Sonntag, 19. April 2015

Schoko- Heidelbeer- Bananen Cupcakes - reloaded!

Ähm, das könnte heute ein wenig peinlich für mich werden... Das wird heute nichts für zarten Seelen, sondern nur was für die ganz Hartgesottenen unter euch, die nichts mehr aus der Fassung bringen kann... auch keine hässlichen Gruselfotos von irgendwelchen Cupcakes.

Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, war ich zwar immer erstaunt und fasziniert (und ja, auch ein wenig neidisch) von den tollen Fotos auf den anderen Blogs, hatte aber keinen Schimmer wie ich das selbst jemals umsetzen soll auf meinen Bildern. Tja, die dilettantischen Versuche meine Backwerke möglichst schick, ansprechend und appetitlich auf den Präsentierteller zu legen, sprechen da wohl für sich. Gelinde gesagt. Das Paradebeispiel schlechthin sind da wohl die Schokocupcakes mit Heidelbeeren und Banane - ein Knaller im Geschmack, ein Graus in der Darbietung.

Achtung!! Jetzt kommt die nackte Wahrheit auf den Tisch. Der Vorher-Nachher-Vergleich macht es deutlich:

vorher...
banane heidelbeer

...nachher
Schoko-Banane-Heidelbeer-Cupcakes, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Liebe Leute, was soll ich dazu sagen? Ja, ich bin genauso sprachlos wie ihr. Das ist wirklich, wirklich übel. Das obere Bild ist an einem fürchterlich heißen Tag im Frühling entstanden. Es war April und wirklich ungewöhnlich warm. Also so Röckchen-schwitzen-viel trinken-über die Hitze fluchen-Wetter! Im April! Und was macht man an warmen Tagen? Richtig! Jalousien runter und Fenster zu, damit jaaaa keine Wärme eindringen kann in eine ansonsten recht kühle Wohnung. Und wer dann versucht bei geschlossenen Jalousien - das heißt mit wenig Sonnenlicht - und sonst auch ohne Lichtquellen ein Foto zu machen, wird am Ende mit... sowas bestraft. Ehrenwort! (Im Fernsehen würde an dieser Stelle jetzt eine Warnung kommen mit "Bitte nicht zu Hause nachmachen!" oder so... gilt auch hierfür!)

Schoko-Banane-Heidelbeer-Cupcakes, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Ach, und wer sich jetzt fragt: ein Fotobearbeitungsprogramm war mir zum damaligen Zeitpunkt fremd. Hätte ich gewusst, dass man mit diversen Filtern doch noch was rausholen kann aus einem noch so schlechten Bild... ich hätte wohl viel Geld dafür bezahlt. Aber in meiner unendlich wirkenden Unwissenheit habe ich es einfach von der Kamera (damals noch Digitalkamera, Canon, Model sowieso) direkt ins Internet hochgeladen.

Schoko-Banane-Heidelbeer-Cupcakes, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Nun gibt es ja mehrere Möglichkeiten wie man mit so einer Situation - also mit den peinlichen Bildern - umgehen kann:

  • 1. die alten Beiträge löschen, den Mantel des Schweigens darüber hüllen und hoffen, dass Google die betreffenden Beiträge nicht mehr ausspuckt - und wenn, dann ganz, ganz, gaaaanz weit hinten. 
Kann man machen, wenn die Scham unerträglich groß ist.

  • 2. die alten Beiträge überarbeiten, neu bebildern und so tun, als wäre man schon immer der Prophet hinter der Kamera gewesen. 
Kann man machen, wenn man ganz viel Zeit, innere Ruhe und Kraft hat sich die alten Bilder nochmal anzusehen und dabei nicht kurz vorm Kollaps steht. Wie gesagt: nichts für zarte Seelen.

  • 3. die alten Beiträge so lassen wie sie sind, es mit Humor nehmen, sich lässig eine Sonnenbrille aufsetzen und mit einer kleinen Portion Selbstironie einfach ganz cool drüber stehen. 
Für mich ist das wohl die beste Lösung. Nicht, dass ich zu faul wäre die alten Beiträge nochmal zu überarbeiten, aber - wie gesagt - man muss ja auch zu seinen Schattenseiten stehen.

