Donnerstag, 30. Oktober 2014

[Themenwoche] Kürbis- Orangen Marmelade

Oh Gott, jetzt kommt sie schon wieder mit einer Marmelade daher! Echt jetzt?
Jaaaa! Echt jetzt! Ich höre euch seufzen und sehe eure Augen rollen... bis hier her! Aber da müsst ihr jetzt durch! Zum Abschluss meiner Kürbiswoche schieße ich den Vogel nochmal komplett ab! Ich finde nämlich, ihr hattet genug Marmeldenverschnaufpause, daher kann ich mir den heutigen Beitrag ruhigen Gewissens erlauben.

Nur, damit ihr nicht vergesst mit wem ihr es zu tun habt, bzw. für alle, die mich noch nicht so gut kennen, stelle ich mich nochmal kurz vor: Gestatten, mein Name ist Viktoria, ich bin einkochsüchtig und liebe Marmelade.

Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss und so habe ich mir die Krönung der ganzen Aktion für heute aufgehoben. Aber dann seid ihr entlassen und dürft euch vom Kürbisfieber, dass hier vorherrscht, erholen und durchatmen... bis zum nächsten Kürbisrezept *hust*. Nutzt die Gunst der Stunde, denn das nächste kommt schneller, als euch lieb ist... und mir wahrscheinlich auch.

Kürbismarmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Die Wahrheit ist, dass ich eigentlich gar keine Marmelade machen wollte. Der heutige Beitrag sollte eigentlich "Kürbis Cheesecake Brownies" als Überschrift haben. Aber ihr wisst ja wie das mit dem Wort eigentlich so ist. Eigentlich hauen viele Dinge nämlich nie hin!
Gemacht habe ich die Brownies mit einer wunderbar orangefarbenen Cheesecakeschicht schon letztens, als meine Mama zu Besuch war. Superlecker, superschokoladig, aber auch superreichhaltig. Tja, einen Teil habe ich meiner Mama mitgegeben als Wegzehrung und einen Teil hab ich natürlich selbst vernascht. Und genau das war dann auch das Problem... beim letzten Stück blickte ich traurig auf den letzten kümmerlichen Rest der einst so großen Portion und dachte mir Verdammt, da war ja noch was. Ganz genau! Ich habe vergessen Fotos zu machen. Ok, nochmal backen wollte ich die Dinger dann auch nicht unbedingt und so habe ich es meiner großen Vorliebe für's Marmelade kochen, meiner Gabe sowieso immer alle Pläne über den Haufen zu werfen und spontan alles anders zu machen und meinem Talent als Super-Schussel-des-Jahrhunderts zu verdanken, dass es heute eben Marmelade gibt. Aber wisst ihr was? Damit bin ich mindestens genauso glücklich, wenn nicht sogar noch glücklicher!

Die Brownies werde ich aber mit Sicherheit nochmal machen... und dann denke ich rechtzeitig an die Bilder! Versprochen!

Kürbismarmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Diese Marmelade ist - das muss ich zugeben - etwas bodenständiger und weniger sommerlich-fruchtig-leicht. Aber gut, mittlerweile darf das ja schon sein, denn das Wetter zwingt uns derzeit in die dicken Jacken und bis zu Handschuhen und Hauben dauert es nicht mehr lange. Bodenständiges, von innen wärmendes Essen ist in den kommenden Monaten die absolute Lebensgrundlage. Gut, die Marmelade wärmt zwar nicht von innen, erinnert aber sehr an den Herbst und die damit verbundenen kalten Tage.

Um der ganzen Sache doch noch ein wenig Frische zu verleihen, habe ich Orangensaft dazu gegeben. Wer es winterlicher mag, bzw. mit dem Gedanken spielt die Marmelade zu verschenken, gibt für die Extrawürze noch Lebkuchengewürz rein.
Und wem die Idee mit dem Orangensaft nicht so sonderlich zusagt, der schaut einfach mal bei Zuckerschnee vorbei, denn dort  gibt es eine Kürbismarmelade mit Apfel!

Kürbismarmelade, Viktoria's [Kitchen] Secrets

So, nun hoffe ich, dass in der vergangenen Woche für jeden von euch was dabei war und ich entlasse euch nun hochoffiziell wieder in die Freiheit, in eine Welt, die nicht nur aus Kürbissen besteht.

PS: Kommt euch der Kürbis schon bei den Ohren raus? Mir noch nicht, mein Durchhaltevermögen ist geradezu grenzenlos!

Für die Marmelade:
(6 Gläser à 210ml)

- 700g Kürbispüree
- 300 ml Orangensaft, frisch gepresst
(- optional: Abrieb einer unbehandelten Orange)
- 1 TL Lebkuchengewürz
- 500 g Gelierzucker 2:1

Zunächst die Gläser und die Deckel sterilisieren.

Alle Zutaten in einen großen Topf geben und aufkochen lassen. Für etwa 7 bis 8 Minuten sprudelnd kochen lassen. Gelierprobe machen, um zu testen, ob die Marmelade schon fertig ist!
Dafür ein bis zwei Tropfen Marmelade auf einen kalten Teller geben. Wird sie rasch fest, ist sie fertig. Falls nicht, noch ein bis zwei Minuten weiterkochen lassen.

Die fertige Marmelade in die sauberen Gläser füllen und sofort verschließen.

Auf den Kopf stellen ist nicht nötig. 
Mittwoch, 29. Oktober 2014

[Themenwoche] Kürbis- Cheesecake im Glas

Ich habe mir in meiner ganzen Karriere als Hobbybäckerin noch nie eine Backzeitschrift gekauft. Eigentlich unglaublich, oder? Auf so ziemlich jedem Blog lese ich von allen erdenklichen Zeitschriften und wenn nicht pünktlich zum Erscheinungsdatum die neueste Ausgabe am Tisch liegt, werden da so einige schon ein wenig... sagen wir mal unrund. Und was mache ich? Nichts! Ich weiß nicht wieso es mich bisher so kalt gelassen hat, aber Backzeitschriften waren mir bisher immer sowas von schnuppe. Daran bin ich blind vorbei gelaufen und all die schön gestalteten Cover haben mich nicht die Bohne interessiert.

Kürbis- Cheesecake im Glas, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Bis zu dem Tag, an dem mich aus dem Zeitschriftenregal meiner Lieblingsbuchhandlung die Sweet Dreams anlachte und mir lächelnd zurief "Kauf mich, kauf mich!". Kann man da wirklich noch nein sagen? Schwer! Spätestens da wurde mir schlagartig klar was es mit dem Hype um Backzeitschriften so auf sich hat... Die Aug/Sept/Okt- Ausgabe erstrahlte so hell in orange mit einem passenden dunkelbraunen Hintergrund, das Cover war einfach so schön anzusehen... Ich griff nach der Zeitschrift, blätterte ein wenig darin und war regelrecht schockverliebt. Die Zeitschrift wanderte sehr rasch in mein Eigentum über und seither hege und pflege ich sie wie einen Schatz. Kann man ehrlich auf eine Zeitschrift so abfahren? Um ein bisschen zu verdeutlichen was ich meine... Für gewöhnlich reiße ich aus anderen Zeitschriften, die gratis sind und mir so zufliegen die Rezepte raus, die mir gefallen und den Rest entsorge ich. Bei der Sweet Dreams hingegen bin ich sogar so sorgfältig mit dem Umblättern, dass sie noch immer aussieht wie druckfrisch! Und wehe dem, der mit fettigen, dreckigen Fingern auf meine Zeitschrift greift! Der hat dann nämlich bald keine mehr!

