich seitens der Gäste massenhaft Komplimente dafür, versprochen. Ein Törtchen hat man auch recht schnell daraus gezaubert, indem man einen Bisquitboden macht. Wem das zu viel Aufwand ist, macht einfach einen Keksboden, schmeckt genauso gut!

zitronen_topfenmousse (7)

Und ja, ihr habt richtig gesehen. Ich habe Himbeeren außerhalb der Saison gekauft, ich schlimmes Mädchen...

zitronen_topfenmousse (2)

Für den Butterbisquit:
(6 Portionen, à 8 cm Durchmesser)

- 2 Eier
- 50 g Zucker
- 60g Mehl
- 10 g Stärke
- 30 g Butter
- 1 TL Backpulver

Für das Topfenmousse:

- 250 g Topfen
- 250 g Obers
- 1 unbehandelte Zitrone
- 80 g Zucker
- 2 Bl. Gelatine

- 3 EL Zucker
- 200 g TK-Himbeeren
- frische Himbeeren und etwas Minze zum Garnieren

Für die Bisquitmasse zunächst eine Backform mit 20x30cm Durchmesser einfetten und bemehlen oder mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

In einer Schüssel Mehl, Backpulver und Stärke gut mischen. Die Butter zum Schmelzen bringen und abkühlen lassen.

Den Zucker mit den Eiern auf höchster Stufe sehr schaumig schlagen, die Masse sollte sehr hell und schon fast weiß sein. Mit einem Teigschaber vorsichtig das Mehlgemisch unterheben, am Schluss die Butter hinzufügen.

Die Bisquitmasse nun in die Backform füllen und glatt streichen. Etwa 20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Stäbchenprobe nicht vergessen!

Nach dem Backen den Bisquitboden vollständig auskühlen lassen.

6 Dessertringe à 8 cm vorbereiten. Aus dem vorbereiteten Boden 6 Kreise ausstechen und jeden Dessertring damit auslegen.

Für das Mousse die Zitrone heiß abwaschen und die Schale abreiben. Es ist wichtig, dass nur das Gelbe abgerieben wird, denn sonst wird es bitter! Eine Hälfte der Zitrone auspressen.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Zucker und Obers steif schlagen und beiseite stellen. Den Topfen kurz mit der Zitronenschale und dem -saft cremig rühren. (Den Zitronensaft aber bitte nur dann verwenden, wenn ihr es gern sauer-zitronig habt, ansonsten reicht der Zitronenabrieb aus!)

Die Gelatine bei geringer Hitze und mit 2 bis 3 EL Wasser unter Rühren auflösen, 2 bis 3 EL vom Topfen dazu geben, glatt rühren und zum restlichen Topfen dazu geben. Alles gut verrühren.

Nun das Obers vorsichtig unterheben, bis alles homogen ist.

Das Mousse nun gleichmäßig auf die 6 Dessertringe verteilen. Im Kühlschrank abgedeckt etwa 4 Stunden fest werden lassen.

In der Zwischenzeit kann die Sauce vorbereitet werden. Dafür die Himbeeren mit dem Zucker in einem Topf aufkochen lassen, danach pürieren. Wer die Kerne nicht möchte, streicht das Himbeerpüree durch ein Sieb.

Nach der Kühlzeit die Dessertringe entfernen. Dafür vorsichtig mit einem Messer den Rand entlang fahren und die Törtchen herauslösen.

Mit Himbeersauce beträufeln so viel man möchte. Für die Garnitur ein frische Himbeere und ein Minzeblatt (oder zwei) oben drauf setzen.

Kommentare:

  1. Die sehen echt zum Anbeißen aus! :-)

    AntwortenLöschen
  2. Mousse ohne Ei ist großartig! Ich vertrags ja nicht so gut und bin immer auf der Suche nach guten Rezepten ohne Ei. Da pack ich Deins doch gleich mal ein :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich mag Rezepte ohne Ei besonders im Sommer gern, weil ich so Panik habe wegen Salmonellen! (Hatte da mal ein bitterböses Erlebnis und seither bin ich sehr vorsichtig.)

      Löschen