Dienstag, 26. August 2014

Mango- Pfirsich Marmelade

Nachdem mich bereits im Mai/Juni der Einkochwahn überfiel, habe ich ja - wie ich euch bereits erzählt habe - wie eine Irre die Küche regelrecht in eine Marmeladenmanufaktur umgewandelt. Tagelang roch es nach Früchten in der ganze Wohnung. Wer braucht schon Duftkerzen, wenn man Marmelade kochen kann? Nicht einmal mit ganz viel Fenster aufmachen und lüften was das Zeug hält, verschwand der - wohl gemerkt durchaus angenehme - Geruch aus der Wohnung.

Mittlerweile türmen sich bei mir die Gläser und ich weiß schon gar nicht mehr wohin mit all dem Zeug, weil ich ein, zwei Dinge bei der ganzen Einkocherei nicht bedacht habe: 1. Wohin mit all den Gläsern? Denn das Platzangebot ist irgendwann ausgeschöpft. 2. Eine Frage, die ich sonst nur von anderen gestellt bekomme: Wer soll denn das alles essen? So kommt es, dass die Hälfte davon etwa noch in der Küche rumsteht - selbstverständlich gut sichtbar für alle Besucher. Das führt natürlich unweigerlich zu der Frage: "Ooooooh, darf ich ein Gläschen haben... oder zwei?"
Aber klar doch, bedient euch, ist ja genug für alle da! Ich schwöre euch, mein Vorrat ist mittlerweile so groß, dass ich wohl einem Supermarktregal problemlos Konkurrenz machen könnte mit meinem für einen normalen Haushalt doch stattlichen Sortiment an Marmeladen.

Ein bisschen geizig bin ich allerdings mit der heutigen Marmelade, die wohl mein größter Erfolg in diesem Jahr ist. Davon gebe ich nur ungern noch das eine oder andere Gläschen her und ich denke, ich werde sie im nächsten Jahr wohl nochmal machen (müssen). Der Anklang war nämlich so groß, dass mein Bruder gefragt hat, ob ich denn noch so viel übrig habe von dieser gelb-orangen Köstlichkeit, dass für ihn eeeeeeventuell noch ein Glas abfallen würde. Und meine Freundin schielt jedes Mal zu den Gläsern rüber, wenn sie zu Besuch ist. Ich fürchte, sie schmiedet zu Hause Pläne für den Marmeladenraub 2014 bei mir zu Hause! Sollte ich die Gläser vielleicht verstecken? Vor allem diese...

Mango Pfirsich Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Aber nachvollziehen kann ich das schon. Ich sage euch, wenn die Sonne schon nicht vom Himmel scheint, dann lacht sie euch in Form dieser Marmelade zumindest von eurem Frühstücksbrot aus an. Und das meine ich nicht bloß wegen der knalligen Farbe, sondern auch wegen dem Gefühl von Sonne, Strand & Meer bei jedem Bissen. Der Geschmack ist der pure Sommer, herrlich fruchtig und erfrischend. Da lacht die Sonne bestimmt entweder vom Himmel, vom Brot oder direkt aus dem Herzen. Egal wie, sie scheint auf jeden Fall. :)

Obwohl diese Gläser schon seit, äääh, Mitte Juni... oder so bei mir herumstehen, habe ich es bisher - ganz offensichtlich - noch nicht geschafft einen passenden Beitrag zu schreiben. Erst waren andere Dinge wichtiger und dann war irgendwie der Zeitpunkt nie der richtige. Doch jetzt könnte der Zeitpunkt nicht besser sein, finde ich. Auch wenn die Na-jetzt-kannst-du-dir-deine-Sommermarmelade-aber-auch-behalten-Fraktion sich nun vermutlich auf die Stirn tippt und sagt, dass die Marmelade bei dem Wetter jetzt kein Mensch mehr braucht, so muss sagen: DOCH! Jetzt erst recht! Denn eeeeiiiigentlich haben wir ja noch Sommer und auch, wenn sich das Wetter schon seit einigen Tagen nicht unbedingt von seiner besten Seite zeigt, will ich für die kommenden Monate gewappnet sein und mir den Sommer irgendwie einfangen, falls mich in einer kalten, finsteren Dezembernacht die Sehnsucht nach Sonnenlicht überkommt... Damit wird nämlich jede aufkommende Winterdepression im Keim erstickt!

Mango Pfirsich Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Bevor ich nun aber endgültig zum Rezept komme, möchte ich noch schnell auf zwei Änderungen hinweisen... falls ihr es nicht schon selbst bemerkt habt.
Also erstens, ich habe nun viel schönere Follow-Buttons:

Hübsch, oder?

Und zweitens: Rezepte gibt es jetzt auch zum Ausdrucken.


Diesen Button findet ihr ganz unten in der Fußzeile jedes Beitrags. Die Sache mit Printfriendly ist aber leider nicht so ganz barrierefrei... denn einerseits müsst ihr einen Beitrag direkt anklicken, wenn ihr zur Druckansicht wollt, in der Gesamtansicht im Blog geht das leider nicht. Andererseits bekommt ihr ein PDF-Dokument, wo ALLES drin steht, das heißt... mein komplettes Geschwafel. Aber jeder Nachteil birgt irgendwo auch einen kleinen Vorteil: ihr könnt mein Blabla rauslöschen, bzw. so viel ihr wollt und die Bilder... oder auch nicht... und nur das Rezept ausdrucken.