Ich weiß, ich bin damit wirklich sehr spät dran, denn für die meisten ist  die Sweet Dreams schon ein alter Hut und erzeugt wohl nicht mehr solche Glücksgefühle wie bei mir. Aber habt ihr in der Herbstausgabe geblättert? All diese wunderbaren Kürbisrezepte! KÜÜÜÜRBIIIIS!!!!
Langsam begriff ich, dass nun auch ich von dem Fieber gepackt wurde und künftig wohl jede neue Ausgabe mein Eigen nennen werde. Das war er also... der Startschuss für meine quartalsmäßige Pilgerreise zur Buchhandlung meines Vertrauens mit dem Ziel so ein heiß begehrtes Exemplar in den Händen halten zu dürfen.

Kürbis- Cheesecake im Glas, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Und wisst ihr was ich gemacht habe, als ich davon Wind bekommen habe, dass die neue Nov/Dez- Ausgabe rausgekommen ist? Fast schon panisch habe ich alles stehen und liegen gelassen und bin zur nächsten Buchhandlung gefahren, in der Hoffnung noch ein Exemplar zu ergattern. Irre, oder?

Ginge es nach der Sweet Dreams und meiner Kürbislust, könnte ich locker noch eine zweite Kürbiswoche dranhängen. Aber ich will den Bogen ja nicht überspannen und beglücke euch nur mit einem Rezept aus der Herbstausgabe... zumindest vorerst mal. Wie ich mich kenne, kann ich mich aber kaum beherrschen. Also, sollten irgendwann im November die Nachwehen der Kürbiswoche kommen, verdreht bitte nicht die Augen. (Nur mal so als kleine Vorwarnung für den Fall, gell.)

Kürbis- Cheesecake im Glas, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Dass dieses Dessert - wenn ich es mal so nennen darf - ihren Platz in der Zeitschrift gefunden hat, ergibt sich für mich ganz praktisch. Denn so schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: 1. ich kann einen Punkt meiner TBL streichen, nämlich den Cheesecake im Glas UND 2. ich habe damit auch noch einen idealen Beitrag für meine Kürbiswoche! Wenn ich nämlich eine Sache ganz besonders mag, dann ist es die, dass ich mehrere Sachen meiner To-Do-Liste mit einem Schlag erledigen kann. Und meine TBL wird ja auch nicht unbedingt kürzer...

Aber! Um die geht es jetzt nicht! Sonders es geht um einen Knusperboden bestehend aus Vollkornkeksen, verfeinert mit Lebkuchengewürz und einer Creme aus Frischkäse und Kürbis, die unglaublich cremig und wie geschaffen für meine Kürbiswoche ist! Der unbestreitbare Vorteil liegt in jedem Fall darin, dass man es gut vorbereiten kann und der Kühlschrank macht den Rest. Durch die benötigte Kühlzeit kann man sich ruhig schon am Vormittag ans Werk machen und holt es einfach aus dem Kühlschrank, wenn man es braucht, es seinen Gästen kredenzen will oder sich abends damit in aller Gemütlichkeit auf der Couch breit machen möchte zum Schlemmen.

Kürbis- Cheesecake im Glas, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Und für alle, die jetzt vor Neugierde schon fast platzen: Ja, ich habe die neue Ausgabe ergattert!

Für den Cheesecake im Glas:
(4  Portionen à 120ml)

Für den Boden: 

- 80 g Vollkornkekse 
(ich habe welche mit Orange und Apfel genommen)
- 2 EL weiche Butter
- 1 EL brauner  Zucker
- 1/4 TL Lebkuchengewürz

Für die Creme:
- 125 g Kürbispüree
- 115 g Frischkäse
- 1 TL Lebkuchengewürz
- 100 ml Kondensmilch
- 2 bis 3 EL Zucker (nach Geschmack)
- 150 ml Obers
- 3 Bl. Gelatine 

Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und fein zerbröseln. Mit der weichen Butter, dem Zucker und dem Gewürz vermischen. Die Brösel auf die vier Gläser verteilen und etwas flach drücken.

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Obers steif schlagen.

Frischkäse mit dm Zucker mixen, bis alles glatt ist. Gelatine bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren erhitzen und mit dem Kürbispüree und dem Lebkuchengewürz gut vermischen.

Das Püree zum Frischkäse geben und nur so lange mixen, bis alles gut vermengt ist. Kondensmilch unterheben, am Schluss das steif geschlagene Obers.

Die Creme auf  die vier Gläser verteilen und in den Kühlschrank stellen bis die Creme fest geworden ist.

Was die Deko angeht... da könnt ihr euch austoben. Ich habe einen Klecks Obers aufgespritzt und mit Lebkuchengewürz bestäubt. Ihr könnt aber noch übrige Keksbrösel drüber streuen.... oder einfach gar nichts...

Dienstag, 28. Oktober 2014

[Themenwoche] Heiße weiße Schokolade mit Gewürzkürbissirup

Geht ihr zu Starbucks? Ich nicht! Nicht einmal, wenn es der letzte Kaffee auf Gottes Erden wäre, würde ich in eine Filiale reingehen und einen Becher braunes Wasser mit einer bestenfalls homöopathischen Dosis Kaffee kaufen. Das ist - offen gestanden - noch die netteste Formulierung, die ich dafür finde.

Bloß einmal im Jahr wird meine Neugierde geweckt und ich linse in jede Filiale rein, ja klebe schon fast mit dem kompletten Gesicht an der Scheibe, an der ich so vorbeilaufe. Warum? Na, weil es dann den weltberühmten Pumpkin Spice Latte gibt. Für mich zwar noch immer kein Grund reinzugehen, aber Interesse ist vorhanden. Die ganze Welt spricht davon, man sieht nur noch die weißen Becher mit der grünen Aufschrift und kann sich schon denken, welches Gebräu sich darin befindet. Da muss doch was dran sein, wenn plötzlich alles und jeder eine Pilgerreise zum nächstbesten Starbucks unternimmt, nur um einen Becher der heiß begehrten Flüssigkeit zu ergattern.

Heiße weiße Schoko mit Kürbisgewürzsirup, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Heiße weiße Schoko mit Kürbisgewürzsirup, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Aber welchen Zauber umgibt dieser Gassenhauer, der jeden Herbst fast schon psychotrop auf die Menschheit wirkt, die sie sich regelmäßig mit Pumpkin Spice Latte die volle Dröhnung gibt? Echt. Müsst ihr mal beobachten. Menschen, die missmutig sämtliche Standorte stürmen und grinsend und leicht wie eine Feder wieder raushüpfen. Was ist da bloß drin?
Freilich habe ich natürlich vollstes Verständnis für solche Zustände, denn mir geht es mit Kürbis ja nicht anders, wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin zu euch... und zu mir selbst.

So hadere ich also jedes Jahr mit mir, ob ich diesem Unternehmen nicht doch nochmal eine zweite Chance geben soll, scheitere aber immer wieder an dem Moralapostel in mir, der bereits mit der Keule in der Hand auf mich wartet und mich windelweich prügelt, wenn ich auch nur eine kleine Zehe reinsetze...

