Montag, 16. März 2015

Ovomaltine- Schoko Eis

Wenn ich früher bei meiner Oma übernachtet habe, durfte ich in der Früh immer einen kleinen Schluck Kaffee trinken. Jaaaa, meine Oma hat mir Kaffee gegeben. Als Kind. Und ich lebe noch immer. Ohne bleibende Schäden.
Aber bevor ihr nun endgültig verständnislos den Kopf schüttelt und auf den"Wie kann sie bloß?"- Modus umschaltet, muss ich euch diesen Kaffee, bzw. "Kaffee" genauer beschreiben. Der sah nämlich so aus, dass meine Oma mir gerade so viel Kaffee einschenkte, dass der Tassenboden benetzt war, der Rest wurde mit Milch aufgegossen und dazu gab es eine unmenschliche Menge an Zucker. Das war kein Kaffee, das war Milch mit einer homöopathischen Kaffeedosis. Es war so wenig, dass man genauer hinschauen musste, um zu erkennen, dass die Milch eine ganz zarte Braunfärbung vom Kaffee hatte.

(Als ich Jahre später mal Kaffee in einer richtigen Dosis probierte, war ich zunächst schockiert über den Geschmack. Denn der hatte mit meiner Kindheitserinnerung absolut nichts zu tun!)

Meine Mama wusste davon natürlich, weil ich selbstverständlich nie einen Hehl daraus gemacht hatte und es ihr immer brühwarm auf die Nase binden musste, dass ich Kaffee bekommen habe - und das auch noch möglichst cool - sobald sie mich wieder abgeholt hatte. Allerdings wusste ich nie so recht was sie darüber dachte.

Denn zu Hause gab es für mich natürlich nie Kaffee für mich. Auch nicht in einer noch so geringen Dosis. Was es stattdessen aber öfter mal gab war Malzkaffee. Gelegentlich kaufte meine Mama eine Dose Malzkaffee und jubelte mir den als Kinderkaffee unter. Ja ja, als Kind ist man ja sooo leichtgläubig. Damals war außerdem alles toll mit dem Präfix Kinder. Das Kinderschnitzel mit Pommes schmeckte im Restaurant besonders lecker, der Kindertisch auf Hochzeiten war natürlich viel lustiger als das gesamte Unterhaltungsprogramm und der Kinderkaffee war sowieso viel besser als der richtige für die Erwachsenen.

Ovomaltine- Schoko Eis, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Ich wette, ihr fragt euch mittlerweile was das alles mit dem Eis zu tun hat, oder?
(Nichts! Ich erzähle einfach nur gerne! Haha!)
Den Geschmack von Malz mochte ich ja schon immer. Und wenn es keinen Malzkaffee gab, dann zumindest öfter mal Ovomaltine. Das mochte ich fast noch ein bisschen mehr, denn neben dem Malz war da ja noch der süße Kakaogeschmack und die Kombination aus beidem fand ich schon damals unheimlich lecker.

Dabei war es mir immer vollkommen egal, ob ich nun das Getränk schlürfen durfte (ja, das schlürfte ich in der Regel), oder ob ich den Schokoriegel zu naschen bekam. Wenn es hieß, dass es Ovomaltine gab, dann war ich immer sofort zur Stelle... und daran hat sich bis heute nichts geändert.
Den Beweis dafür bekam ich letztens mal wieder, als ich bei Patrick von Ich machs mir einfach das Schoko-Ovo-Eis gesehen habe. Sofort hat es mich so derartig unter den Fingern gejuckt. Ich musste es auch einfach haben.

Wer Ovo mag, wird dieses Eis lieben. Es ist ist durch den Anteil an der Zartbitterschokolade leicht herb, hat aber den typischen Ovomaltinegeschmack. Anders als Patrick habe ich das Getränkepulver verwendet und für den zusätzlichen Crunch noch Ovomaltine Kekse gehackt und untergemischt. Ein Gedicht, sage ich euch! Ich muss es jetzt noch einmal sagen: dieses Eis ist eine ganz große Empfehlung für alle Ovomaltineliebhaber unter euch! Und wer nicht so auf den Crunch steht, lässt die Kekse einfach weg.... (würde ich aber nicht, wenn ich ehrlich sein soll!)

Der einzige Nachteil an diesem Eis ist allerdings (sofern mag dies als Nachteil betrachten kann), dass man bereits nach einer Kugel ziemlich satt ist davon. Aber das ist wohl Luxusgejammer, denn es gibt wahrlich schlimmere Dinge, als nach einer Kugel schokoladigstem Ovomaltine Eis glücklich, aber satt auf der Couch oder sonst wo zu lümmeln.