So, jetzt aber!

Mango Pfirsich Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Für die Marmelade:
(6 Gläser à 210 ml)

- 1 unbehandelte Orange 
- ca. 750 g sehr reife Pfirsiche
- 3 bis 4 sehr reife und große Mangos
- 500 g Gelierzucker 2:1

Wie gewohnt, die Gläser plus Deckel im Backofen bei 150 Grad etwa 15 Minuten sterilisieren.

Die Mangos schälen und das Fruchtfleisch vom Kern schneiden. Es sollten etwa 500 g Fruchtfleisch übrig bleiben.

Die Pfirsiche waschen und häuten. Sind die Pfirsiche sehr reif, sollte sich die Haut leicht lösen lassen. Falls das nicht der Fall ist, Wasser zum Kochen bringen und die Pfirsiche damit übergießen, sodass alles bedeckt ist. 1 bis 2 Minuten warten, dann lässt sich die Haut auf jeden Fall abziehen.

Das Fruchtfleisch vom Kern trennen. Wieder sollten etwa 500 g übrig bleiben.
Das Mango- und Pfirsichfruchtfleisch pürieren.

Die Orange heiß waschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.

Das Fruchtmus, Orangensaft und -abrieb, sowieso den Zucker in einen großen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Marmelade nun sprudelnd kochen lassen für etwa 7 bis 8 Minuten, dabei immer wieder rühren.

Um zu testen, ob die Marmelade fertig ist, wie immer: Gelierprobe machen. Dafür ein paar Tropfen von der Marmelade auf einen Teller geben. Wird die Marmelade beim Erkalten fest, ist sie fertig. Bleibt sie flüssig, noch 1 bis 2 Minuten weiterkochen.

Die fertige Marmelade noch heiß in die sterilisierten Gläser füllen und den Deckel sofort verschließen.
Mittwoch, 20. August 2014

[Rezension] Kühles Kuchenglück - Kuchen ohne Backen & Himbeer- Zitronen- Törtchen

Torten, Kuchen & Co. ohne backen sind zwar keine Neuerung mehr, aber immer wieder eine interessante Alternative, wenn es draußen heiß ist und/oder der Backofen aus bleiben soll. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: der Backofen bleibt aus, die Wohnung erwärmt sich an den besonders heißen Tagen dadurch nicht unnötig und die Torte, die man aus dem Kühlschrank holt, schmeckt herrlich (er)frisch(end), kühl und geben einem nicht das Gefühl wie ein dicker Felsbrocken im Magen zu liegen.

Die Zubereitung ist in den meisten Fällen leicht bis kinderleicht und die Torte macht sich im Kühlschrank quasi selbst, sodass man sie kurz vor dem Verzehr höchstens nur noch ein wenig dekorieren muss. Ideal, oder?

       Copyright: Chandima Soysa, Jan Thorbecke Verlag

Das Buch Kühles Kuchenglück - Kuchen ohne Backen von Marco Seifried, erschienen im Thorbecke Verlag ist dabei ein idealer Begleiter für den Sommer und/oder, wenn der Ofen aus bleiben soll, weil die Lust zu backen derzeit Ferien macht. Neben eine kurzer Einleitung gibt es ein paar Tricks über den richtigen Umgang mit Zutaten, die dem Leser helfen soll, dass jedes Rezept auch wirklich gelingt. Gut, wer schon länger mit Gelatine und zerbröselten Keksen arbeitet, kann dieses Kapitel auslassen, für Unerfahrene sind das jedoch wertvolle Hinweise. Grundsätzlich wird kein großes Können vorausgesetzt, um die Rezepte umsetzen zu können und jeder, der gerne bäckt (wobei "backen" hier ja weniger zutrifft), wird mit den Rezepten Erfolg haben. Denn die ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen machen das Vorgehen unmissverständlich klar.

Gegliedert ist das Buch - abgesehen von Einleitung&Tricks - in sechs Kapitel, sodass eigentlich für jedes Schleckermäulchen und für jeden Anlass was dabei sein sollte. Fruchttiger erfreuen sich im Kapitel Frisch&Fruchtig zum Beipsiel an Heidelbeer-Vanille Schnitten. Darf es Für Schokoladenfans vielleicht ein Weißer Schokotraum mit Johannisbeeren sein? Oder Für leuchtende Kinderaugen etwa DEN Klassiker der Kühlschranktorten, den Kalten Hund? Im Kapitel Süße Minis zum Mitnehmen winken ideale Mitbringsel und Geschenkideen, wie zum Beispiel Panna Cotta Trifle Torte im Glas, die leicht zu verpacken und mitzunehmen sind. Bekommt ihr Gäste und braucht Leckeres zum Dessert? Kein Problem mit Triamisu- Törtchen! Kühle Kuchen im wahrsten Sinn sind aber nicht nur was für den Sommer! Auch im Winter und zu jeder Jahreszeit gibt es Festtags-Highlights. Wie wäre es zu Weihnachten beispielsweise mit einer Punschtorte mit Preiselbeeren?