Die einzige Alternative, wenn ich so einen Kaffee mit Gewürzen und Kürbis mal probieren möchte: ich muss die Katze im Sack kaufen.
Aber was sollte mir denn schon großartig passieren? Außer, dass ich am Ende vielleicht ein bisschen Zeit, Energie, Zutaten und somit Geld verschwendet habe, falls mir der Sirup nicht schmecken sollte. Aber diese Chance betrachtete ich von vornherein als verschwindend gering, denn hey, ihr wisst ja... der Kürbis und ich... wir sind ganz dicke Buddies!

Heiße weiße Schoko mit Kürbisgewürzsirup, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Die Gogglesuche und ein Einkauf später brachten mich sehr schnell zu der Erkenntnis, dass dieser Sirup ein Traum ist! NIE im Leben hätte ich gedacht, dass Kürbis im Kaffee so herrlich schmecken kann. Ich weiß, am Anfang fand ich den Gedanken daran auch etwas, äh, seltsam, aber probiert es aus!
Rezepte für so einen Sirup findet ihr im Internet haufenweise, egal, ob ihr den englischen oder deutschen Suchbegriff eintippt. Um euch die Suche ein wenig zu erleichtern, ich selbst habe mich an an diesem Rezept orientiert, das ich über mehrere Ecken bei Miri's Kitchen gefunden habe. Wer es allerdings ein bisschen einfacher haben möchte und/oder nicht so viele Gewürze zu Hause hat, der kann es machen wie Maja von moey's kitchen und statt dem riesigen Berg an Gewürzen einfach Lebkuchengewürz nehmen.

Und wieso steht in der Überschrift heiße weiße Schokolade, wenn ich jetzt die ganze Zeit vom Kaffee fasel? Ich habe an den meisten Tagen in der Woche Vormittagsfreizeit und somit ausreichend Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Das lasse ich mir natürlich keinesfalls nehmen und freue mich jeden Morgen aufs Neue darauf. Ich sage euch, das ist bei mir schon eine richtige Zeremonie. Und zu dieser Zeremonie gehört dazu, dass ich gegen Ende meines fast schon kaiserlichen Frühstücks den Laptop aufdrehe, an meinem Kaffee schlürfe und mal die Bloggerwelt abgrase. Im Klartext bedeutet dass, dass ich mal bei bloglovin' reinschaue, um zu sehen, was ich über Nacht so auf den anderen Blogs verpasst habe.

Ich saß also da mit meinem Pumpkin Spice Latte in der Hand, surfte durch die Bloggerwelt und dann war es auf einmal da... bei Nina von Kaffee&Cupcakes! Was für ein Traum! Mir war sofort klar, dass ich am nächsten Morgen keinen Kaffee trinken werden, sondern genau DAS!

Und das ist der Grund, warum es heute keinen Kaffee mit Gewürzkürbissirup gibt, sondern heiße weiße Schokolade. Denn Kaffee kann ja jeder...
Vor allem aber ist es eine willkommene Alternative für alle Nicht-Kaffeetrinker!

Diese heiße Schokolade ist zugegeben sehr süß und mehr als eine kleine bis maximal mittelgroße Tasse könnt ihr davon nicht trinken, aber es ist wirklich jeden Schluck wert! Also seid ein bisschen gnädig zu euch, trinkt es vielleicht nicht unbedingt zum Frühstück, sondern irgendwann mal am Nachmittag statt dem Kuchen, legt euch hinterher auf die Couch und seid einfach nur glücklich!

Heiße weiße Schoko mit Kürbisgewürzsirup, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Damit ihr euch aber überhaupt so ein glückspendendes Getränk zaubern könnt, braucht ihr erstmal den dazugehörigen Sirup! Und der geht so...

Für den Sirup:

- 200 g Kürbispüree
- 300 ml Wasser
- 200 g brauner Zucker
- das Mark einer Vanilleschote
- jeweils 1/2 TL Piment, Nelken, Muskatnuss, Ingwer
- etwa 1/4 TL Kardamom
- etwas Sternanis
- 1 1/2 TL Zimt

[Für das Kürbispüree einfach einen Kürbis in Stücke schneiden und im Ofen bei 180 Grad etwa eine halbe Stunde garen, bis die Stücke weich sind. Danach pürieren und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Alternativ können die Stücke auch mit ganz wenig Wasser im Topf gekocht und anschließend püriert werden.]

Für den Sirup das Wasser und den Zucker in einen Topf geben und erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat. Das Mark der Vanilleschote, mitsamt der Schote, den anderen Gewürzen und dem Kürbispüree zum Läuterzucker geben und etwa 10 Minuten nur ganz schwach köcheln lassen.

Danach den Sirup durch ein Sieb gießen und in saubere Flaschen füllen, auskühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. (Gut verschlossen hält er etwa 4 Wochen.)

Zum letzten bisschen Glück fehlt nun nicht mehr viel, ihr braucht jetzt nur noch wenige Zutaten.

Für eine große, bzw. zwei kleine Tassen:

- 250 ml Milch
- 50 g weiße Schokolade
- 4 bis 6 EL Gewürzkürbissirup (nach Geschmack)
- evt. Obers für die Dekoration plus noch extra Sirup

Milch und Schokolade in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze erwärmen, bis sich die Schokolade aufgelöst hat.

Den Sirup dazu geben und alles gut verrühren. Nun auf zwei Tassen aufteilen oder alles selbst trinken.

Wer will, garniert die heiße Schokolade noch mit Obers und träufelt noch zusätzlich Sirup darüber.

Zusätzlicher Zucker ist wirklich nicht nötig, da die Schokolade und der Sirup ohnehin extrem süß sind.

Montag, 27. Oktober 2014

[Themenwoche] Kürbis- Schoko Cookies

So, jetzt gibt es kein zurück mehr. Der Herbst ist sowas von da, dass selbst der kleinste Hoffnungsschimmer in uns einsehen muss, dass die Sonne und die angenehm warmen 25 Grad so schnell nicht mehr zurück kommen. Der September war so schnell um, mittlerweile ist es Ende Oktober und ich will ja nicht das böse W-Wort in den Mund nehmen, aber es winkt schon ganz heftig mit beiden Ärmchen! Seht ihr es auch? Es winkt uns nämlich in Form von Spekulatius und Lebkuchen in den Supermarktregalen und ruft uns getarnt als Christbaumkugeln in den Dekogeschäften fröhlich zu und summt bereits die Melodie von Jingle Bells. Und falls ihr es nicht bereits getan habt, dann ist jetzt die Gelegenheit eure Sommerkleidchen und Sandalen einzumotten und die Jacken aus der letzten Ecke hervorzukramen, denn eines verspreche ich euch: die Sonne sehen wir jetzt für einige Zeit nicht mehr so häufig!

Aber ein bisschen Zeit haben wir ja noch, also lasst uns den Herbst noch genießen, denn die stressige Zeit kommt noch früh genug. Bis dahin ruhen wir uns gemütlich auf der Couch aus mit einem warmen Getränk und einem herrlich herbstlichen Cookie, der uns gemächlich durch den Herbst bringt und uns langsam, aber sicher daran erinnert, dass die kommenden Monate wieder schweinekalt werden. Wie ihr wisst, fällt mir das alles aber ein bisschen schwer. Ich habe ja noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich den Herbst nicht so mag. Allerdings rettet mich der Kürbis jedes Jahr aus meinem Herbstverdruss und schenkt mir wieder ein bisschen Freude, sodass auch ich diese Zeit ohne bleibende Schäden überstehen kann.

