Montag, 6. April 2015

Eier- Mohnlikör

Wisst ihr, warum ich Ostern so gerne mag? Weil es mal wieder eine gute Gelegenheit ist sich ordentlich den Wanst vollzuschlagen. Haben wir alle ja schon lange nicht mehr, gell. Die weihnachtliche Fressorgie ist grade mal so verdaut, die Speckröllchen, die man davon abbekommen hat, sind grade mal wieder so halbwegs verschwunden und dann das... Oooooostern! Wieder futtern, wieder Hüftgold anlegen, erneut winken wir zum Abschied der Bikinifigur. Und das so kurz vor Beginn der Sommersaison. Aber wenn's denn so gut schmeckt...

Eier- Mohnlikör, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Am schönsten ist es, wenn von allem etwas da ist, finde ich. Ich habe die größte Freude mit einem Tisch, der so reichlich gedeckt ist, dass vor lauter leckeren Sachen gar kein Platz mehr ist für Teller, um davon zu essen. Es gibt Aufstriche, Brot, Schinken, Striezel, Eierlikörgugelhupf, bunte Ostereier, Schokohasen... und das alles auf einmal im Idealfall.

Was ich aber auf gar keinen Fall auf dem üppig gedeckten Ostertisch brauche, ist einer der klassischen Kuchen zu Ostern, nämlich der Karottenkuchen. Obwohl ich Karotten sehr gerne mag und fast immer welche zu Hause habe, werden Karottenkuchen und ich keine Freunde. Vor einigen Jahren hat meine Mama mal Karottenkuchen gemacht... und dann ein zweites Mal... und dann nie wieder. Ich frage mich warum sie dann nie wieder einen gemacht hat. Vielleicht, weil sie drauf sitzen geblieben ist, weil weder mein Bruder, noch ich den Kuchen essen wollten. Sorry, Mama, aber das war ein Schuss in den Ofen (im wahrsten Sinn des Wortes, haha)...

Eier- Mohnlikör, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Solltet ihr also jemals sehnsüchtig auf ein Rezept für irgendeine Form von Karottenkuchen hier auf meinem Blog warten, dann muss ich euch enttäuschen, denn das wird es niemals geben!
(Haha, das habe ich über Macadamia Nüsse auch gesagt, ich weiß!)
Nun gibt es bei mir zwar keinen Kuchen mit Gemüse bei mir, dafür aber einen anderen Klassiker, der zu Ostern halt auch einfach dazu gehört wie das Eierpecken. Ok, das ist kein Kuchen, sondern was zum Saufen Genießen, aber irgendwie muss man die Kehle ja auch feucht halten, nicht wahr?! Und womit geht das am besten? Richtig, mit einem cremigen Eierlikör!

Eier- Mohnlikör, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Auf der Suche nach dem ultimativen Rezept bin ich - wie so oft - bei Nina gelandet. Denn sie hat eines für einen Eierlikör, das ich deshalb so interessant finde, weil sie braunen Zucker genommen hat, anstelle dem üblichen weißen. Und ihr wisst ja wie ich manchmal so bin... erst einmal angefixt von einer Idee, dreht sich das Gedankenrad permanent weiter. Normalen Eierlikör kann ja jeder machen, dachte ich, da geht noch was!
Ich denke, das Ergebnis kann sich nicht nur sehen, sondern auch hervorragend trinken lassen. Herausgekommen ist nämlich ein herrlich cremiger Eierlikör mit Mohn, der mit dem wunderbaren Aroma von Vanille ausgezeichnet zusammenspielt.

Nur zu viel lächeln sollte man hinterher nicht... (ihr wisst schon... Mohn zwischen den Zähnen und so...). Aber man muss auch mal Kompromisse eingehen, oder?

Eier- Mohnlikör, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Ich weiß, ich weiß... der Eierlikör ist der Hammer. Aber! Bitte! Trinkt oder verschenkt nicht alles auf einmal, sondern hebt euch noch etwas davon auf! Warum, verrate ich euch im nächsten Beitrag...

Für den Eier- Mohnlikör: 

- 500 ml Obers
- das Mark einer Vanilleschote
- 250 g brauner Zucker
- 8 Eigelb
- 250 bis 350 ml Rum oder Korn
- 40 g geriebener Mohn

Obers, Vanille und die Hälfte des Zuckers in einen kleinen Topf geben und aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und durchziehen und abkühlen lassen.

Eine Metallschüssel auf ein heißes Wasserbad stellen, Eigelbe und den restlichen Zucker verrühren. Über dem Wasserbad so lange cremig aufschlagen, bis die Masse hell wird und eindickt. Das Wasserbad darf aber nicht zu heiß sein, da das Eigelb sonst gerinnt! (Das Wasser im Topf muss dafür nicht mehr kochen!)

Das nicht meht allzu heiße Obers in einem dünnen Strahl langsam zur Eimasse gießen und dabei immer weiter rühren. Die Masse sollte warm, aber nicht zu heiß sein und 70 Grad nicht übersteigen. Am Schluss den Mohn und den Rum oder Korn dazu geben, alles gut verrühren und in sterilisierte Flaschen füllen.

Im Kühlschrank aufbewahrt hält sich der Likör etwa 3 Wochen. 

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