Das macht das Buch für mich so interessant. Denn geschmacklich entstehen so für jeden Anlass die passenden Torten und Desserts. Kühlschranktorten sind längst nicht mehr nur was für den Sommer, durch entsprechende Aromen gibt es auch attraktive Rezepte für den Winter.

Auf jeder Doppelseite findet man ein Rezept mit einer farblich hervorgehobenen Zutatenliste und jeweils einem ganzseitigen und aussagekräftigen Foto, das dazu anregt Rezepte nachzumachen. Das Buch ist trotz einem kleinen Kritikpunkt eine willkommene Alternative zu den bekannten Frischkäse-Torten, die mit wenig Geschick leicht umgesetzt werden können.

Ich persönlich bin kein Fan von Obst aus der Dose. Für mich ist es zu süß und unnatürlich. So werden zum Beispiel bei der Birne Helene- Torte laut Zutatenliste Birnen aus der Dose verwendet. Aber ein Rezept ist ja kein Befehl, also wer wie ich kein Dosenobst will, nimmt einfach frisches!

Himbeer- Zitronen- Törtchen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Himbeer- Zitronen- Törtchen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Hängen geblieben bin ich beim ersten Durchblättern ganz besonders bei einem Rezept. Und ihr wisst ja wie das so ist: die erste Eingebung ist meist die richtige! Ich kann nur sagen: Volltreffer!
Probiert habe ich aus diesem Buch die Himbeer- Zitronen- Törtchen, die nicht nur erfrischend- zitronig schmecken, sondern durch die Beeren auch noch sehr fruchtig sind. Allerdings haben diese Teilchen auch einen entscheidenden Nachteil: sie sind gefährlich! Sehr gefährlich! Allerhöchstes Suchpotential! Eben weil sie so klein, handlich und mit nur wenigen Bissen im Mund sind, ist man dazu geneigt noch eines zu essen.. und dann noch eines... und noch eines... letzten Endes wundert man sich, wo denn all die Törtchen hin sind, es waren doch so viele da! Tja... Ich weiß wo sie sind! ;)

Himbeer- Zitronen- Törtchen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Himbeer- Zitronen- Törtchen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Soll ich euch was sagen? Mit Heidelbeeren schmeckt das Törtchen mindestens genauso gut! Und wenn ihr lustig seid, dann nehmt Kirschen oder Erdbeeren oder welche Beeren auch immer ihr mögt! 

Für 12 Törtchen:

- 200 g Biskotten
- 100 g Butter
- 15 g Stärke
- 3 Eigelb
- 100 ml Zitronensaft, frisch gepresst
- 1 TL abgriebene Zitronenschale
- 250 ml Obers
- 80 g Zucker
- etwa 300 g Himbeeren 
(oder 150 g Himbeeren und 150 g Heidelbeeren)
- etwa 70 g Kuvertüre

Zunächst die Mulden eines Muffinblechs mit Frischhaltefolie auslegen.
Die Butter zerlassen, die Biskotten in einem Gefrierbeutel mit einem Nudelholz fein zerbröseln.
Die Brösel mit der Butter gut vermischen und gleichmäßig auf die Mulden verteilen. Die Bröselmasse mit den Fingern gut andrücken und etwa 45 Minuten in den Kühlschrank geben.

Nun die Creme vorbereiten. Dafür die Stärke mit 50 ml vom Zitronensaft verrühren. Obers gemeinsam mit dem Zucker aufkochen und die angerührte Stärke einrühren. Aufkochen lassen. Den restlichen Zitronensaft und die Zitronenschale einrühren und alles etwa 1 Minute weiter köcheln lassen.

2 bis 3 EL der Creme mit den Eigelben verrühren und dann unter die Zitronencreme rühren. Wieder aufkochen lassen und dabei ständig rühren. Die Creme etwas abkühlen lassen.

Das Muffinblech wieder aus dem Kühschrank holen und die Creme gleichmäßig auf die Mulden verteilen. Abgedeckt im Kühlschrank für mehrere Stunden kalt stellen, bis die Creme fest geworden ist.

Für die Dekoration die Beeren waschen und auf den Törtchen verteilen. Die Kuvertüre in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen und in einen kleinen Gefrierbeutel füllen. Eine ganz kleine Ecke abschneiden und die Kuvertüre über die Törtchen spritzen in Streifen.

Bis zum Servieren kühl stellen.

Vielen Dank an den Thorbecke Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Marco Seifried
Kühles Kuchenglück - Kuchen ohne Backen
1. Auflage 2014
88 Seiten
Hardcover
ISBN: 978-3-7995-0527-7
€ 14,99
Montag, 18. August 2014

Apfeleistee mit Himbeeren

Es gibt bei mir grundsätzlich zwei Arten wie ich zu einer Idee oder zu einem Rezept komme. Ok, es gibt noch ein paar andere Möglichkeiten, aber die beiden folgenden passieren so zu 95%.