Kürbis- Schoko Cookies, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Kürbis- Schoko Cookies, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Und da meine Kürbiswoche ja grade im vollen Gange ist, habe ich natürlich Cookies mit Kürbis für euch. Entdeckt habe ich sie bereits letztes Jahr bei Sally's Baking Addiction - ein englischsprachiger Blog, den ich sehr gerne lese - und sie in die Warteschleife verbannt. Weil ich euch in diesem Jahr die Kürbisrezepte nur so um die Ohren haue, muss auch dieses dabei sein.

Ehrlich. Müssen sie. Als ausgesprochener Cookiesfan kann ich euch diese Teilchen nur schwer ans Herz legen. Mit meiner derzeitigen Lieblingszutat bekommen sie nicht nur eine wunderbare Farbe, sondern schmecken auch noch so schön nach Herbst. Das Aroma vom Kürbis ist dabei wie immer nicht so prominent und abgeschmeckt mit den richtigen Gewürzen ergibt alles eine wunderbare Note, die jeden Herbstblues vertreibt.
Dazu kommt, dass sie so unglaublich weich sind, dass man sich am liebsten in ein Bett aus Cookies reinlegen möchte. Durch das Kürbispüree bleiben sie recht feucht, ihr werdet also keine knackig- knusprigen Cookies damit backen können, sondern eher welche, die vom Mundgefühl her mehr an Kuchen als an Cookies erinnern. Der Kern ist dabei saftig und weich, nur der Rand ein wenig knusprig - genau so wie ich es eben am liebsten mag! Welche Konsistenz habt ihr denn so am liebsten bei den Cookies?

Kürbis- Schoko Cookies, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Kürbis- Schoko Cookies, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Achja, bevor ich es vergesse...
Seht ihr meine äh, kunstvolle Handschrift auf der Schiefertafel? Ja, das hab ich geschrieben. Mit einem Kreidestift. Ich weiß, hat jetzt alles nix mit den Cookies zu tun... ich muss das nur kurz loswerden.

Also, meine Mama hat mir im Sommer - es muss um meinen Geburtstag herum gewesen sein - eine Packung von diesen Kreidestiften mitgebracht. Freudestrahlend hat sie mich gefragt, ob ich sie denn brauchen könnte für meine Schiefertafel, die sie mal auf einem Foto hier auf dem Blog gesehen hat. Juhu, dachte ich mir, dann muss ich mir selbst keine kaufen und legte sie in die Kiste zu dem anderen Schreib- und Bürokram.

Nein, ich habe sie seither nicht vergessen, ich habe immer nur zu spät daran gedacht. Bis heute.
Der Moment schien mir sehr passend, ich habe - wie so oft - gänzlich auf Deko verzichtet, so ein Schriftzug aber würde das Bild noch ein wenig aufpeppen. Also... Stifte ausgepackt, den weißen rausgenommen und losgekritzelt. Sage und schreibe 7 Anläufe - in Worten: sieben Anläufe - hat es gebraucht, bis ich mit dem Herz und der Größe der Buchstaben zufrieden war.
Na gut, da muss ich wohl noch ein bisschen üben, aber ich habe die Schiefertafel heute nicht zum letzten Mal verwendet...

Kürbis- Schoko Cookies, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Für die Cookies:
(etwa 18 Stück)

- 100 g Butter
- 75 g Zucker
- 75 g brauner Zucker
- 120 g Kürbispüree
- 180 g Mehl
- je 1 TL Vanillezucker und Zimt
- etwas Backpulver
- je eine kräftige Prise Salz, Muskatnuss, Nelken und Piment 
- 80 bis 100 g Schokotropfen oder Zartbitterschokolade

Wenn ihr Zartbitterschokolade verwendet, dann hackt ihr diese zunächst in grobe Stücke.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Butter zerlassen und mit den beiden Zuckersorten schaumig schlagen. Kürbispüree und sämtliche Gewürze untermischen. Danach das Mehl und das Backpulver dazu geben und unterheben.

Am Ende die Schokolade unterheben.

Auf das Backblech Teigkugeln setzen, dabei aber genügend Abstand lassen, da die Cookies beim Backen stark auseinander laufen.

Auf mittlerer Schiene etwa 12 bis 14 Minuten backen. Nach dem Backen auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.
Sonntag, 26. Oktober 2014

[Gastbeitrag, Themenwoche] Süße Kartoffel-Kürbis-Plätzchen mit Apfelkompott

Nach einer kurzen Verschnaufpause gestern geht es heute froh und munter weiter mit meiner Kürbiswoche! Heute darf ich eine weitere Gastbloggerin bei mir begrüßen.
Anna von Weil's glücklich macht ist zwar erst vor 3 Monaten unter die Blogger gegangen, aber ich war von der ersten Sekunde an überzeugt. Liebevoll gestaltete Beiträge und anregende Rezepte verleiten einen zum Lesen und Schwelgen... und zum Glücklichsein! ;) Klickt mal bei ihr rein und überzeugt euch selbst.

So, jetzt lasse ich aber Anna zu Wort kommen, denn sie hat euch wirklich ein tolles Rezept mitgebracht, auf das ich selbst so wahrscheinlich nie gekommen wäre!

Liebe Leser von Viktoria's [Kitchen] Secrets,
ich freue mich wahnsinnig hier bei Viktoria einen Gastbeitrag schreiben zu dürfen. Zum einen weil dies auch noch eine Premiere für mich ist, denn es ist mein allererster Gastbeitrag bei einem anderen Blogger und zum anderen freu ich mich es auf einem schönen Blog wie dem von Viktoria tun zu dürfen. So damit ihr auch wisst, mit wem ihr es nun zu tun habt, stell ich mich mal kurz vor. Ich bin Anna und blogge seit Juli auf Weil's glücklich macht. Schon seit meiner Kindheit backe und koche ich leidenschaftlich gerne und als ich dann irgendwann feststellte, dass ich es liebe, das eben gekochte und gebackene schön anzurichten und Fotos davon zu machen, bekam ich die Lust, diese Fotos mit der Welt zu teilen. Auf meinem Blog findet ihr Rezepte, die glücklich machen und zwischendurch gibt es auch immer mal wieder Reisefotografie oder andere Gedanken und Dinge, die das Leben schöner machen.
Ich habe mir für Viktorias Themenwoche ein Rezept überlegt, das es bei mir in der Familie eigentlich schon länger gibt aber ich habe es etwas abgewandelt und an das Thema angepasst. So könnt ihr euch nun freuen auf
Süße Kartoffel-Kürbis-Plätzchen mit Apfelkompott
Süße Kartoffel-Kürbis-Plätzchen mit Apfelkompott, Weil's glücklich macht
 Zutaten:
250 g Kartoffeln
350 g Hokkaido-Kürbis (in Spalten, ohne Kerne)
250 g Mehl
2 Eier
100 g Haselnüsse
1 Prise Salz
1 Prise Lebkuchengewürz
1 Prise Zimt
3 mittelgroße Äpfel
1 EL braunen Rohrzucker
Süße Kartoffel-Kürbis-Plätzchen mit Apfelkompott, Weil's glücklich macht
Zubereitung:
Die Kartoffeln kochen. Die Kürbisspalten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und bei 200°C 45 Minuten im Ofen backen, bis sie ganz weich sind. Die Kartoffeln schälen und mit einer Gabel oder Kartoffelpresse zerdrücken. Den Kürbis aus dem Ofen holen und kurz auskühlen lassen, sonst verbrennt man sich leicht. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden und mit dem Zucker und etwas Wasser ca 20 Minuten kochen. Am Ende, wenn die Äpfel weich sind, nach Belieben Zimt unterrühren. Dann das weiche Fleisch des Kürbis von der Schale schaben und zu den Kartoffeln geben. Mehl, die zwei Eier und die Gewürze zugeben und alles gut verkneten. Nicht wundern, die Masse ist relativ klebrig. Nun die Haselnüsse mit einem großen Messer hacken und in einen Suppenteller geben. Zum Braten der Plätzchen eine beschichtete Pfanne bereitstellen und Bratöl darin erhitzen. Nun mit einem Esslöffel etwa die Menge, die auf den Löffel passt, von der Masse abstechen, in die Haselnüsse legen, zu Küchlein formen und in die Pfanne legen. Die Hitze sehr reduzieren, sonst sind sie außen zu schnell braun, innen aber noch nicht durch. Jede Seite sollte mindestens 5 Minuten braten.
Wenn alle Plätzchen gebraten sind, mit dem Apfelkompott servieren und schmecken lassen!
Süße Kartoffel-Kürbis-Plätzchen mit Apfelkompott, Weil's glücklich macht
So, nun möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei der lieben Viktoria bedanken, dass ich bei ihr einen Gastbeitrag schreiben durfte! Ich hoffe euch hat das Rezept gefallen und ihr habt viel Spaß und guten Appetit beim Nachkochen!
Liebe Anna, tausend Dank, dass du mich heute hier besucht hast und mir so ein wunderbares Rezept mitgebracht und damit meine Kürbiswoche unterstützt hast! Auch wenn es deinen Blog erst seit wenigen Monaten gibt, mag ich ihn jetzt schon sehr. Von so tollen Bildern und so viel Charme hätte ich am Anfang nur träumen können. Ich hoffe, dass es deinen Blog noch sehr lange geben wird, denn mich macht er auf jeden Fall glücklich!

