Mittwoch, 4. Juni 2014

Frozen Joghurt mit Erdbeeren

Es gibt Trends, die mich einfach nicht mitreissen.

Zum Beispiel Macarons. Es gab eine Zeit, da fand man sie auf jedem Blog in Hülle und Fülle, in allen Geschmacksvarianten und vor allem in allen möglichen Farben - je bunter, desto besser. Ja, diese Dinger sehen zuckersüß aus und machen ordentlich was her... aber ich kann mich einfach nicht damit anfreunden. Diesen Zug lasse ich mit Vollgas an mir vorbeirauschen und winke ihm höchstens mit einem Lächeln im Gesicht nach. Tschüß, Macarons! Ihr braucht mich eh nicht besuchen!

Oder aber auch Schals als Accessoire. Erst im Herbst 2013 entdeckte ich, dass ein Schal nicht nur ein Mittel zum Zweck im Winter ist - nämlich mich zu wärmen - sondern ich bemerkte, dass man damit jedes noch so öde Outfit damit aufpeppen kann. Den ersten Schal, der dazu auserwählt wurde mich und meinen Hals zu schmücken, kaufte ich mit meiner Freundin, und sie als alte Schalfetischistin freute sich darüber natürlich wie eine Schneekönigin!

Ungefähr zeitgleich mit der Entdeckung der Schals als edles Schmuckstück fand ich auch heraus, dass ich in Röhrenhosen gar nicht so sehr nach einem gestrandeten Walross aussehe, sondern - richtig kombiniert - echt verdammt gut. Die Krönung einer Röhrenhose sind allerdings die highesten Heels, in denen ich gerade noch so laufen kann, ohne dabei lächerlich auszusehen. Denn dann lege ich mit meinen optisch 2m lang wirkenden Beinen einen Auftritt hin, dass andere vor Neid ganz grün werden im Gesicht! (So eine gesunde Portion Selbstverliebtheit ist gut fürs Ego, gell!)

Zu Weihnachten 2013 wurde dann meine Liebe zu Cake Pops entfacht! Angefangen hat ja alles mit diesem kleinen Büchlein und nur wenige Monate später hebe ich echt JEDEN Kuchenrest auf, der mir zwischen die Finger kommt, nur um daraus Cake Pops zu zaubern, die ich liebend gerne mit Trockenfrüchte aufpeppe!

Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir auf, dass das Jahr 2013 mein Jahr der Entdeckungen war und ich 27 Jahre alt werden musste, um diese wunderbaren Dinge zu entdecken, die mein Leben bereichern.

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Und  vor kurzem hat sich bei mir der nächste Trend eingeschlichen, der zwar nicht neu ist, von mir aber bisher erfolgreich missachtet wurde.
Bereits letzten Sommer wurde ich gefragt, ob ich denn schon mal ein Froyo probiert habe.
"Ein bitte was?"
"Na, ein Froyo!"
Verständnislose Blicke meinerseits.
"Hach, na ein Frozen Yoghurt!"
"Nein. Danke. Ich bleib lieber beim Eis! Davon hab ich mehr... vor allem an der Hüfte!"
Boom, zack. Gespräch beendet. Manchmal bin ich echt wie ein Panzer - nur auf verbaler Ebene.

Zwar habe ich zuvor schon von der vermeintlich gesünderen Alternative gehört, berührt hat es mich aber nicht wirklich.

Es mag ja stimmen, dass der Fettgehalt deutlich geringer ist als bei einem "normalen" Speiseeis, da auf Obers verzichtet wird. Wirft man jedoch einen Blick auf die Toppings, die einem da so angeboten werden in den Verkaufsbuden, geht der gesunde Aspekt der an sich sehr guten Idee auch schon wieder flöten: Cookies, Smarties, Schokoladensauce, Brownies und anderes zuckriges Zeugs. Und das Angebot an Frischobst ist entweder verschwindend gering oder für mich nicht besonders attraktiv. Genau aus Gründen wie diesen habe ich beschlossen beim fett- und kalorienreichen Eis zu bleiben und mich damit wenigstens nicht selbst zu belügen. Es geht doch schließlich nichts über eine gute Portion bikinifigurunfreundliches Eis an einem heißen Sommertag!

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Bis zu dem Tag, an dem Clara von tastesheriff die nächste Ich back's mir-Runde gestartet hat. Im Mai geht es - wie nicht anders zu erwarten - um Erdbeeren. Das Thema drängt sich ja aber auch förmlich auf, wie soll man da nein sagen?

Und bitte, fragt mich nicht wieso, aber irgendwie ist mir der Gedanke gekommen Frozen Joghurt mit Erdbeeren zu machen. Natürlich ganz ohne Smarties, Cookies und anderen Schokostücken. Ich musste auch gar nicht lange danach suchen, denn auf meinem Lieblingsblog in puncto Eis, nämlich Der Eis-Blog gibt es ein Rezept dafür, das mich sofort begeistert hat!
Nun, jetzt kann ich diesen Trend verstehen, denn es war herrlich! Das gibt es künftig öfter bei mir!

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Für das Frozen Joghurt:
 
- 110 g Zucker
- 500 g Naturjoghurt (ich habe griech. Joghurt verwendet)
- Saft einer halben Zitrone
- 120 ml Milch
 
Für das Erdbeerpüree:
 
- 300 g frische Erdbeeren
- ca. 30 g Zucker (je nach Süße der Erdbeeren)

Die Erdbeeren waschen und entkelchen. Es sollten etwa 200 bis 250 g übrig bleiben. Die Erdbeeren in Stücke schneiden, mit Zucker und Zitronensaft bestreuen. Etwa eine Stunde stehen lassen, damit der Saft anziehen kann.

Die Erdbeeren nun pürieren - wer keine Kerne möchte, streicht das Mus durch ein Sieb.
Nun die Masse in die Eismaschine geben und gefrieren lassen. (Wer keine Eismaschine hat, gibt die Masse in den Tiefkühler und rührt etwa alle 30 Minuten mit einem Mixer durch, bis die Masse gefroren, aber noch formbar ist.)

Joghurt, Milch und Zucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse homogen ist.

Wenn die Eismaschine mit dem Erdbeerpüree fertig ist, den Behälter reinigen und die Joghurtmasse einfüllen. Wieder gefrieren lassen. (Wieder gilt: wer keine Eismaschine hat, Masse in den Tiefkühler, alle 30 Minuten rühren, bis die Konsistenz von Softeis erreicht ist.)

Sind beide Massen fertig, eine Schicht Frozen Joghurt in einen Behälter streichen, etwas von dem gefrorenen Erdbeerpüree verteilen. Diesen Schritt 2 bis 3 mal wiederholen und dann mit einer Gabel kurz durchrühren, damit ein Marmormuster entsteht.

Behälter nun wieder in den Tiefkühler stellen und das Frozen Joghurt fest werden lassen, oder gleich essen.. wie man es halt am liebsten mag.

Natürlich kann auch gleich das ganze Erdbeerpüree zur Joghurtmasse gemischt werden, allerdings kann es dann sein, dass das Volumen zu groß wird für die Eismaschine (abhängig vom Fassungsvermögen des Behälters).

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