Dienstag, 1. Juli 2014

Erdbeerknödel - und wie aus einem Gastbeitrag ein "Projekt" wurde

Eigentlich hätte es "nur" ein Gastbeitrag bei Steffi werden sollen. Aber wie es oft so ist, man hat einen Gedanken, spinnt ihn weiter und kommt auf einmal auf totaaaal tolle Ideen! Gute Gelegenheiten muss man eben gleich beim Schopf packen! Aber lieber eines nach dem anderen...

Angefangen hat alles damit, dass Steffi von der Zuckerwerkstatt mir eine total liebe Mail geschrieben hat, ob ich denn nicht Lust hätte auf einen gegenseitigen Gastpost. Ihr wisst vielleicht noch, anlässlich meines Bloggeburtstags war sie ja schon mal bei mir und hat die Apple Pies aus der Muffinform (MIT Geburtstagskerze!!!) mitgebracht. Aber ich - nicht schüchtern - bin gleich mit dem Vorschlag um die Ecke gekommen, dass wir das doch regelmäßig machen könnten! Was für ein Glück, dass Steffi von dieser Idee gleich angetan war... Die Idee entwickelte sich, die Vorschläge flogen nur so hin und her, wir ergänzten uns einfach perfekt. Aber manchmal ist das im Leben einfach so. Unverhofft kommt eben oft. :)

Und so kam es, dass aus einem ursprünglich gedachten Gast
beitrag die

"Dessert Connection Hamburg - Wien"

entstanden ist. Ein Projekt, über das ich mich so richtig freue und heute in die erste Runde geht. Der Name ist in diesem Fall Programm, denn nachdem wir uns darüber unterhalten haben wo wir wohnen, war recht schnell klar, dass das unser Aufhänger wird. Das bedeutet im Klartext, dass Steffi für Hamburg zuständig ist und ich für Wien - macht Sinn, oder?

So, erste Runde? Jawohl, dieses war nämlich nur der erste Streich! Denn! Steffi und ich planen diese Aktion regelmäßig und jedes Mal unter einem anderen Motto. Das wird ein riesen Spaß und ich bin jetzt schon gespannt welches Thema wir uns als nächstes aussuchen werden!

Den Auftakt machen - weil ja grade Sommer ist und sich das richtig Thema aufdrängt - die Beeren. Dazu hat Steffi die leichten Mädchen auf ihrer Seite. Denn.. und jetzt haltet euch fest.. Steffi arbeitet auf der Reeperbahn!

Na, seid ihr nun geschockt? Nein, sie arbeitet natürlich nicht direkt dort, sondern tagsüber in einem Büro. Aber lest die Geschichte dazu einfach selbst hier nach. Dort könnt ihr dann auch nachlesen was leichte Mädchen sind, ihr Schelme! :D

Erdbeerknödel (5)

Ich muss gestehen, dass ich mich fast ein bisschen im Vorteil fühle. Denn wir Österreicher sind ja bekannt als Schleckermäuler, Süßzähne und Obernaschkatzen. Torten, Kuchen, Süßspeisen als Hauptspeise? Alles mit von der Partie! Wenn man in Wien in ein typisches Kaffeehaus geht, dann findet man zunächst mal eine schier unendlich lange Vitrine mit Torten aller Art. Wer da nichts findet, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen! Und in den Restaurants ist die Süßspeisenkarte oft fast genauso lang wie die Hauptspeisenkarte... versteht ihr jetzt was ich meine? Und ich... ich hab ja sowieso Sachertorte im Blut! Wahrscheinlich fließt durch meine Adern ohnehin Schokolade...

Erdbeerknödel (11)

Heute gibt es aber keine Sachertorte, sondern - passend zum Thema Beeren - Erdbeerknödel! Über diese Knödel freue ich mich gleich doppelt, denn ich muss zu meiner großen Schande gestehen, dass ich sie zuvor noch nie selbst gemacht habe! Da kam mir unsere Beitragsreihe also sehr gelegen diese Knödel mal auszuprobieren. Und ich kann dazu nur eines sagen.... nein, eigentlich gar nichts, weil mit vollem Mund spricht man ja bekanntlich nicht *om nom nom*

Erdbeerknödel (10)

Ich weiß ja nicht wie ihr eure Knödel am liebsten esst. Aber ich brauche immer ganz besonders viele Butterbrösel dazu! So richtig, richtig viele! Das Knödel-Butterbröselverhältnis auf meinem Teller kann schon mal 1:1 sein, da könnt ihr meine Mama fragen! Von ihr habe ich schon immer verlangt mehr Butterbrösel zu machen! Und am liebsten mag ich es, wenn die Brösel schön knusprig sind... mmmmmh...

Erdbeerknödel (9)
 
Für die Knödel:
(etwa 9 Stück)
 
- 9 mittelgroße Erdbeeren
- 60 g weiche Butter
- 125 g Mehl
- 250 g Topfen (streichfähig)
- 1 Ei
- Abrieb einer halben unbehandelten Zitrone
- 3 bis 4 EL Zucker
- 1 Prise Salz
 
Zum Wälzen:
 
- 100 g Butter
- etwa 150 g Semmelbrösel
- etwa 50 g Staubzucker, plus noch etwas extra zum Bestäuben

Aus Butter, Mehl, Ei, Zucker, Salz. Zitronenabrieb und Topfen einen glatten Teig rühren. (Ich persönlich tue mir da immer mit den Händen am leichtesten, ansonsten die Knethaken verwenden.)

Den Teig abgedeckt für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank geben. Danach in 9 gleich große Stücke schneiden, zu einer Kugel formen und in die Mitte eine Mulde drücken. Nun eine Erdbeere hineingeben und einen Knödel formen. Dabei darauf achten, dass die Erdbeere komplett bedeckt wird und keine Risse im Knödel sind.

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Knödel darin etwa 10 bis 15 Minuten im Wasser garen. Sie sind fertig, wenn sie vom Boden an die Oberfläche steigen.

In der Zwischenzeit in einer großen Pfanne die Butter schmelzen und die Brösel darin goldbraun rösten, Zucker zugeben (und wer möchte noch Zimt) und die fertig gegarten Knödel darin schwenken, bis sie rundherum mit den Butterbröseln bedeckt sind.

Zum Servieren evt. noch mit etwas Staubzucker bestreuen.

Anmerkungen: Füllen kann man die Knödel nach Herzenslust - mit Marillen, Zwetschken, Nuss-Nougat, wonach es euch eben grade steht. Außerdem eignen sich die Knödel perfekt zum Einfrieren!

Kommentare:

  1. Die schaun richtig gut aus! Bei mir gabs letzte Woche Marillenknödel, auch aus Topfenteig :)

    liebe Grüße
    Sandra

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  2. Die sehen echt richtig lecker aus. Und sind gar nicht so schwer, wie ich dachte!
    Mit was kann man die denn noch so füllen? Mit allem möglichen Obst?

    Ich freu mich schon auf unser nächstes Thema. :-)

    Liebe Grüße, Steffi

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