Freitag, 24. Oktober 2014

[Gastbeitrag, Themenwoche] Süßes Kürbisbrot

Ich hoffe, ihr habt die Ruhe vor dem Sturm genossen! Denn ich habe es euch ja bereits angekündigt und heute mache ich meine Drohung wahr! Die Kürbisflut kommt!
Ok, klingt jetzt ein wenig überdramatisch, ist aber halb so wild. In meinem Kürbiswahn hatte ich irgendwann den Geistesblitz, dass ich doch mal eine Themenwoche hier auf meinem Blog machen könnte. Eine Woche - ein Thema! Ein Traum, oder? Und was wäre da im Oktober passender? Ha? Na? Richtig geraten!

Da es aber so ganz alleine nicht wirklich Spaß macht, habe ich mir des Weiteren überlegt, dass ich doch mal wieder ein paar Gastblogger einladen könnte! Gedacht, getan und so freue ich mich, dass ich heute meine süße Kürbiswoche mit Sia von Sia's Soulfood eröffnen kann! Bei Über'n Tellerrand hat sie sich bei mir gemeldet, dass sie gerne einen Gastbeitrag beisteuern würde und da sage ich natürlich keinesfalls nein!
Der Name ist bei ihr Programm, denn auf ihrem Blog findet ihr so ziemlich alles was das Herz begehrt, wenn es um Soulfood geht. Und das sage ich jetzt nicht einfach nur so, weil sie heute bei mir zu Gast ist! Nein, nein! Ich habe Rezepte von ihr bereits selbst getestet und ich kann euch nur sagen... schaut bei ihr rein, kocht/backt nach was das Zeug hält, es lohnt sich wirklich!

Umso mehr freue ich mich, dass Sia heute bei mir zu Gast ist mit einem süßen Kürbisbrot, mit dem sie scheinbar meine Gedanken gelesen hat. Denn erst vor ein, zwei Tagen dachte ich mir, dass ich mal wieder was mit Cranberrys machen kann und was macht Sia? Kommt mit einem Kürbisbrot MIT Cranberrys um die Ecke! Als ob sie es geahnt hätte...

So, jetzt aber genug, bitte schenkt eure ganze Aufmerksamkeit nun meiner heutigen Gastbloggerin:

Süßes Kürbisbrot, Sia's Soulfood

Süßes Kürbisbrot, Sia's Soulfood

Liebe Viktoria und liebe Viktoria's [Kitchen] Secrets Leser,
ich freue mich hier bei Viktoria und ihrem Blog Gast zu sein. Zum einen natürlich weil ich die Idee toll finde eine süße Kürbiswoche zu veranstalten und zum anderen weil ich Viktoria und Viktoria´s Blog sehr toll finde. Ihre Rezepte sowie ihr Schreibstil gefallen mir äußerst gut.  Erst einmal ein paar Worte zu mir. Ich blogge seit Mitte März diesen Jahres auf Sia's Soulfood Foodblog. Ich habe wahnsinnig Freude daran. Einfach aus dem Grund weil Kochen und Backen meine Leidenschaft und mein Ausgleich ist. Auf meinem Blog dreht sich alles um das Thema Soulfood. Gerichte, welche  Körper, Geist und Seele gut tun, ein Lächeln auf's Gesicht zu zaubern. Und jetzt komme ich zu meinem leckeren süßen Kürbisbrot mit Cranberries und Haferflocken, welches ich für Viktoria's Kürbiswoche gebacken habe. Das Brot ist sehr sehr lecker und toootal saftig!

Süßes Kürbisbrot, Sia's Soulfood


Süßes Kürbisbrot, Sia's Soulfood

Die Zutaten 
(Kastenform 20x11 cm)
  • 1 Ei
  • 50 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Mehl
  • 25 g feine Haferflocken
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 50 ml Sonnenblumenöl
  • 150 g Kürbispüree (von einem Butternut Kürbis)
  • 50 g getrocknete Cranberries
  • 1 EL Haferflocken zum Bestreuen

Die Zubereitung

  • Den Backofen auf 180C vorheizen. Die Kastenform entweder mit Backpapier auslegen oder einfetten.
  • Ei, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel schaumig schlagen. Das Kürbispüree und das Öl einrühren. Das Mehl mit dem Backpulver, den Hafeflocken und dem Zimt vermischen und ebenfalls einrühren. Alles gut verrühren. Zum Schluss die Cranberries unterrühren.
  • Den Teig in die Form geben, glatt streichen und mit den Haferflocken bestreuen. Das Kürbisbrot auf der mittleren Schiene 40-45 Minuten backen.
  • Nach dem Herausholen das Brot 5 Minuten in der Form lassen, stürzen und vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
  • Das Brot schmeckt auch am nächsten Tag noch sehr frisch und saftig.
Ich hoffe, dass Euch und Dir liebe Viktoria, mein süßes Kürbisbrot gefallen hat. Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß bei der süßen Kürbiswoche.
Vielen lieben Dank, dass ich heute bei dir zu Gast sein darf liebe Viktoria:-)

Liebe Sia, vielen lieben Dank, dass du heute bei mir zu Gast warst und so ein tolles Rezept mitgebracht hast! Es sieht nicht nur wahnsinnig toll aus, sodass ich am liebsten gleich reinbeissen möchte, ich wette, dass es auch so herrlich geduftet hat! Meinen Geschmack hast du in jedem Fall voll und ganz getroffen, denn die Kombination aus Kürbis und Cranberrys klingt äußerst verlockend!
Mittwoch, 22. Oktober 2014

Striezel (Hefezopf) - klassisch, aber gut!