Also entweder ich werde auf sämtlichen Kanälen überhäuft mit tollen Bildern und dazugehörigen Rezepten. Damit meine ich andere Blogs (und davon lese ich wirklich viele), Bücher, Zeitschriften, Youtubekanäle, Speisekarten in Restaurants oder ich sehe irgendwas in irgendeiner Kochsendung. Ja, ich gebe es zu. Manchmal schaue ich mir sowas gern an. Ganz witzig finde ich das perfekte Dinner.

Ihr seht schon, das führt unweigerlich dazu, dass meine TBL immer weiter wächst. Und zugegeben... da ist noch lange nicht alles drauf. In meiner Favoritenliste habe ich einen eigenen Ordner nur für Rezepte, die ich alle nachkochen und -backen möchte. Die Rezepte in diesem Ordner werden leider auch nicht weniger... eher im Gegenteil. Manchmal schaffe ich es gleich etwas daraus zu machen, manchmal dauert es eine halbe Ewigkeit. Und manchmal reizt mich ein Rezept doch nicht mehr so sehr und dann lösche ich es wieder. Aber dieser Fall kommt so selten vor, die Chance im Lotto zu gewinnen ist wahrscheinlich höher. Ich bezweifle ja auch, dass ich es in diesem Leben noch schaffen werde alle Rezepte nachzumachen.

Und dann gibt es ja auch noch meine Rezeptemappe, die laufend gefüttert wird... Ach, das führt jetzt alles zu weit. Was ich damit aber sagen möchte: ich bin eine unverbesserliche Rezeptesammlerin. Das ist wie eine Sucht. Irgendwann habe ich damit angefangen und seitdem höre ich nicht mehr auf. Gibt es da draußen irgendwo eine Selbsthilfegruppe für AR (=Anonyme Rezeptesammler)? Ich würde nämlich sehr gerne beitreten!

Apfeleistee, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Wenn ich allerdings nicht gerade auf sämtlichen mir verfügbaren Kanälen Inspiration hole, dann überrascht mich der Geistesblitz, wenn ich ihn wirklich nicht brauchen kann. Nämlich genau dann, wenn ich gerade gemütlichst im Bett liege und schon kurz vor dem Eingang ins Land der Träume stehe. Dann wird die Müdigkeit, die mich gerade wie eine weiche, kuschelige Decke umhüllen wollte vertrieben von der Idee, die natürlich nie alleine daher kommt. Hand in Hand geht sie mit der Aufmerksamkeit und gemeinsam jagen sie mich wieder aus dem Bett, weil ich plötzlich wieder hellwach bin und mein Hirn erst wieder von Wachmodus auf Schlafmodus umstellt, wenn ich die Idee zumindest notiert habe. Dass mein müder und - zugegeben - schlaffer Körper zu später Stunde mich aus dem Bett heben muss, ist meinem Hirn dabei vollkommen egal. Die. Idee. MUSS. notiert. werden. Rufzeichen!

Zwar glaube ich immer, dass es eine Idee ist, die mir urplötzlich einfährt. Die Wahrheit ist wohl aber eher, dass ich irgendwann mal irgendwas gesehen und im Hinterstübchen für später gespeichert habe - vielleicht im Vorbeigehen, vielleicht beim Durchblättern einer Zeitschrift, vielleicht bei einer Freundin, ich weiß es im Nachhinein nie so genau. Bis ich aber dazu komme diesen Gedanken wieder hervorzukramen aus der verstecktesten Ecke meines rezeptegesättigten Gehirns, sind schon wieder so viele andere dazu gekommen, dass jeder Gedanke den vorangegangenen überdeckt. Und natürlich ist jeder Gedanke immer besser als der vorige, sonst würden mir ja wohl nicht immer bessere Ideen einfallen, oder? Und der allererste Gedanke, den ich hatte, kommt dann irgendwann in der Nacht raus, weil das scheinbar die einzige ideale Möglichkeit für mein Hinterstübchen ist auch mal zu Wort zu kommen. Dass ich genau dann aber recht wenig Interesse daran habe, ist wohl egal. Aber mich fragt ja auch keiner...

Besagte Idee tarnte sich in diesem Fall kürzlich als Eistee. Muss ja nicht immer Schwarztee sein, schoss es mir ein, als ich gerade dabei war mir die Decke über den Kopf zu ziehen. Was zum...? Achso. Logisch. Eistee. War ja klar. Aber warum jetzt? Warum mitten in der Nacht? Ich bin doch schon so müde. Erst hab ich überlegt, ob ich es diesmal bleiben lassen soll und ich meinen Gedankenblitz sich selbst überlasse, aber wer glaubt, dass das hinhaut und ich ruhig einschlafen kann, der irrt. Es hilft alles nix. Also... aufstehen, Idee notieren, wieder ins Bett gehen schlurfen und alles auf den nächsten Tag vertagen. So der Plan.

Am nächsten Tag dauerte es übrigens nicht sehr lange, denn ich hatte ganz konkrete Vorstellungen wie mein Eistee sein sollte. Früchtetee auf Basis von Hibiskusblüten. Apfel. Himbeeren.
Nadine von Dreierlei Liebelei hat ein Rezept, das meinem gewünschten schon sehr nahe kommt.

