Sonntag, 12. April 2015

Eier- Mohnlikör Pralinen

So, da habt ihr ihn nun. Flaschenweise lagert der Eierlikör im Kühlschrank - selbstgemacht oder geschenkt bekommen von der Urstrumpftante und keiner weiß mehr wohin damit. Vor lauter Eierlikör und sonst nix mehr seht ihr nur noch alles in gelb. Wohin bloß mit dem Eierlikör?! Die Frage aller Fragen, die sich grundsätzlich nach den Feiertagen einstellt. Nach Weihnachten sind es die ungeliebten Keksreste, die keiner mehr so richtig essen mag, aber zum Wegwerfen auch zu schade sind und zu Ostern ist es der Eierlikör, der man dann irgendwie nicht mehr trinken möchte.

Oder aber ihr habt selber einen gemacht, beispielsweise den mit Mohn, den ich euch das letzte Mal gezeigt habe und es sind - wider Erwarten - noch Reste übrig, die nun im Kühlschrank ihr Dasein fristen.

Eierlikörpralinen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

So oder so, das Problem bleibt dennoch: was tun mit dem übrigen Eierlikör? Eine Möglichkeit wäre ein Gugelhupf, den ich euch bereits vor Ostern gezeigt habe. Er ist wirklich eine wunderbare Gelegenheit diverse Likörüberbleibsel sinnvoll zu verwerten und vor dem Gulli zu bewahren. Der große Vorteil daran ist ja nämlich, dass man damit einen ganzen Schwung Likör auf einmal loswird! (Solltet ihr also wiiiirklich viel übrig haben, dann lege ich euch diesen Kuchen ganz nah ans Herz!)

Aber immer nur Kuchen ist natürlich auch fad und ich wäre ja nicht ich, hätte ich nicht noch die eine oder andere Idee im Hinterkopf was man denn noch so alles mit übrig gebliebenem Eierlikör anstellen kann. Sofort sind mir Gedanken rund um Pralinen in den Kopf geschossen. Und ich wusste, dass ich damit goldrichtig liegen und vor allem bei meiner Familie punkten würde, für die ich diese kleinen, wunderbaren Teilchen gemacht habe.

Eierlikörpralinen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Leute dazu neigen Bauklötze zu staunen, wenn man ihnen Pralinen auf den Tisch stellt, begleitet von einem verblüfften Gesichtsausdruck und der Frage Nummer 1 in der Situation: "Was... das hast DU gemacht?". Echt. Ich verwette meinen Allerwertesten darauf, dass insbesondere Leute, die mich nicht so gut kennen und/oder nur selten in den Genuss kommen diverse Küchengeheimnisse von mir zu erfahren, mir immer als erstes diese eine Frage stellen.
Ok, meine Familie neigt wohl nicht (mehr) zu dieser Frage, denn sie kennen mich ja mittlerweile doch schon den einen oder anderen Tag, aber trotzdem ist die Freude immer groß, wenn ich mit irgendwelchen leckeren Süßigkeiten um die Ecke komme. Und Pralinen stehen da auf der Liste ganz weit oben!

Eierlikörpralinen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Aber jetzt mal ehrlich, Leute: Pralinen machen ist wirklich nicht schwer! Ich weiß, ich habe es schon mehrmals erwähnt, aber ich kann es nun mal nicht oft genug betonen, dass es keine Hexerei ist. Also, wenn ihr echt mal für Aufsehen sorgen wollt bei Familie, Freunden, Kollegen oder sonst wem, dann nichts wie ran an den Speck die Schokolade. Die Komplimente sind euch sicher!
Was man, abgesehen von Schokolade, Schokolade und Schokolade braucht, ist lediglich ein bisschen Geduld...
und dann vielleicht auch noch ein bisschen Zeit!

Eierlikörpralinen, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Für 30 Pralinen:

- 30 weiße Hohlkugeln
- 120 g weiße Kuvertüre
- 120 ml Eierlikör*
- 50 g Butter

Außerdem: 

- 150 g weiße Kuvertüre
- 5 bis 6 EL geriebener Mohn 

Kuvertüre für die Füllung grob hacken und zusammen mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen. Den Eierlikör dazu geben und gut verrühren.
Die Füllung in eine Dosierflasche oder in einen Spritzbeutel füllen und 20 Minuten kalt stellen.

Die Hohlkörper mit der Füllung bis 2mm unter den Rand füllen und für mehrere Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank geben.

Zum Verschließen und Überziehen die Hälfte der 150g Kuvertüre in eine Schüssel geben und über dem Wasserbad schmelzen. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und die andere Hälfte dazu geben. So lange rühren, bis alles geschmolzen ist. Die Kuvertüre sollte jetzt richtig temperiert sein. Wer unsicher ist: mit einer Messerspitze in die Kuvertüre tauchen, erhärtet sie binnen 1 Minute, hat sie die richtige Temperatur.

Etwas Kuvertüre in einen Spritzbeutel füllen und die Hohlkörper damit verschließen. Nochmal für einige Minuten in den Kühlschrank stellen, bis der Verschluss vollkommen erhärtet ist.

Zum Überziehen die Hohlkörper mit einer Pralinengabel in die Kuvertüre tauchen und die überschüssige Kuvertüre gut abtropfen lassen. Auf ein Backpapier legen zum Trocknen.
Bevor die Kuvertüre jedoch komplett trocken ist, noch ein wenig geriebenen Mohn darüber streuen.

Im Kühlschrank aufbewahrt, halten die Pralinen etwa eine Woche.

*Für diese Pralinen habe ich den Eier- Mohnlikör verwendet, selbstverständlich schmecken sie genauso gut mit einem Eierlikör ohne Mohn.

Kommentare:

  1. Ach Herrje! Wie toll und vor allem tatsächlich einfach hört sich das denn an!? Ich hab mich bisher auch vor Pralinen selbermachen gedrückt...jetzt kann ich loslegen. Die übrig gebliebene Schokoladenosterhasen hab ich schon zu einer Mousse Au Chocolat verwertet und jetzt ist der Eierlikör dran ☺️
    Herzliche Grüße,
    die Dani

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  2. Mhh, die sehen lecker aus! : )
    Ich würde gern mal was mit Mohn machen bzw. backen, aber keiner aus meiner Familie oder Freundeskreis mag Mohn besonders

    Viele Grüße
    Patricia

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