Montag, 5. Januar 2015

Cheesecake im Bratapfel mit Spekulatiuscrumble und Karamellsauce - Resteverwertung I

Na, rollt ihr schon oder esst ihr noch? Zu Weihnachten ordentlich reingeschlemmt? Ist die Lieblingsjeans bereits eine Spur zu eng? Und wie sieht es bei euch aus mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr? Weniger naschen, gesünder und bewusster essen? Weniger trinken? Mit dem Rauchen aufhören... und überhaupt mehr Sport machen? Gar öfter ins Theater gehen??? Irgendjemand?

Kennen wir ja alle, oder? Man fasst sich ein Herz, schwört zu Silvester feierlich mit dem bereits x-ten Gläschen Sekt in der Hand (das zum Thema weniger trinken), dass man von nun an weniger von den bösen Dingen macht, dafür aber mehr von den guten. Die Wahrheit ist aber, dass solche Vorsätze eine Halbwertszeit von der Lebensdauer einer Eintagsfliege haben. Die anfängliche Motivation lässt bereits im Jänner wieder nach und spätestens im Februar hat man kläglich versagt und für alles eine Ausrede parat, warum man dieses und jenes nicht machen kann. Und das war's dann auch schon... adieu, ihr lieben, guten Vorsätze! Zum Abschied winkt man ihnen auch noch nach, juhu!

Aber warum fasst man Vorsätze immer (oder meistens) nur zu Neujahr? Neues Jahr, neues Glück, oder wie? Warum kann man nicht gleich damit beginnen, wenn sie einem in den Sinn kommen? Brauche ich wirklich ein neues Jahr, um 5, 10, 15 Kilo abzuspecken oder um einen Italienischkurs zu belegen, um mein Wissen wieder aufzufrischen? Warum fällt es so vielen Menschen schwer solche Dinge gleich zu starten?

Höchstwahrscheinlich ist das der Grund warum jedes Jahr mein einziger Vorsatz fürs neue Jahr ist, dass ich keine Pläne für irgendwelche guten Vorsätze schmiede. Denn ich halte mich ja doch wieder nicht daran, weil ich mit der Umsetzung einfach zu lange gewartet habe und die Luft wieder raus ist. Also... Pläne lieber gleich in die Tat umsetzen und weiterhin keine Vorsätze pünktlich zu jedem 1.1. zu haben, führt bei mir zum größten Erfolg.

Cheesecake im Bratapfel, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Für alle, die dennoch den Vorsatz gefasst haben weniger/gesünder zu essen, überflüssige Kilos loswerden wollen und eisern daran festhalten, denen rate ich an dieser Stelle nicht mehr weiterzulesen. Denn nur weil ein neues Jahr begonnen hat, heißt das nicht, dass es hier in meiner Küche kalorienärmer zugeht. Nein, nein... als vorsatzlose Naschkatze mache ich so weiter wie bisher, süß... und vor allem kalorienreich! Das Wort fasten ist in meinem Wortschatz nämlich nicht vorhanden, auch nicht nach den Feiertagen... und schon gar nicht im neuen Jahr!

Beim dem Vorsatz mit dem Essen und Naschen sehe ich nämlich ein ganz großes Problem: wohin mit all den Weihnachtsüberbleibseln... also den Keksen, mit denen man von den Omas und den Urstrumpftanten zwangsbeschenkt wurde und auch jenen, die man selbst gebacken hat?! Es wäre doch schade sie bloß wegen den paar guten Vorsätzen so sträflich zu missachten und mitsamt der Keksdose ins Exil zu verbannen.

Cheesecake im Bratapfel, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Da schlage ich doch lieber vor sämtliche Reste noch zu verbrauchen und leckere Desserts damit zu zaubern. Den Anfang macht dabei ein Cheesecake. Aber nicht irgendeiner... nein, nein. Es gibt Cheesecake im Bratapfel. Aber dem noch nicht genug! Übrig gebliebene Spekulatius als Crumble on top! Na, klingt das nicht verlockend? Aber! (Jawohl! Ein dickes, fettes Aber!) Dem ist noch immer nicht genug! Um der Sache noch die Krone aufzusetzen, gibt es dazu eine herrliche Karamellsauce...
Ich bin ja wirklich selten sprachlos, aber bei diesem Dessert fehlen mir wirklich die Worte, weil es so unbeschreiblich gut ist! Das findet auch Sarah vom Knusperstübchen, bei der ich das Rezept gefunden habe. Abgewandelt habe ich es diesmal nur minimal...