Apfeleistee, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Das Schöne daran ist, wie immer, dass man den Grad der Süße selbst bestimmen kann und eigentlich kein zusätzlicher Zucker benötigt wird. Denn der Sirup, der noch rein kommt, enthält genug Zucker, um den Eistee die perfekte Süße zu verleihen. Geschmacklich ist der Eistee wohl weniger klassisch, er erinnert eher an Limonade als an Eistee. Aber das liegt vermutlich am fehlenden Schwarztee...

Und weil ich grade so viel von plötzlichen Ideen gesprochen habe... hier noch ein paar Geistesblitze:
- wie wäre es mit Ribiselsirup statt Himbeersirup?
- oder mit Holunder?
- oder mit Cranberrysaft?
- oder... ach, ich lass es lieber. Das dauert sonst noch ewig heute.

Apfeleistee, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Für etwas mehr als 1 Liter Eistee:

- 750 ml Wasser
- 7 TL losen Früchtetee auf Hibiskusblütenbasis
- 200 ml Apfelsaft
- 100 ml Himbeersirup
- Saft einer halben Zitrone
- ein paar frische Himbeeren
- ein paar Apfelspalten
- Eiswürfel

Das Wasser zum Kochen bringen, den Tee in einen Teebeutel geben und 7 bis 8 Minuten ziehen lassen.

Den Tee mit dem Apfelsaft und dem Sirup vermischen und gut umrühen.
Vollständig abkühlen lassen.

Zum Servieren den Eistee in eine Karaffe füllen, Eiswürfel und frische Himbeeren hineingeben und mit Apfelspalten garnieren... oder ebenfalls in den Eistee geben.

Mittwoch, 13. August 2014

Marillen- Kirsch Marmelade

Ja ja, die Marmelade und ich... nerve ich euch schon damit? Das Thema ist für mich noch nicht ganz ausgeschöpft. Gäbe es auf der Uni ein Studium der Einkochwissenschaften, hätte ich schon längst meinen Doktor und das Thema meiner Dissertation wäre dann wohl "Über Konsistenz und Geschmack der perfekten Marmelade". 


Marillen- Kirsch Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Wenn es um Marmelade geht, bin ich nämlich nicht nur bei der Konsistenz sehr wählerisch - um nicht zu sagen divenhaft. Nein! Auch der Geschmack ist bei mir ganz ganz wichtig. So mag ich zum Beispiel Marillenmarmelade pur gar nicht. Zumindest nicht auf meinem Brot. Von mir aus zum Einstreichen von Torten, aber dann wird das Einsatzgebiet von Marillenmarmelade bei mir schon wieder recht dünn.

Will mir jemand ein Glas Marillenmarmelade schenken, werde ich immer ein bisschen nervös und suche nach Ausreden - so fadenscheinig sie auch sein mögen - nuuuur, damit ich das Glas nicht nach Hause tragen muss. Dann ist meine Handtasche plötzlich zu klein für so ein riiiieeesen Glas, mein Weg führt mich urplötzlich nicht direkt nach Hause und daher kann ich das Glas leider, leider nicht mitnehmen. Ihr seht, wenn es um Marillenmarmelade geht, bin ich um keine Ausrede verlegen.

Und das, obwohl ich Marillen sehr gerne esse. Am liebsten esse ich sie sonnengereift direkt vom Baum. Auch die überreifen, die schon zu Boden gefallen sind esse ich sehr gerne... aber nur, wenn sie nicht schon von selbst in Richtung Komposthaufen wandern, wenn ihr versteht...
Selbst für Marillenkuchen vom Blech kann ich mich begeistern - vor allem für den von meiner Arbeitskollegin, die aus diesem einfachen Kuchen ein wahres Kunststück macht! Nur bei der Marmelade beginnt es dann bei mir zu hapern...
(Aber gut, es soll ja auch Menschen geben, die gerne Tomaten essen, aber keine getrockneten *hüstel*.)

Ganz abgesehen davon finde ich Marmeladen mit nur einer Obstsorte ohnehin ein bisschen fad. Nur Erdbeere oder nur Himbeere oder nur Kirsche? Ich weiß nicht...ich erwarte mir halt ein bisschen mehr. Ich habe einfach gern ein bisschen Extravaganz auf meinem Frühstücksbrot. Und da muss mir die Marmelade schon mehr bieten als den reinen Geschmack nur einer Frucht.

Das Problem an der Sache ist dann meistens, dass die Sorten, die mir so in den Sinn kommen (grundsätzlich vor dem Schlafengehen) im Geschäft nicht erhältlich sind. Nicht, weil sie sonderlich ausgefallen wären, sondern weil sie einfach so nicht hergestellt werden. Mir bleibt daher nur eines: selber einkochen.
Ha! Das ist Plan B 2.0! Sollte es mit meiner ersten Karriere und meiner Karriere als Saftmixerin auch nicht klappen, dann verticke ich einfach Marmelade!

Moment, das muss ich schnell notieren... 