Einen weichen Striezel kann ich das ganz Jahr essen, nicht nur zu Ostern. Für einen flaumigen Striezel frisch aus dem Ofen stehe ich sogar in der Früh extra auf, um einen Teig anzusetzen, damit ich zum Frühstück in ein warmes Stück reinbeißen kann.

Der Weg dahin war aber beschwerlich und steinig. Ich habe ja schon mal erwähnt, dass Germteig und ich früher nicht so dicke Freunde waren.
Wie oft saß ich vor der Schüssel und hüpfte wie ein Cheerleader herum, er möge doch bitte endlich, endlich größer werden. Aber nichts da. Nada. Wie ein kleines bockiges Kind benahm er sich, das aus Protest genau das NICHT macht, was es soll. Nur davon ließ ich mich in der Regel selten unterkriegen (was ich immer wieder bereuen sollte) und arbeitete stur weiter. Ich holte den - wohl gemerkt keinen Zentimeter gewachsenen - Germteig aus der Schüssel, zwang ihn in die Länge und er mich meistens in die Knie. Mit einer Mischung aus Wut und Hoffnung wanderte dieses Etwas in den Ofen und heraus kamen bestenfalls Wurfgeschosse. Trocken, hart und höchstens brauchbar als Munition im Kampf gegen die bösen, bösen Kommentare und  Fragen was denn hier passiert sei. Die Reue kam immer zu spät und ich war nur noch frustriert... Hätte ich damals auf meinen Bauch gehört und diesen Teigklumpen nicht jedes Mal aufs Neue in den Ofen geschoben, hätte ich mir wohl viel Ärger erspart.

Striezel, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Mittlerweile haben wir unser Kriegsbeil aber begraben und der Germteig tut eigentlich immer was ich will. Manchmal meint er allerdings ein bisschen zu gut mit mir.
Ich knete und massiere ihn, er tut mir im Gegenzug den Gefallen und geht ordentlich auf. Ich bereite ihm ein warmes Bettchen und er lässt sich von mir problemlos verarbeiten und klebt nicht. Tolles Team, wir zwei, oder?
Ich knete, rolle, forme und schiebe ihn in den Ofen und dann wird der gute Germteig manchmal ein wenig übermütig und geht auf - und zwar ordentlich. So stark, dass ich das Gefühl habe, dass das Backblech zu klein sein könnte. In meditativer Haltung sitze ich dann vor dem Backrohr, linse durch die Scheibe hinein, bete und hoffe inständig, dass das Wachstum nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite irgendwann abgeschlossen ist. Nicht, dass mich jemand falsch versteht. Germteig MUSS ja ordentlich aufgehen, auch beim Backen. Aber irgendwann ist einfach Schluss mit lustig, denn die Raumkapazität meines Backofens ist irgendwann ausgeschöpft. Ok, so arg ist es nicht, aber diesmal war es schon hart an der Grenze...

Striezel, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Eigentlich wollte ich den Striezel zum Fotografieren auf mein Holzschneidbrett fürs Brot legen. Kennt ihr, oder? Diese Bretter mit so einem Rost für die anfallenden Brösel. Tolles Teil, einfach in der Handhabung, perfekter Untergrund für einen Striezel, um ihn in Szene zu setzen. Ach, das Bild in meinem Kopf war einfach zu schön.
Nur habe ich die Rechnung leider ohne Triebkraft meines Striezels gemacht. Denn der ist so stark aufgegangen in alle Richtungen, dass er nun doppelt so groß ist wie mein Brett und egal wie ich es gedreht und gewendet habe, das Brett passt einfach nicht unter den Striezel. Gut, dann gibt es eben Fotos ohne Schneidbrett, dafür mit einem überdimensional großen Striezel, der kaum aufs Bild passt! Man kann schließlich nicht alles im Leben haben, aber zumindest einen guten Striezel...

Striezel, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Striezel, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Ich flechte meinen Zopf immer mit 6 Strängen, weil mir das Muster so am besten gefällt. Youtube sei Dank ist das auch gar nicht schwer zu lernen. Denn das Videoportal für gefährliches Halbwissen birgt das eine oder andere hilfreiche Video, durch das man so nützliche Dinge lernen kann wie z.B. Striezel flechten. Ich musste mir das Video zugegebenermaßen mehrmals ansehen, bis ich kapiert habe welchen Strang ich über welchen legen muss, aber irgendwann hab ich es verstanden und mittlerweile flechte ich den Striezel fast blind. Übung macht bekanntlich den Meister, also schaut es euch an, es lohnt sich in jedem Fall!

Rezepte für Striezel tummeln sich ja so einige im Netz und in den Koch- und Backbüchern. Ich habe mir das für mich perfekte Rezept mal irgendwo rausgeschrieben und backe meinen Striezel nur nach diesem Rezept. Ich bin damit glücklich und zufrieden und ich hoffe, ihr auch!
Und bevor ich nun zum Rezept komme, hier noch ein kleiner Hinweis: gut eingewickelt und luftdicht verpackt, bleibt der Striezel auch zwei, drei Tage flaumig, weich und trocknet nicht so rasch aus!

Striezel, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Für einen Striezel:

- 500 g Mehl
- 1/2 Würfel frische Germ/Hefe (=21g)
- 100 g Butter
- 2 Eier
- 75 g Zucker
- 250 ml Milch 
- eine großzügige Prise Salz
(- optional: Abrieb einer halben, unbehandelten Zitrone)

- 1 Ei zum Bestreichen 

Die Butter zerlassen. Milch leicht erwärmen und Germ darin auflösen. Die Milch sollte dabei nur lauwarm sein!

Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und mit den Knethaken des Mixers oder mit den Händen zu einem geschmeidigen, glatten Teig kneten. Das dauert gut 10 bis 15 Minuten.
Der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er nicht mehr an den Händen klebt und elastisch ist.

Mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort ohne Zugluft eine Stunde auf das doppelte Volumen aufgehen lassen.

Nach der Gehzeit den Teig aus der Schüssel nehmen, nochmal kurz durchkneten und portionieren. Wenn ihr einen Zopf mit 3 Strängen flechten wollt, braucht ihr - logisch - nur 3 Teile. Für einen Zopf mit 6 Strängen könnt ihr dieser Anleitung folgen ab Minute 1:40 etwa.

Den Zopf auf ein Backblech legen nochmal für eine halbe Stunde abgedeckt rasten lassen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Das Ei verquirrlen und den Zopf damit bestreichen.
Auf mittlerer Schiene etwa 35 Minuten goldbraun backen. Wird der Zopf zu schnell braun, könnt ihr ihn während der Backzeit mit Alufolie abdecken.

Nach der Backzeit dem Striezel auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

Montag, 13. Oktober 2014

Kürbiseis mit Karamellsauce

Kann sich noch jemand an das letzte Jahr erinnern, als ich gesagt habe, dass ihr keine Panik haben müsst und ich euch nicht mit Kürbisrezepten überhäufen werde? Ja?
Tja, ich denke, daraus wird in diesem Jahr nichts. Bei mir ist das Kürbisfieber ausgebrochen und es besteht derzeit keine Chance auf Heilung. In diesen Sinne spreche ich wohl besser eine Warnung aus: 

!Achtung, Achtung!
Kürbisfieber ausgebrochen!
Höchste Ansteckungsgefahr!