Cheesecake im Bratapfel, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Wer allerdings Spekulatius nicht mehr sehen kann und lieber auf Maroni zurück greifen möchte, der schaut mal bei dreierlei liebelei rein und wer auf Marzipan steht und sich die volle Spekulatiusdröhnung geben will, der klickt mal rüber zu Experimente aus meiner Küche. Denn bei Yvonne kommt ganz viel Spekulatius in die Füllung und getoppt wird das ganze mit einer Marzipansauce.

Für die Cheesecakes im Bratapfel:

- 5 große Boskoop Äpfel
- 250 g Frischkäse
- 90 g brauner Zucker
- 1 Ei
- 1 gestr. EL Stärke
- etwas Vanille, etwas Zimt
- 2 EL gemahlene Mandeln

Für die Streusel:

- 50 g Spekulatius, fein zerbröselt
- 30 g gemahlene Mandeln
- 1/2 TL Zimt
- 2 EL brauner Zucker
- 2 EL Butter

Für die Karamellsauce:

- 150 g brauner Zucker
- 150 g Obers
- 2 EL Butter
- das Mark einer halben Vanilleschote

Die Äpfel waschen und den Kopf abschneiden. Mit einem Esslöffel die Äpfel vorsichtig aushöhlen, aber nur so weit, bis die Wand noch etwa einen halben cm, bis maximal einen Zentimeter dick ist. Dabei darauf achten, dass der Boden ganz bleibt und kein Loch hat.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Für die Streusel alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Fingern so lange verkneten, bis die Streusel die gewünschte Größe haben. Beiseite stellen.

Für die Cheesecakemasse Zucker und das Ei hell aufschlagen, Zimt und Vanille hinzufügen. Frischkäse nach und nach unterrühren, aber nur so lange rühren, bis alles homogen ist. Am Schluss die Stärke und die Mandeln unterrühren.

Die Masse nun gleichmäßig auf alle ausgehöhlten Äpfel verteilen bis knapp unter den Rand. Mit den Streuseln bestreuen und die Äpfel in eine Auflaufform setzen, die mit Backpapier ausgelegt ist.

Auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen.

Für die Karamellsauce den Zucker in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen. Sobald der Zucker zu schmelzen beginnt, mit einem Kochlöffel umrühren und die Butter einrühren. (Jetzt beginnt alles klumpig zu werden - nicht verzweifeln!) 

Obers und Vanille einrühren und weiter rühren. Den Herd ausschalten, den Topf aber auf der Platte stehen lassen. Nun so lange rühren, bis die Sauce cremig wird und sich die Zuckerklumpen gelöst haben. Das dauert etwa 5 Minuten.

Zum Servieren die Bratäpfel mit der Sauce übergießen und genießen! 

Kommentare:

  1. Ach ist das eine tolle Kombi. Ich habe dieses Jahr wirklich wenig Spekulatius gegessen *hust* bzw. letztes Jahr, aber jetzt hätte ich richtig Appetit die Bratäpfelchen morgen mit Spekulatius zu machen. Die Kombi klingt super. :)

    Liebe Grüße
    Sarah

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  2. Hallo Viktoria,
    ausnahmsweise klappt es mit den guten Vorsätzen bei mir bisher ganz gut, und seit dem 01.01. ist kein Stück Süßkram über meine Lippen gekommen. Gestern habe ich sogar einen Wunderkuchen gebacken, OHNE später die Teigschüssel auszulecken. ;-)

    Ich denke, man macht an Silvester immer die Vorsätze, weil man über die Feiertage ein bisschen aus dem Alltagstrott rauskommt, liebe und sehr verschiedenen Menschen wiedersieht und so eine etwas andere Perspektive darauf bekommt, was wirklich wichtig ist.

    Liebe Grüße! :-) Steffi

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    1. Oh Steffi, diese Disziplin hätte ich auch gerne mal.... *g*

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