Marillen- Kirsch Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Also... die Marmelade... die muss ich euch noch zeigen, bevor die Saison zu Ende ist. Diese Marillen- Kirsch Marmelade ist wohl die zweitbeste Marmelade, die ich in diesem Sommer gemacht habe. (Die beste zeige ich euch bald.)
Und was ist daran nun so toll? Zu den Marillen gesellen sich nämlich noch Kirschen. Dass dieses Duo einfach zusammen gehört, habe ich euch ja schon hier einmal gezeigt. Mit mir ist einfach gut Kirschen essen. Wenn ich grade keine Marillen zum Nasche zu Hause habe, dann findet man ziemlich sicher Kirschen bei mir. Im Idealfall natürlich beides.

Marillen- Kirsch Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Bevor ich Kirschen esse, sortiere ich sie vorher übrigens. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und so werden die zusammenhängenden zunächst auf die Seite gelegt. Die schmecken nämlich viel besser. Natürlich ist das nur Einbildung, das weiß ich selbst. Aber ich jeder von uns hat wohl so seine Art  diverse Lebensmittel zu vernaschen - ich verweise an dieser Stelle auf die Oreos! 
Die Kirschzwillinge schmücken zuerst meine Ohren und dürfen jedenfalls erst aufgegessen werden, wenn die Kirscheinzelkinder alle aufgefuttert sind. 

Marillen- Kirsch Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Glaubt mir, so schmecken die Kirschen wirklich viel besser! In diesem Sinne: Kirschohrringe für alle! Ich gebe eine Runde aus! 

Für die Marmelade:
(für 6 Gläser à 210 ml)

- 400 g Kirschen, bereits entsteint. 
- 600 g Marillen, bereits entsteint
- 1/2 TL Nelken, gemahlen 
- 500 g Gelierzucker 2:1

Zunächst die Gläser sterilisieren. Dafür die ausgespülten Gläser mit den Deckeln im Backofen bei 120 Grad etwa 15 bis 20 Minuten keimfrei machen.

Die Marillen und die Kirschen pürieren und mit dem Zucker und dem Nelkenpulver in einen großen Topf geben und zum Kochen bringen.

(Wer allerdings keine Stücke möchte wie ich, streicht das Fruchtmus vorher durch ein Sieb, bevor alles mit dem Zucker in den Topf kommt.)

Alles für ca. 7 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei immer wieder umrühren.

Gelierprobe machen: ein paar Tropfen von der Marmelade auf einen Teller geben. Wird die Marmelade beim Erkalten fest, ist sie fertig. Bleibt sie flüssig, noch 1 bis 2 Minuten weiterkochen.

Heiß in die sterilisierten Gläser füllen und den Deckel sofort verschließen.

Freitag, 8. August 2014

Grießkuchen mit Früchten

Leute, ich sag' euch was... heute könnt ihr euren Mixer im Schrank lassen! Nehmt euch 5 Minuten Zeit, schwingt kurz mal den Schneebesen und dann knallt euch wieder auf die Couch, auf den Balkon, in den Garten, oder wohin auch immer. Ja, ehrlich wahr... der Kuchen geht so ruckizucki, dass sogar die Backzeit länger ist als die gesamte Vorbereitungszeit. Von solchen Kuchen bin ich ja ein richtiger Fan. Wenn es mal richtig schnell gehen muss, sind solche Rezepte nahezu unbezahlbar. (Notiz an mich selbst: mehr einfache Rezepte probieren!)

Für diesen Kuchen muss man nicht besonders talentiert sein zum Backen, denn den Schneebesen kann jeder schwingen. Selbst den muffeligsten Oberbackmuffel of the world kann man zu diesem Kuchen motivieren, weil er so herrlich einfach ist. Man nehme ein bisschen Grieß, ein bisschen Joghurt und noch zwei, drei andere Zutaten, ein bisschen Obst seiner Wahl und schon wird der Kuchen in den Ofen geschubst.

Grießkuchen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Begeistert bin ich allerdings nicht nur ob seiner Einfachheit, nein... der Kuchen ist belegt mit Früchten der pure Sommer!
Entdeckt habe ich ihn bereits letztes Jahr im Spätherbst bei Rike von Lykkelig. Kuchen, die mich am meisten reizen fallen mir immer genau dann in die Hände, wenn der Moment grade besonders unpassend ist. Sommerkuchen finde ich prinzipiell nur im Winter und Winterkuchen fallen mir generell nur im Sommer in den Schoß. Was nun aber lange währt, wird endlich gut. Denn den sommerlichsten aller Kuchen aus der Kategorie easypeasy, den ich seit langem gemacht habe, zeige ich euch heute.

Während Rike Nektarinen und Ribiseln genommen hat, waren mir die Himbeeren und Heidelbeeren dann doch ein bisschen lieber. Und außerdem passen sie ja auch so hervorragend zu den Nektarinen! Toll stelle ich mir den Kuchen auch mit Nektarinen und Brombeeren vor. Oder mit Kirschen und Himbeeren. Oder mit Erdbeeren und Pfirsichen. Oder... Ach, ihr könnt nehmen was ihr grade in Reichweite habt und euch besonders gut schmeckt.

