Mittwoch, 13. August 2014

Marillen- Kirsch Marmelade

Ja ja, die Marmelade und ich... nerve ich euch schon damit? Das Thema ist für mich noch nicht ganz ausgeschöpft. Gäbe es auf der Uni ein Studium der Einkochwissenschaften, hätte ich schon längst meinen Doktor und das Thema meiner Dissertation wäre dann wohl "Über Konsistenz und Geschmack der perfekten Marmelade". 


Marillen- Kirsch Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Wenn es um Marmelade geht, bin ich nämlich nicht nur bei der Konsistenz sehr wählerisch - um nicht zu sagen divenhaft. Nein! Auch der Geschmack ist bei mir ganz ganz wichtig. So mag ich zum Beispiel Marillenmarmelade pur gar nicht. Zumindest nicht auf meinem Brot. Von mir aus zum Einstreichen von Torten, aber dann wird das Einsatzgebiet von Marillenmarmelade bei mir schon wieder recht dünn.

Will mir jemand ein Glas Marillenmarmelade schenken, werde ich immer ein bisschen nervös und suche nach Ausreden - so fadenscheinig sie auch sein mögen - nuuuur, damit ich das Glas nicht nach Hause tragen muss. Dann ist meine Handtasche plötzlich zu klein für so ein riiiieeesen Glas, mein Weg führt mich urplötzlich nicht direkt nach Hause und daher kann ich das Glas leider, leider nicht mitnehmen. Ihr seht, wenn es um Marillenmarmelade geht, bin ich um keine Ausrede verlegen.

Und das, obwohl ich Marillen sehr gerne esse. Am liebsten esse ich sie sonnengereift direkt vom Baum. Auch die überreifen, die schon zu Boden gefallen sind esse ich sehr gerne... aber nur, wenn sie nicht schon von selbst in Richtung Komposthaufen wandern, wenn ihr versteht...
Selbst für Marillenkuchen vom Blech kann ich mich begeistern - vor allem für den von meiner Arbeitskollegin, die aus diesem einfachen Kuchen ein wahres Kunststück macht! Nur bei der Marmelade beginnt es dann bei mir zu hapern...
(Aber gut, es soll ja auch Menschen geben, die gerne Tomaten essen, aber keine getrockneten *hüstel*.)

Ganz abgesehen davon finde ich Marmeladen mit nur einer Obstsorte ohnehin ein bisschen fad. Nur Erdbeere oder nur Himbeere oder nur Kirsche? Ich weiß nicht...ich erwarte mir halt ein bisschen mehr. Ich habe einfach gern ein bisschen Extravaganz auf meinem Frühstücksbrot. Und da muss mir die Marmelade schon mehr bieten als den reinen Geschmack nur einer Frucht.

Das Problem an der Sache ist dann meistens, dass die Sorten, die mir so in den Sinn kommen (grundsätzlich vor dem Schlafengehen) im Geschäft nicht erhältlich sind. Nicht, weil sie sonderlich ausgefallen wären, sondern weil sie einfach so nicht hergestellt werden. Mir bleibt daher nur eines: selber einkochen.
Ha! Das ist Plan B 2.0! Sollte es mit meiner ersten Karriere und meiner Karriere als Saftmixerin auch nicht klappen, dann verticke ich einfach Marmelade!

Moment, das muss ich schnell notieren... 


Marillen- Kirsch Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Also... die Marmelade... die muss ich euch noch zeigen, bevor die Saison zu Ende ist. Diese Marillen- Kirsch Marmelade ist wohl die zweitbeste Marmelade, die ich in diesem Sommer gemacht habe. (Die beste zeige ich euch bald.)
Und was ist daran nun so toll? Zu den Marillen gesellen sich nämlich noch Kirschen. Dass dieses Duo einfach zusammen gehört, habe ich euch ja schon hier einmal gezeigt. Mit mir ist einfach gut Kirschen essen. Wenn ich grade keine Marillen zum Nasche zu Hause habe, dann findet man ziemlich sicher Kirschen bei mir. Im Idealfall natürlich beides.

Marillen- Kirsch Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Bevor ich Kirschen esse, sortiere ich sie vorher übrigens. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und so werden die zusammenhängenden zunächst auf die Seite gelegt. Die schmecken nämlich viel besser. Natürlich ist das nur Einbildung, das weiß ich selbst. Aber ich jeder von uns hat wohl so seine Art  diverse Lebensmittel zu vernaschen - ich verweise an dieser Stelle auf die Oreos! 
Die Kirschzwillinge schmücken zuerst meine Ohren und dürfen jedenfalls erst aufgegessen werden, wenn die Kirscheinzelkinder alle aufgefuttert sind. 

Marillen- Kirsch Marmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Glaubt mir, so schmecken die Kirschen wirklich viel besser! In diesem Sinne: Kirschohrringe für alle! Ich gebe eine Runde aus! 

Für die Marmelade:
(für 6 Gläser à 210 ml)

- 400 g Kirschen, bereits entsteint. 
- 600 g Marillen, bereits entsteint
- 1/2 TL Nelken, gemahlen 
- 500 g Gelierzucker 2:1

Zunächst die Gläser sterilisieren. Dafür die ausgespülten Gläser mit den Deckeln im Backofen bei 120 Grad etwa 15 bis 20 Minuten keimfrei machen.

Die Marillen und die Kirschen pürieren und mit dem Zucker und dem Nelkenpulver in einen großen Topf geben und zum Kochen bringen.

(Wer allerdings keine Stücke möchte wie ich, streicht das Fruchtmus vorher durch ein Sieb, bevor alles mit dem Zucker in den Topf kommt.)

Alles für ca. 7 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei immer wieder umrühren.

Gelierprobe machen: ein paar Tropfen von der Marmelade auf einen Teller geben. Wird die Marmelade beim Erkalten fest, ist sie fertig. Bleibt sie flüssig, noch 1 bis 2 Minuten weiterkochen.

Heiß in die sterilisierten Gläser füllen und den Deckel sofort verschließen.

Kommentare:

  1. Kirschohrringe für alle! Schöner Artikel. :-)

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  2. Liebe Viktoria, das sieht super lecker aus:-)Ich habe Dich für den Liebsten Blog Award nominiert:-) Ich hoffe das freut Dich und hoffe, dass Du mit machst:-) -> http://siasoulfood.blogspot.de/2014/08/mirabellen-streuseltaler-liebster-blog.html
    Viele liebe Grüße
    Sia

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