Donnerstag, 3. Juli 2014

Marillen- Kirsch Eistee

Puh, heute tut  sich der nächste Abgrund auf. Denn ich trinke gerne Eistee. Schon immer. Eistee und Ginger Ale. Als Kind gerne Pfirsich und  heute lieber Zitrone. Wobei ich ja mittlerweile dazu übergegangen bin eher Wasser zu trinken. Aber hin und wieder überkommt mich die Gier dann doch und dann darf's auch mal wieder ein Eistee sein.

Nämlich vor allem dann, wenn eine neue Sorte auf dem Markt erscheint. Dann könnt ich euch sicher sein, dass ich ihn keine zwei Tage später probiert habe, um zu testen, ob er meinem feinen und geschulten Eisteegaumen würdig ist. Saisonale Sorten, sämtliche limited Editions und überhaupt alle Eisteesonderabfüllungen rutschen meinen Gaumen runter und erfrischen mich mal mehr, mal weniger.

Es gibt aber Sorten - das darf ich ja wohl hoffentlich hier so offen sagen - da läuft mir der kalte Schauer über den Rücken. Erdbeere-Kiwi ist zum Beispiel so ein Kandidat dafür. Hui, wenn ich daran denke, schüttelt es mich gleich wieder. Kann mir mal bitte jemand erklären wieso man Kiwis und Erdbeeren mit Schwarztee mischt? Es ist mir ein Rätsel...

Spannend war auch die besonders kurze Erscheinung eines Pina Colada Eistees am Markt. Nun ja, dass der Eistee nur für ganz kurze Zeit erhältlich war, hatte wohl so seine Gründe. Einer davon war mit Sicherheit, dass er einfach unsagbar schlecht war. Und ich stelle jetzt einfach mal so in den Raum, dass dies der Hauptgrund war. Ist aber selbstverständlich nur wilde Spekulation...

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Als Gewohnheitstier wiege ich mich lieber in Sicherheit und greife auf die altbewährte Sorte zurück, nämlich Zitrone. Damit kann man selten was verkehrt machen Merkt ihr's? Da ist sie wieder, die heißgeliebte Zitrone!

Tja, man sollte meinen, dass man damit nichts falschen machen kann. Es sei denn, man geht in ein Lokal, bemerkt, dass dort nicht nur hausgemachte Eistees angeboten werden, sondern sogar selbstgemachte! Jackpot! Mit Speck fängt man ja die Mäuse, mit Eistee die Viktoria. Aber jetzt mal ehrlich, wer sagt schon bei einem selbstgemachten Eistee nein? Höchstens ein Kostverächter und Banause! Zack, da war auch schon ein groooooßes Glas Eistee Zitrone bestellt. Ich hätte lieber das kleine nehmen sollen. Oder gar keinen.

Ich kann euch nicht sagen wie sie diesen Eistee hergestellt haben... aber habt ihr schon mal von einer Zitrone probiert, die schon gärt? Denn ich hatte den Eindruck, dass es genau so war! Der Eistee hatte so eine leichte Alkoholnote, die nun wirklich nichts im Eistee verloren hat. Auch nach mehrmaligem Probieren änderte sich nichts an meinem Verdacht, dass damit irgendwas nicht stimmt.

Ganz geschockt musste ich das Glas mit der Frage an die arme Kellnerin, ob sie denn den Geruch normal finde, zurück schicken - und da muss schon sehr viel passieren, dass ich etwas zurück schicke - und schaffte es an diesem Tag nur noch Mineralwasser zu trinken...
Sie fand den Geruch übrigens VOLLKOMMEN normal... und die Farbe auch (Gekostet hat sie allerdings nicht - zumindest nicht vor meinen Augen). Aber es ist SELBSTVERSTÄNDLICH kein Problem, dass sie mir was anderes bringt. Na, das will ich aber auch meinen...

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Tja, von diesem Schock muss ich mich jetzt erstmal erholen. Dabei unterziehe ich mich einer knallharten Traumatherapie und bekämpfe mein Eisteetrauma mit Eistee. Aber ich muss nicht gleich übertreiben. Deshalb gibt es statt Eistee Zitrone einen Eistee mit Kirschen und Marillen.
Und ich bin auch schon wieder so gut wie rehabilitiert. Das nennt man dann wohl Blitztherapie. Aber wer Eistee selbst macht, wird mich verstehen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: man kann die süße selbst bestimmen und auch die Geschmacksrichtung!

Also, warum ich diese Kombination so sehr mag, weiß ich nicht. Fest steht aber, dass sie einfach toll ist und genau das Richtige, um mich von meinem erlittenen Eisteetrauma zu befreien.

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Weil dieser Eistee so erfrischend ist und bei Zorra grade ein Blogevent läuft, das von Simone von S-Küche ausgerichtet wird, dass aber sowas von wie die Faust auf's Auge passt, schicke ich das gleich mal rüber! 

Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)
 
Für etwa einen Liter Eistee:
 
- 6 TL loser Schwarztee
(ich bevorzuge Ceylon, aber ihr könnt
auch Darjeeling oder Assam nehmen)
- 700 ml Wasser
- 200 ml Marillensaft
- 150 g Kirschen, bereits entsteint
- Saft einer Limette
(- Zucker nach Belieben)

Wasser aufkochen, Tee in einen Teebeutel geben und etwa 3 Minuten im Wasser ziehen lassen.
(Falls ihr den Tee noch süßen wollt, dann ist JETZT die Gelegenheit dazu, später löst sich der Zucker nur schwer auf. Aber seid vorsichtig, denn der Saft und die Kirschen enthalten auch Zucker!)
Danach den Tee vollständig auskühlen lassen.

Die Limette auspressen. Die Kirschen pürieren und mit dem Limetten- und Marillensaft mischen. (Ja, da hat man im Eistee danach ein paar "Flankerl" drin!)

Alles zum abgekühlten Tee geben und umrühren.

Bis zum Servieren kalt stellen.

Zum Servieren mit Kirschen, Marillen, Limetten dekorieren und nicht auf die Eiswürfel vergessen, gell ;)

Kommentare:

  1. Diese Kombination kann ich mir herrlich erfrisched-lecker vorstellen. Vielen Dank für deinen Beitrag.
    Herzliche Grüße,
    Simone

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  2. Ohh ich liebe Eistee und deiner sieht richtig lecker aus!! :)
    Danke für das Rezept!
    LG
    Ela

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  3. Lustige Geschichte und ja ich liebe Zitronen auch, aber nur die die nicht gären. ;-)

    Könntest du bitte noch auf Simone verlinken. Sie hatte ja als Gastgeberin auch die ganze Arbeit. Besten Dank im voraus.

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    1. Sorry, das war keine Absicht von mir! Hab es umgehend nachgetragen!
      Danke für den Hinweis!

      LG
      Viktoria

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