Freitag, 28. November 2014

Lebkuchenlikör

Ich habe gestern ein Weihnachtslied rauf und runter gehört! Ok, das ist jetzt keine weltbewegende Neuheit und auch nicht besonders außergewöhnlich... Nein, ich meine nicht Last Christmas von Wham!, das jedes Jahr nervtötend bereits im September aus den Lautsprechern dröhnt und unsere Augen dabei unkontrolliert rollen lässt, weil man sich denkt Ach, ist es denn schon wieder so weit?. Je näher der Dezember kommt, desto kürzer werden die Intervalle, bis dieses Lied am Tag mindestens 1x pro Stunde läuft - Gehörsturz inklusive!

Nein, nein, was ich meine ist, dass ich mir bewusst ein Weihnachtslied ausgesucht und es zu Hause laut gespielt habe. Nicht bei Zimmerlautstärke. Ich meine laut, so richtig laut. Dass kein Nachbar geklingelt und an meiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt hat, grenzt dabei fast schon an ein Wunder. Und wisst ihr was ich dazu gemacht habe? Laut mitgesungen! Wahrscheinlich habe ich das Lied deshalb so laut gespielt, damit ich meinen eigenen Gesang nicht hören muss. Denn grundsätzlich singe ich dreistimmig: laut, falsch, dafür aber mit viel Begeisterung.
Ehrlich, wenn ich anfange zu singen, dann bittet und bettelt mich mein Umfeld kniend an damit wieder aufzuhören, weil es so ohrenbetäubend ist. Na gut, ich kann ja nicht in jedem Bereich talentiert sein...

Lebkuchenlikör, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Na, jedenfalls... dieses Weihnachtslied... das mag ich wirklich sehr. Als öffentlich bekennender Weihnachtsjunkie gehört es für mich natürlich dazu, dass die Weihnachtslieder nur so rauf und runter laufen, dass sich selbst das Christkind die Ohren zuhalten würde, weil es von diesem ganzen Weihnachtsgedusel bei mir zu Hause schon Ohrenschmerzen bekommt.

Am meisten gefallen mir die alten Lieder - gesunden von Frank Sinatra und Co. Aber! Mein allerliebstes Weihnachtslied, das mich einfach immer sofort in die entsprechende Stimmung versetzt, mich absolut glücklich und selig macht, ist Santa Baby im Original gesungen von Eartha Kitt aus dem Jahr 1956. Neunzehnhundertsechsundfünfzig!! Also ein wirklich alter Schinken - alt, aber gut!
(Dieses Lied spiele ich übrigens - je näher der Dezember kommt - in immer kürzer werdenden Intervallen immer und und überall, sodass jeder einfach nur noch unkontrolliert mit den Augen rollt und sich denkt Ach, ist es denn schon wieder so weit?...)

Und während ich so dieses Lied hörte und vor mich hinträllerte, stand ich in der Küche und habe Kekse gebacken. (Die zeige ich euch aber erst am 1. Dezember.) Weil ich dann so voller Elan und bis oben hin voll war mit Weihnachtsstimmung, dass es auf keine Kuhhaut mehr geht, habe ich noch einen Likör zwischen den einzelnen Backblechen aus dem Boden gestampft, den ich eigentlich bereits letztes Jahr machen wollte. Uneigentlich habe ich es - wie so oft - nicht geschafft, denn am Ende der Weihnachtszeit sind immer noch so viele Ideen und Pläne übrig. Jetzt frage ich mich natürlich warum ich es nicht geschafft habe, denn der Aufwand dafür hält sich wirklich sehr in Grenzen und in unter 5 Minuten hat man einen cremigen Likör, der sich idealerweise auch noch als Last-Minute-Geschenk eignet.

Denn letztes Jahr entschied ich mich für Geschenke aus der Küche, die einen entscheidenden Nachteil hatten: die Zeit! Wer nämlich am 23. Dezember noch auf die Idee kommt, dass er ja noch gar kein Geschenk für seine alkohol-affine Tante aus Hintertupfing hat und deswegen dezent Panik schiebt, dem ist mit einem Likör, der 4 Wochen Ziehzeit benötigt, nun wirklich nicht geholfen. Wenn es besonders schnell gehen muss, weil der Hut echt schon brennt und man sich nicht die Blöße geben will (wegen den leeren Händen vorm Weihnachtsbaum und so...), dann sind so Ruckizuckirezepte wirklich wahres Gold wert!

Selbstverständlich könnte man sich ja rechtzeitig um die Geschenke für die Lieben daheim kümmern, aber - und das kann ich gar nicht oft genug betonen - Diamanten entstehen bekanntlich nur unter Druck! (Ich weiß, ich habe diesen Satz schon einmal an anderer Stelle erwähnt, aber wenn er denn wahr ist...) Zu diesem Zweck kommt hier schon mal vorab eine Geschenkidee für alle Spätentschlossenen und Auf-den-letzten-Drücker-Schenker, die sich mit den Präsenten von Herzen gerne besonders viel Zeit lassen.

Lebkuchenlikör, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Die eine oder andere Last-minute-Idee habe ich auf jeden Fall noch in petto für euch, für heute gibt es aber erstmal einen fein würzigen Lebkuchenlikör, der - wie bereits betont - echt schnell hergestellt ist und nach Schokolade und Weihnachten schmeckt...

Benötigt werden dafür nur wenige Zutaten, die man unter Umständen sogar zu Hause auf Lager hat - vor allem um die Weihnachtszeit herum. Ich schätze, dass die meisten von euch gerne Nutella direkt aus dem Glas löffeln essen und daher immer das eine oder andere Gläschen davon in der Küche steht. Wer es noch schokoladiger mag wie ich, der gibt noch einen Löffel Kakao extra dazu und wer eine gut sortierte Hausbar hat, nimmt den besten braunen Rum, den der Alkoholschrank so hergibt - es lohnt sich auf jeden Fall! Für den weihnachtlichen Geschmack gibt es noch eine Ladung Lebkuchengewürz dazu, wem der Geschmack aber nicht so zusagt, der gibt stattdessen einfach Spekulatiusgewürz rein. Super Sache, einfach zu machen, was will man mehr?

Lebkuchenlikör, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Zu finden ist dieses easycheesy Rezept im Netz übrigens überall, wenn man bei Google "Lebkuchenlikör" reinklopft - orientiert habe ich mich an den Rezepten von Kreativfieber und Sarahs Torten und Cupcakesangepasst habe ich das Rezept aber natürlich wieder an meine Wünsche... sonst wäre ich ja nicht ich. ;)

Für den Likör: 

- 250 ml Obers
- 250 ml Milch
- 100 g brauner Zucker
- 100 g Nutella
(- optional: 1 EL Kakao)
- 150 bis 200 ml brauner Rum (nach Geschmack)
- 2 TL Lebkuchengewürz 

Alle Zutaten bis auf den Rum in einen Topf geben und bei schwacher Hitze so lange rühren, bis sich Zucker und Nutella aufgelöst haben und alles glatt ist. Abkühlen lassen.

Danach mit dem Rum mischen und wieder glatt rühren.

Den Likör in sterilisierte Flaschen füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Vor dem Servieren gut aufschütteln.

(Haltbarkeit: etwa 2 Wochen)

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