Ovomaltine- Schoko Eis, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Bevor ich nun zum Rezept komme, noch eine andere Sache. Steffi von der Zuckerwerkstatt hat mich kürzlich für den "Liebster Award" nominiert. Dabei geht es darum 11 Fragen zu beantworten, die man gestellt bekommt, sich selbst 11 neue Fragen auszudenken und weitere 11 Personen für den Award zu nominieren. Eigentlich habe ich meinen Blog ja immer als "awardfreie Zone" betrachtet. Ich bin nicht grundsätzlich dagegen und finde die Idee eigentlich auch sehr nett gestaltet, aber mir kommt es manchmal so vor, dass die Fragen immer sehr eng verknüpft sind mit dem Blog und generell stark aufs Bloggen fokussiert sind.
So ein Award ist eine dabei eine gute Gelegenheit mehr über den Blogger zu erfahren und auch mal Dinge von sich zu erzählen, die nichts mit dem Blog selbst zu tun haben.



Steffis Fragen haben mich letztlich doch so gereizt (weil ich sie sehr gut durchdachte finde), dass ich gar nicht lange überlegt und sie beantwortet habe. Hier nun also 11 Fragen von Steffi für mich:

1. Was ist dein Lieblingsbuch aller Zeiten und warum?

Puh, ich habe so viele gute Bücher gelesen, dass es mir gerade sehr schwer fällt mich für eines zu entscheiden. Aber das beste war wohl Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs, das ich erst kürzlich gelesen habe. Es ist ein Fantasy Roman, in dem es um Kinder mit besonderen Fähigkeiten geht, die in einer Zeitschleife leben und in Gefahr sind.
Man muss natürlich für Geschichten dieser Art was übrig haben, aber mir hat es so sehr gefallen, dass ich in der Ubahn regelmäßig meinen Ausstieg verpasst habe, weil es mich so gefesselt hat, ich den zweiten Teil, nämlich die Stadt der besonderen Kinder sofort im Anschluss ebenso verschlugen habe und am Ende richtig beleidigt war, weil es aus ist und es (noch) keinen dritten Teil gibt. Das Ende ist so gestaltet, dass ein dritter Teil möglich, aber nicht zwingend notwendig wäre.

2. Du musst dein Leben mit einer Figur aus einem Kinofilm oder einer Serie tauschen. Für welche entscheidest du dich?

Das ist leicht! Ich würde mit Audrey Hepburn, alias Holly Golightly in Breakfast at Tiffany's tauschen! Ich mag sie sehr als Schauspielerin, habe so ziemlich jeden Film mit ihr daheim, aber dieser hier ist mein absoluter Lieblingsfilm. Und am liebsten mag ich die Szene, in der sie in ihrer Wohnung eine Party veranstaltet, sich aber vom Acker macht, als die Polizei kommt und sie so tut, als wäre es nicht ihre Wohnung.

3. Was magst du an deiner Arbeit bzw. an deinem Studienfach besonders gerne?

Ich mag meine Arbeit deshalb so gerne, weil kein Tag dem anderen gleicht. Nie weiß man worauf man sich gefasst machen muss. Mal kann der Arbeitstag sehr hochtrabend und emotional belastend sein, mal passiert auch einfach nichts. Ich beobachte die Entwicklung der Menschen gerne, lehne mich zurück und weiß, dass ich viele gute Dinge erreichen kann. Klar, vieles funktioniert auch einfach gar nicht und man beißt auf Granit, aber das ist eben Berufsrisiko....
(Ha, jetzt fragt ihr euch natürlich was ich beruflich mache....)

4. Hast du ein großes Vorbild?

Hm, möglicherweise klingt diese Antwort für manche abgedroschen. Aber wenn es eine Person in meinem Leben gibt, vor der ich wirklich den Hut ziehe, dann ist das - Achtung, Schmalzalarm! - meine Mama. Zwei Kinder alleine großziehen, arbeiten gehen, den Haushalt schmeissen, selbst auf vieles verzichten, um den Kindern Dinge zu ermöglichen, Schattenseiten zu durchwandern, um wieder auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen, den Mut wieder  finden, wenn man ihn verloren hat,... Sie ist einfach die Beste!

5. Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Sonnencreme, einen CD- Player und ein Boot zum Zurückfahren. ;)

6. Zusätzlich darfst du ein Musikalbum auf die Insel mitnehmen. Für welches entscheidest du dich und warum?

Hm, ich würde Make Yourself mitnehmen von Incubus. Auf der CD ist das Lied Drive oben. Es ist seit dem Jahr 2000 mein Lieblingslied. Ich kann mich auch noch genau an den Moment erinnern, als ich es das erste Mal gehört habe. Damals war ich bei meiner Freundin zu Besuch. Sie saß vor dem PC und sah sich das Musikvideo dazu an. Ich fragte sie, welche Band das sei. Sie erklärte mir, dass sie dieses Video gefunden habe und völlig fasziniert davon sei. Seither ist es mein absolutes Lieblingslied und ich höre es seit gut 15 Jahren - ungelogen - täglich!

7. Was tust du dafür, dich persönlich weiterzuentwickeln?

Nun, ich weiß, dass ich ohne zusätzliche Qualifikationen beruflich nicht sehr weit kommen werde. Ich habe deshalb eine Zusatzausbildung begonnen, die mir viel Spaß macht und mich hoffentlich in den nächsten Jahren dort hinbringt, wo ich hin möchte.
Ich gehe auch gerne den Dingen nach, die mir Spaß machen. Auch, wenn ein Hobby nur von kurzer Dauer ist, dann mache ich es so lange ich daran Freude habe.

8. Gibt es ein Thema bzw. ein Rezept, mit dem du dich in deinem Blog schon ewig beschäftigen möchtest, aber nie dau kommst?

Oh ja... ich möchte gerne einmal Strudelteig selber ziehen... und eine Kardinalschnitte machen.
Aber dieser Aufwand....!!

9. Hast du eine persönliche Empfehlung, bei welcher Organisation Spenden besonders gut ankommen und sinnvoll genutzt werden?

Hm... um ehrlich zu sein, nein, die habe ich nicht.
Es gibt so viele gute Organisationen und ein Problem haben sie alle gemeinsam: der chronische Mangel an Geld, Sachspenden oder andere Ressourcen. Wie soll man sich da für eine Organisation entscheiden?

10. Womit kann man dir IMMER eine Freude machen?

Das ist leicht! Ich freue mich über Kleinigkeiten.
Es muss nicht einmal irgendeinen materiellen Wert haben. Manchmal ist es viel schöner, jemanden zu treffen, der einem ganz ehrlich gemeint sagt "Es war schön dich zu sehen!"
Und wenn es um materielle Dinge gehen soll: ich freue mich, wenn ich einfach so zwischendurch grundlos überrascht werde mit einer Tafel meiner Lieblingsschokolade zum Beispiel.

11. Was würdest du unternehmen, wenn du drei Monate lang nicht arbeiten müsstest?

Hm, das ist abhängig von meinem Budget. Am liebsten würde ich reisen. Erstmal nur durch Europa.
Ansonsten möchte ich meine Ausbildung beenden und die Abschlussarbeit schreiben.

So, jetzt aber....

Ovomaltine- Schoko Eis, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Für das Eis:

- 300 ml Obers 
- 150 ml Milch
- 2 EL Kakao
- 100 g Ovomaltine Pulver 
- 100 g Zartbitterschokolade
- 3 Eigelbe
- 20 g brauner Zucker
- 1 Prise Salz
-  6 bis 8 Ovomaltine Kekse (nach Belieben)

Obers, Kakao und Ovomaltinepulver in einem kleinen Topf erhitzen und rühren, bis alles glatt ist. Zartbitterschokolade dazu geben und so lange rühren, bis die Schokolade geschmolzen ist. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Eigelbe, Zucker, Salz und Milch über dem Wasserbad schaumig schlagen, bis die Masse eindickt.
Eigelbmasse und Schokomasse zusammenmischen und kühl stellen. (Am besten über Nacht im Kühlschrank)

Die Masse am nächsten Tag in die Eismaschine füllen und nach Herstelleranweisung gefrieren.

Die Kekse grob hacken und 2 Minuten vor Ende der Rührzeit zum Eis dazu geben.

Das fertige Eis in eine tiefkühlgeeignete Box füllen und noch für weitere 2 Stunden ins TK-Fach stellen.

Kommentare:

  1. Hmmm, dieses Eis klingt superlecker. Ich mag Ovomaltine total gerne, weil es eben ganz anders schmeckt als normaler Kakao. Besonders gerne löffle ich das Pulver ganz ohne Flüssigkeit (natürlich auch nur in homöopathischen Dosen ;) ) weil es zwischen den Zähnen so schön knistert :)

    Alles Liebe,
    Kathi

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    1. Liebe Kathi,
      Oh ja... ich nasche das Pulver auch gerne einfach so... und den Aufstrich... und Nutella... Aber wer tut das nicht gerne? :P

      Liebe Grüße,
      Viktoria

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