Grießkuchen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Gut, man muss bei diesem Kuchen zugegebenermaßen etwas für Grieß übrig haben, ansonsten wird das mit einer Freundschaft zu diesem Kuchen nix. Ich weiß, ich weiß... mit Grieß ist das immer so eine Sache, da gibt es keine Grauzone. Da gibt es nur ein Yummy oder ein Igitt, aber kein Schulterzucken. Bei mir fällt das Verhältnis zu Grieß wohl in die erste Kategorie. Und WIIIEEE ich in die erste Kategorie falle! Kein Wunder also, dass dieser Kuchen genau der richtige ist für mich...

...und auch für meine Mama, die ein richtiger Grießjunkie ist! Aber da fällt der Apfel wohl nicht weit vom Stamm.

Grießkuchen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Bevor ich nun aber zum Ratzfatzrezept komme, hier noch eine kleine Anekdote:
Wer von euch glaubt an sowas wie Schicksal? Egal, wie ihr es nennt.. aber ich bin davon überzeugt, dass alles im Leben seinen Sinn hat. Auch, wenn die Dinge noch so klein und unbedeutend erscheinen mögen und sich der Sinn oft nicht sofort erschließt... aber ALLES hat seinen Sinn und Platz im Leben.

Gebacken habe ich diesen Kuchen nämlich schon vor einigen Wochen. Genauer gesagt, habe ich diesen Kuchen mittlerweile zum dritten Mal gebacken. Das erste Mal irgendwann im Juni in der Arbeit an einem Samstag als mich die Langeweile von hinten überfiel und das schlechte Wetter von vorne sowieso alle meine Pläne durchkreuzte. Ganz, ganz schlechte Kombination also... Und da ich aber wusste, dass ich irgendwo im Hinterkopf noch ein Rezept hatte (bzw. genau wusste wo ich es finde), das so einfach und schnell zu machen ist, habe ich so schnell wie noch nie in meinem Leben die Einkaufsliste geschrieben und war mit dem Kuchen auch schon wieder fertig, als das Wetter der Meinung war, dass es nun doch an der Zeit wäre sich wieder ein bisschen zu beruhigen.

Ganz angetan von diesem Kuchen (nicht nur ich, sondern alle anderen auch!) beschloss ich, dass dieser Kuchen eines nachmittags die Kuchentafel zieren sollte, wenn meine Mama zu Besuch kommt.
Tja, gesagt, getan... meine Mama war zwar schon da, aber aaaaaaaalles easy, der Kuchen geht ja schnell. Schwups, da war er drin im Ofen und schwups, da lag er beim Rausnehmen aus selbigem auch schon auf dem Küchenboden. Scheisse! (Jawohl!) Es gibt Momente im Leben, da ist eine ordentliche Schimpftirade absolut angebracht. Und SO ein Moment zählt für mich auf jeden Fall dazu!

Denn eigentlich wollte ich meiner Mama einen oberleckeren superfruchtigen Kuchen hinstellen mit Zutaten, auf die sie wirklich abfährt und eigentlich wollte ich diesen auch noch verbloggen... aber Pustekuchen, denn daraus wurde erstmal nichts.
Und das war im Nachhinein betrachtet auch gut so. Denn hätte ich diesen Kuchen schon verbloggt, welchen hätte ich sonst - mal wieder auf den letzten Drücker - bei meiner Lieblingschallegene von Clara einreichen sollen, die sich für die ichbacksmir- Aktion im Juli das Thema Sommerkuchen ausgedacht hat? Seht ihr! Alles im Leben hat seinen Sinn! Sag ich doch.

Grießkuchen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Für ein kleines Blech:

- eine handvoll Himbeeren
- eine handvoll Heidelbeeren
(oder sonst irgendein Obst eurer Wahl)
- eine große Nektarine
- 50 g Butter
- 250 g griech. Joghurt
- 2 Eier
- 80 g Zucker
- etwas Vanille
- 1 TL Backpulver
- 100 g Grieß
- 100 g Mehl

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Backform fetten und bemehlen.

Nektarine waschen, vom Kern befreien und in dünne Streifen schneiden. Die Beeren (oder das Obst eurer Wahl) waschen und trocknen.

Die Butter zerlassen.

In einer Schüssel Mehl und Grieß abwiegen und mit dem Backpulver vermischen.

In einer zweiten Schüssel Joghurt, Zucker, Vanille und Eier mit einem Schneebesen verrühren, bis alles homogen ist. Nun die zerlassene Butter dazugeben und gut verrühren.

Die Grieß-Mehl-Mischung zur Joghurt-Masse geben und alles gut verrühren,bis wieder alles glatt ist.

Nun den Teig in die Backform geben und glatt streichen. Das Obst darauf verteilen und auf mittlerer Schiene etwa 35 Minuten backen. Stäbchenprobe!

Warm oder kalt genießen, mit Vanilleeis oder nur so, bestreut mit Zucker oder unbestreut... wie ihr eben grade lustig seid.

