Dienstag, 27. Januar 2015

Spekulatiusshake - Resteverwertung III

Jedes Jahr vor Weihnachten überkommt einen die Backwut und die Kekse werden am laufenden Band vollkommen überproduziert. Voller Euphorie holt man ein Blech nach dem anderen aus dem Ofen und erfreut sich an dem herrlichen Duft, der sich in der ganzen Wohnung verbreitet und vielleicht sogar tagelang bestehen bleibt. Und statt den Herzen hat man nur noch Kekse in den Augen, sodass man im Leben nie daran denken würde, dass mit der jährlichen Backwut und der Invasion der Weihnachtskekse ein weiteres Problem einhergeht. Und täglich grüßt das Murmltier? Denn nach Weihnachten, wenn man die Kekse eigentlich schon total über hat, ist er auf einmal da: der liegengebliebene Restbestand an Keksen! Hilfe, wohin damit? In Dosen vegetieren die Kekse dahin und eigentlich weiß keiner so richtig wohin damit. Kennt ihr? Alle Jahre wieder? Also ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass sich bei mir keine Reste tummeln, die ich wegen völliger Übersättigung so eigentlich nicht mehr essen möchte. Aber wie soll man sie sonst verwerten?

Spekulatiusshake, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Die Hoffnung, dass sich doch noch jemand erbarmt und zugreift, schwindet von Tag zu Tag, also muss man sich wirklich überlegen wohin damit. Denn sie werden leider nicht mehr besser. Und bevor die kleinen Krümelmonster völlig vertrocknet und ungeliebt im Abfall landen, müssen ein paar rettende Ideen her, um sie genau davor zu bewahren.

Für die optimale Resteverwertung gibt es ja Gott sei Dank so viele Möglichkeiten, dass es fast schon unmöglich ist, dass krümlige Restbestände überhaupt entsorgt werden müssen. Wer jetzt noch immer so völlig ohne Inspiration und verzweifelt vor seinen Keksresten sitzt, sollte jetzt gut aufpassen, denn hier habe ich ein paar Denkanstöße: bei Nina gibt es Tiramisu, bei Sia ein Trifle und bei mir Eis und bereits letztes Jahr Cake Pops.

Spekulatiusshake, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Allerdings funktioniert die Sache mit der Resteverwertung auch nur mit einem Mindestmaß an Aufwand, nämlich mit einem Shake! Ich verspreche euch, in weniger als einer Minute und mit nur wenigen Handgriffen habt ihr ein wahnsinnig leckeres Getränk, sodass man sich richtig freut, dass noch Keksreste übrig geblieben sind. Denn gäbe es keine verschmähten Reste, könntet ihr euch auch nicht diesen herrlichen Shake mit Spekulatius machen...

Ein Shake funktioniert bei mir ja immer nach dem gleichen Prinzip: eine Kugel Eis, Milch und eine beliebige weitere Zutat, auf die ich grade so Lust habe. In meinem Fall heißt diese eine weitere Zutat Spekulatius und ist das letzte weihnachtliche Überbleibsel. Natürlich ist Spekulatius nicht zwingend, denn der Vorteil an diesem Shake ist ja, dass er mit allen anderen Keksen auch wunderbar schmeckt... wer also noch übrige Lebkuchen, Vanillekipferl, etc. hat und nicht weiß wohin damit, der holt jetzt mal am besten den Mixer aus dem Schrank!

Spekulatiusshake, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Für den Shake:
(2 Gläser)

- 2 Kugeln Mandel- oder Vanilleeis 
(nach Geschmack)
- 300 ml Milch
- 100 g Spekulatius 
(oder andere Kekse)
- etwas Lebkuchengewürz 
(nach Belieben)

Die Zubereitung ist denkbar einfach, denn für den Shake einfach alle Zutaten in einen Standmixer geben und so lange mixen, bis die Kekse gut püriert sind und der Shake homogen ist. (Das dauert keine Minute.)

Zum Servieren in Gläser füllen und nach Belieben mit Obers und/oder Spekulatiusbrösel dekorieren und den Strohhalm nicht vergessen!

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