Folgende Symptome treten sehr rasch auf:
- plötzliche Vorliebe für alles orangefarbene
- akuter Heißhunger auf alles orangefarbene 

(vorzugsweise in Kombination mit Zimt und anderen Gewürzen)
-  sichtbares Farbspektrum beschränkt auf sämtliche Orangetöne
- eingeschränktes Sehfeld und beschränkt auf kürbisförmige Gegenstände

weiters:
- akute Kuschelanfälle
- plötzliches Bedürfnis nach einer warmen Decke und einem Sofa
- Hardcoreliebesschnulzenschauen im Fernsehen
- dringendes Verlangen nach Soulfood

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage diesen Blog und fragen Sie ihren Arzt Kürbisdealer oder Apotheker mich. 

Wer sich allerdings gerne von mir anstecken lässt, den heiße ich nun herzlich willkommen. Alle anderen schließen bitte sofort ihren Browser und organisieren sich irgendwas ess- oder trinkbares, das nicht orange ist und auch nichts mit Kürbis zu tun hat. 

Kürbiseis mit Karamellsauce, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Ihr wisst ja, der Herbst und ich... wir sind nicht so dicke Freunde. Kopfweh-üble-Laune-Wetter und die mittlerweile merkbar kürzeren Tage tragen nicht besonders viel zu einem Stimmungshoch bei. Ja, ich weiß... das hübsche Laub in allen Farben und das tolle Licht (wenn es nicht gerade regnet und/oder nebelig ist)... bla bla blub... Aber das hilft alles nicht über den Umstand hinweg, dass es einfach nicht meine Zeit ist. Es ist kalt. Ich muss eine Jacke tragen. Die Tage sind so kurz. Ich mag das nicht! 

Und täglich grüßt das Murmeltier? Mir ist natürlich bewusst, dass ich euch all das bereits letztes Jahr schon mal erzählt habe, ich komme aber auch gleich zum Punkt. 
Im Herbst gibt es nämlich Gott sei Dank diese eine Sache, die vielleicht nicht alles, aber vieles rettet, sodass ich dieser Zeit doch zumindest ein bisschen was abgewinnen kann. Es liegt auf der Hand was ich meine. In seiner vollen Pracht liegt er da, der Kürbis, prall, leuchtend und strahlt jeden an, der vorbei geht. Da muss man doch einfach lächeln! 

Hach, ich mag Kürbis einfach so gerne und obwohl ich mir ja ganz, ganz fest vorgenommen habe euch nicht mit Kürbisrezepten zu überhäufen, weil sie euch sonst am Ende noch bei den Ohren rauskommen, schmeisse ich das alles jetzt mal über den Haufen.

Kürbiseis mit Karamellsauce, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Weil es ist nämlich so... als aufmerksame Blog-, Zeitschriften- und Backbuchleserin stechen mir speziell zu Herbstbeginn all diese wunderbaren Rezepte mit Kürbis ins Auge. Und obwohl ich mir bereits im vergangenen Jahr bei vielen gedacht habe, dass sie mit Sicherheit totaaaal lecker schmecken, habe ich bei Weitem nicht alle in meine mittlerweile ellenlange TBL aufgenommen. Aber ihr wisst ja wie das manchmal so ist mit Meinungen und Ansichten, die nicht ganz so fest im Kopf verankert sind. Wenn da nämlich nicht all diese tollen Sachen wären, die mich aus allen Ecken und Enden und in jedem Kanal anspringen würden, hätte ich jetzt nicht das Problem wo ich all diese Inspirationen und Ideen hinstecken soll. Und wer wird es ausbaden? Ihr! Alle, die ihr meinen Blog immer so gerne lest... ich entschuldige mich also lieber schon mal im Vorhinein für die kommende Kürbisflut. Ich habe versucht dagegen anzukämpfen und musste irgendwann einsehen, dass ich den Kampf in diesem Jahr verloren habe. Deshalb gebe ich mich dem Wahn hin und bin wahrscheinlich im November selbst schon ganz orange... 

Kürbiseis mit Karamellsauce, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Den Anfang macht ein wunderbares Kürbiseis, das ich bei paules ki(t)chen entdeckt und nur minimal angepasst habe. Es schmeckt schon ein bisschen nach Herbst (obwohl es ein Eis ist), hat eine feine, aber nicht penetrante Kürbisnote und ist nicht allzu süß. Die Süße kommt dabei eher von der Karamellsauce, die im Handumdrehen und mit nur wenigen Zutaten selbst gemacht ist und wesentlich besser schmeckt, als die gekaufte aus dem Supermarkt. 

Für das Eis: 

- 2 Eier 
- 150 g brauner Zucker
- 250 ml Obers
- 150 ml Milch
- 300 g Kürbispüree
- das Mark einer Vanilleschote
- 1 TL Zimt
- je 1 Prise Salz, Piment, Sternanis, Nelken

Für die Karamellsauce: 

- 150 g brauner Zucker
- 1 EL Butter
- 150 ml Milch
(- optional: das Mark einer halben Vanilleschote)

Die Eier, Zucker, Vanille, Nelken, Salz, Piment und Sternanis mit dem Handmixer 2 bis 3 Minuten schaumig schlagen. 

Milch und Obers zugießen und auf niedriger Stufe mixen. Am Schluss das Kürbispüree dazu geben und ebenfalls gut verrühren. 

Die Eismasse nun in die Eismaschine geben und nach Herstelleranweisung gefrieren lassen.

Wenn das Eis nicht sofort verzehrt wird, das Eis in eine geeignete Schüssel geben und in den Tiefkühler stellen.

[Wer keine Eismaschine besitzt füllt die Masse in eine geeignete Schüssel und stellt sie ins Gefrierfach. Jede halbe Stunde muss mit dem Mixer durchgerührt werden, damit keine Kristalle entstehen und das Eis schön weich und cremig bleibt.]

[Wer gerade ein wenig verzweifelt am Kürbispüree: Kürbis nach Wahl waschen, entsteinen und in Stücke schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Stücke gleichmäßig darauf verteilen. Im Backofen bei 180 Grad garen, bis die Stücke weich sind - dauert maximal eine halbe Stunde. 
Die noch heißen Kürbisstücke in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren. Sofort in sterile Gläser füllen und abkühlen lassen. 
Das ausgekühlte Püree im Kühlschrank aufbewahren.]

Für die Karamellsauce den Zucker in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen. 
Sobald der Zucker zu schmelzen beginnt, mit einem Kochlöffel umrühren und die Butter einrühren. (Jetzt beginnt alles klumpig zu werden - nicht verzweifeln!) 

Obers (und Vanille, wer will) einrühren und weiter rühren. Den Herd ausschalten, den Topf aber auf der Platte stehen lassen. Nun so lange rühren, bis die Sauce cremig wird und sich die Zuckerklumpen gelöst haben. Das dauert etwa 5 Minuten.

[Wer auf Salzkaramell steht, gibt noch etwas fleur de sel dazu.]

Die fertige Sauce in ein sauberes Glas oder in eine saubere Flasche füllen und bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren. 
Sonntag, 5. Oktober 2014

Apfel- Karamell Hand Pies

Du bist nicht du, wenn du hungrig bist ist für mich nicht bloß ein Werbeslogan, sondern fast schon sowas wie eine Lebensweisheit.