Montag, 4. August 2014

Heidelbeer- Pfirsich Eistee

Wenn man einen Blick in meine Küche und in den Kühlschrank wirft, könnte man meinen, ich hätte die Saftabteilung in einem Supermarkt ausgeraubt. Oder! Oder, ich hätte ein eigenes Geschäft nur für Saft! Hätte ich sowas, würde ich den Laden wohl "Saftladen" nennen. Klingt doch gut, oder? (Memo an mich selbst: Klappt deine Karriere nicht, kannst du immer noch Saft verkaufen!)
Ich meine, bei mir ist wirklich alles voll. Knallvoll. Mit Säften aller Art.. Eistee, Limonade, Sirup... So voll, dass ich kaum Platz habe für andere Dinge.Vor allem im Kühlschrank herrscht derzeit akuter Platzmangel, sodass ich nur Lebensmittel unterbringen kann, die sich zwischen Flaschen und Krüge quetschen lassen.

Heidelbeer- Pfirsicht Eistee, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Im Moment überkommt mich nämlich grade so eine Welle ein Tsunami, der mich dazu bringt Säfte und Getränke wie am Fließband in der heimischen Küche selbst herzustellen. Das... und Marmeladen.
Könnte ich mich nur flüssig ernähren, würde ich wohl die nächsten Jahre ohne Probleme auskommen, selbst wenn plötzlich ein globaler akuter Saftnotstand eintreten würde. Ich würde mit Sicherheit nicht verdursten. Und dann könnte ich den saftlosen Menschen dieser Welt meine Säfte teuer verkaufen. Muahaha, das ist der Masterplan, sollte es mal mit der Welt bergab gehen und keine Getränke mehr vorhanden sein!

Heidelbeer- Pfirsicht Eistee, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Glaubt ihr nicht? Na, dann sollte ich vielleicht eine Saft-Woche starten auf meinem Blog. Mit diesem Gedanken habe ich schon mal gespielt. Was meint ihr? 7 Tage - 7 Getränke? Wäre das was? Ich habe nämlich so viel in petto, dass ich gar nicht mehr weiß wohin damit. Selbst meine Freundin hat letztens nicht schlecht gestaunt, als sie bei mir war und ich ihr was zu trinken angeboten habe.
Als gute Gastgeberin biete ich natürlich erstmal was zu trinken an. "Möchtest du was trinken?" - "Klar. Was hast du?" - "Alles! Was willst du?". Es herrschte zunächst Ratlosigkeit. Ok, das sollte ich vielleicht genauer ausführen. Und dann begann ich mein gesamtes Angebot an flüssiger Erfrischung aufzuzählen bis ich einen Knoten in der Zunge hatte und meiner Freundin der Kopf rauchte...

Ich bin derzeit so arg drauf, dass mir - wenn ich erstmal am Werk bin - ständig neue Ideen kommen. Da helfen nur vier Dinge: aufschreiben, aufschreiben, aufschreiben... und auf's nächste Jahr vertagen. Denn so viele Ideen kann ich in diesem Sommer wohl nicht mehr umsetzen. Nicht, ohne dabei völlig im Saftchaos zu ertrinken.

Heidelbeer- Pfirsicht Eistee, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Ich bin mir sicher, dass ich noch den einen oder anderen Saft/Eistee/wasauchimmer machen werde, weil es so schnell geht, es so herrlich einfach ist... und trinken müssen wir schließlich immer. Bevor ich aber mein nächstes Projekt starte, gieße ich mir noch ein Gläschen von diesem Heidelbeer- Pfirsich Eistee ein.

Die Basis für diesen Eistee bildet wieder Schwarztee. Ich trinke am liebsten Ceylon, aber ihr könnt ja den nehmen, der euch am besten schmeckt. Pfirsich passt hervorragend zu Schwarztee - die Mischung ist (neben Zitrone) wohl ein Klassiker. Und zusammen mit dem Heidelbeersaft ist der Eistee sowieso wieder ein Knaller...
... aber ich bin ja auch ein alter Eisteejunkie und somit kein Maßstab.

Für den Eistee:
(etwas mehr als 1 Liter)

- 250 ml Heidelbeersaft
- 100 ml Pfirsichsirup
- 750 ml Wasser
- 6 TL losen Schwarztee
(welche Sorte ihr am liebsten trinkt)
- Saft von 1 Zitrone
- ein Pfirsich und ein paar Heidelbeeren für die Deko

Das Wasser kochen, den Tee in einen Teebeutel geben und ziehen lassen. Nach der Ziehzeit den Teebeutel entfernen und nach Belieben den Tee süßen. Aber seid vorsichtig, durch den Saft und den Sirup wird der Tee noch gesüßt. 

Den Tee nun  vollständig auskühlen lassen.

Zitronensaft, Heidelbeersaft und Pfirsichsirup zugeben und gut verrühren. 

Für die Deko den Pfirsich in Spalten schneiden, die Heidelbeeren waschen und in den Eistee geben. 
Und was fehlt dem Eistee noch? Richtig! Die Eiswürfel! Nehmt so viele ihr mögt... aber aufpassen, dass er dann nicht zu sehr verwässert! 

Einschenken, genießen, Prost!