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Kennen wir ja alle, oder? Wenn das Frühstück schon besonders lange her ist (falls es überhaupt eines gab) und das Mittagessen aus welchen Gründen auch immer ausgefallen ist. Und dann meldet er sich... damit meine ich nicht den allseits bekannten Heißhunger, der uns dazu verleitet eine ganze Tafel Schokolade auf einmal aufzuessen, nein, ich meine den richtigen Hunger. Ihr wisst schon, die gemeine Sorte Hunger, die im aus den allertiefsten Tiefen unseres Inneren kommt, sich nach oben schleicht und wie ein Erdbeben der Stärke 10 auf der Richterskala zum Vorschein kommt. Dieses Grummeln und Grollen, das sich breit macht und dazu führt, dass man von allen Menschen im Umkreis von 10 Metern angeschaut wird, weil sich das Beben immer weiter ausbreitet und man letztlich irgendwann die Frage gestellt bekommt, ob man denn hungrig sei.

Manchmal schafft man es dann irgendwann zum nächstbesten Supermarkt und kauft sich dort irgendwas magenfüllendes. Hunger mag ja der beste Koch sein, er ist aber mit Sicherheit der schlechteste Einkäufer. Es ist ja jeder schon mal mit Hunger einkaufen gegangen, oder? Falls ihr euch nicht sicher seid, hier ein kleiner Denkanstoß: ihr habt Hunger, wollt ein Schnitzel mit Pommes oder Reis und Salat essen, geht einkaufen und habt dann in der Einkaufstasche 1 kg Bananen, ein Glas Kirschen, 1/2 kg Butter, drei Tafeln Schokolade, 2 Packungen Gummibärchen, 3 l Cola... dafür aber kein Fleisch (für's Schnitzel), keinen Reis oder Pommes und auch keinen Salat. Schon mal erlebt? Ja? Super! DAS passiert, wenn man hungrig einkaufen geht!
Stattdessen gibt es nur irgendwas essbares, das den Magen zwar füllt, aber alles andere als befriedigend ist.

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Und dann kommt sie, die schlechte Laune. Denn sie und der Hunger sind ganz, ganz dicke Freunde. Darf der Hunger zu lange in uns verweilen, dann dauert es nicht besonders lange, bis die üble Laune auch kommt. Das ist so sicher wie das Amen im Gebet.

Kennt ihr auch? Wenn der Blutzuckerspiegel ins tiefste Kellergeschoss rattert, man deswegen schlechte Laune bekommt und die Auswirkungen davon das gesamte Umfeld zu spüren bekommt? Ja? Gut! Denn ich bin eine ganz spezielle Kandidatin dafür! Um Himmelswillen, ich muss etwas essen! Jetzt! Und nicht erst in einer halben oder dreiviertel Stunde! Aber wenn es wirklich immer so einfach wäre...

Hunger! Essen! Jetzt! ist dabei die nächste Lebensweisheit, die ich in Situationen wie diesen beherzigen sollte, um nicht gänzlich dem schonungslosen Hunger zum Opfer zu fallen und in einen Zustand völliger Handlungsunfähigkeit zu fallen.
Dass ich zwar zu allem fähig, aber zu nix zu gebrauchen, sinnlos und grundlos herumpöble (ich entschuldige mich an dieser Stelle bei allen Menschen, die jemals sinnlos blöd angemacht wurden von mir!), vor allem aber vollkommen unleidlich bin, merke ich immer besonders daran, dass die Menschen in meiner Umgebung  aufhören mit mir zu sprechen und mir rasch etwas magenfüllendes besorgen, damit ich zumindest wieder ein, zwei klare Gedanken fassen kann.

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Wusstet ihr, dass es für dieses Zustand sogar mittlerweile eine Wort gibt? Ja, ehrlich! Wenn man nämlich angry, weil hungry ist, dann nennt man das hangry - ok, mit dieser Wortkomposition hat man nun nicht gerade das Rad neu erfunden, trifft den Nagel aber direkt auf den Kopf. Denn es gibt wirklich nur eine einzige Sache auf der ganzen, weiten Welt, die dieses physiologische Grundbedürfnis stillen kann: Essen!

Ich sollte darüber nachdenken, ob ich solche Situationen (vor allem, wenn ich unterwegs bin) in Zukunft besser meiden sollte. Ganz gut würde es mit solchen Hand Pies funktionieren, die rasch eingepackt sind, nicht viel Platz in der Tasche brauchen und den kleinen großen Superbonus haben, dass sie auch noch oberlecker sind. So ist es auch nicht mehr bloß ein Magenfüller!

Bevor ich also mal wieder totaaaaaal hulkmäßig durch die Gegend wüte, dann greife ich beherzt in meine Tasche und zaubere irgendeine Leckerei hervor - vorzugsweise natürlich in Form von Hand Pies... mit Äpfeln und Karamell.

Und der Hunger ist gegessen.


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Die Hand Pies könnt ihr natürlich befüllen wie ihr wollt - eine Alternative wäre zum Beispiel diese hier, die ich bei herzelieb gesehen habe. 

Die Kombination aus Apfel und Karamell ist aber auch sehr empfehlenswert und passt wunderbar zu meiner Lieblingschallenge von tastesheriff, die in diesem Monat nach Apfelkuchenrezepten sucht. 

Für die Hand Pies:
(etwa 15 Stück)

- 300 g Mehl
- 200 g Butter
- 1 Becher Creme fraiche 
- 100 g brauner Zucker

Für die Füllung:

- 2 säuerliche Äpfel
- 3 bis 4 großzügige EL geriebene Mandeln
- 2 bis 3 EL brauner Zucker 
- 3 bis 4 EL Apfelsaft (oder Cider oder Calvados, wenn keine Kinder mitessen) 
- etwa 15 Weichkaramellen 
(etwa 1 pro Hand Pie)

- 1 Eigelb und einen Schuss Obers zum Bestreichen

Aus Mehl, Butter, Creme fraiche und dem Zucker rasch einen Teig kneten. Ist der Teig zu feucht, noch etwas Mehl zugeben - ist er zu trocken, noch etwas Butter zufügen.
In Folie wickeln und etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, das Gehäuse entfernen und kleinwürfelig schneiden. Zusammen mit den Mandeln, dem Zucker und dem Apfelsaft, bzw. Cider oder Calvados in einer Schüssel gut vermischen.

Die Weichkaramellen grob schneiden und alles beiseite stellen.
Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Kreise ausstechen für den Boden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, ein bis zwei TL von der Apfelfüllung darauf geben, ebenso die grob geschnittenen Karamellen darauf verteilen.

Für den Deckel etwas größere Kreise ausstechen - der Boden hat bei mir einen Durchmesser von 8 cm und der Deckel etwa 8,5 cm. Der Deckel muss etwas größer sein, damit er schön abschließen kann mit dem Boden.
In den Deckel müsst ihr außerdem noch Löcher reinmachen - mit einem Keksausstecher, kreuzweise einschneiden, irgendwas... Das ist nötig, damit der entstehende Dampf ausweichen kann und euch die Hand Pies nicht irgendwo aufplatzen.

Den Rand mit den Zinken einer Gabel eindrücken.

Das Eigelb mit einem Schuss Obers glatt rühren und die Hand Pies damit dünn bestreichen.

Im Backofen etwa 20 bis 25 Minuten goldbraun backen. (Dass etwas von der Füllung ausläuft ist übrigens ganz normal.)