Schoko-Banane-Heidelbeer-Cupcakes, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Ich finde ja, dass ein Blog gerade dadurch interessant wird, wenn man die Entwicklung beobachten kann. Von Bildern mit besch...eidenen Lichtverhältnissen und wenig Dekoration hin zu Fotos, auf denen man auch wirklich erkennen kann was das sein soll und es einem nicht nur der Titel verrät. (Gut, mit der Dekoration hapert es ja bis heute bei mir, aber das ist ein anderes Kapitel!)
Ich mag es einfach, wenn Texte interessant(er) geschrieben und Bilder ansprechend(er) gemacht werden mit der Zeit. Soweit ich nämlich weiß, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und es wäre ja auch langweilig, wenn man ein Hobby beginnt und den Bogen sofort raus hat. Denn mit dem Spaß an der Sache, kommen nicht nur die Entwicklung, sondern auch die neuen Herausforderugen nämlich ganz von selbst...

Der Ansicht, dass man alten Beiträgen zu neuem Glanz verhelfen kann (und sollte), ist auch Mareike von Zuckerschnee, die sich komplett durch ihren Blog ackern musste (und dabei auf die eine oder andere Hässlichkeit gestoßen ist). Alte Beiträge, alte Bilder sollen ihre zweite Chance bekommen und sich nochmal von ihrer Schokoladenseite zeigen. Denn wer hat es nicht verdient einen zweiten 1. Eindruck zu hinterlassen, wenn der erste 1. Eindruck aber sowas von gewaltig in die Hose ging. Deshalb hat sie ein wunderbares Blogevent ins Leben gerufen, mit dem man sich selbst ein bisschen aufs Korn nehmen kann.


Dass das Foto von Versuch Nummer 1 unglaublich schlecht und eigentlich eine Gemeinheit für jeden Leser ist, war nur ein Grund warum ich diese Cupcakes nochmal gemacht habe. Grund Nummer zwei war, dass die Mengenangabe für das Topping hinten und vorne nicht stimmt.
Insgesamt 1 kg Mascarpone - in Worten: EIN KILO Mascarpone - für 12 Cupcakes - in Worten: ZWÖLF Cupcakes?!?! Hallo?? Erde an Viktoria?! Was soll das werden? Cupcakes mit Topping, oder unmenschlich viel Topping mit wenig Cupcake? Grundsätzlich bin ich ja sehr angetan von einer dicken Cremehaube auf einem Cupcake, aber man kann es definitiv auch übertreiben. Ein Kilo... pff...

Als Wiedergutmachung gibt es die Cupcakes heute noch einmal, mit besseren Bildern und passenden Mengenangaben. Man möge mir meinen Fehltritt verzeihen und hoffe, dass meine Schuld damit beglichen ist.

Schoko-Banane-Heidelbeer-Cupcakes, Viktoria's [Kitchen] Secrets

Für die Cupcakes:

- 100 g Zartbitterkuvertüre
- 100 g Butter
-  3 EL Backkakao
- 200 g Mehl
- 2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 150 g brauner Zucker
- 2 Eier
- 120 ml Milch

Für das Heidelbeertopping:

- 250 g Mascarpone
- 90 g Heidelbeermarmelade (ohne Stücke)
- 90 g Topfen
- 2 EL Zucker

Für das Bananentopping:

- 250 g Mascarpone
- 90 g Topfen
- 1 sehr reife Banane
- etwas Zitronensaft
- 2 EL Zucker

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.
Schokolade und Butter zusammen in einer Schüssel schmelzen (im Wasserbad oder in der Mikrowelle).

In einer Schüssel Kakao, Mehl, Backpulver und Salz mischen.

Eier und Zucker hellschaumig schlagen, danach die Milch, anschließend die Butter-Schoko-Mischung unterrühren. Das Mehlgemisch mit einer Spachtel oder einem Schneebesen unterheben.

Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und auf mittlerer Schiene 20 bis 25 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!

Die Cupcakes aus den Förmchen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Für das Heidelbeertopping die Marmelade mit Zucker und Topfen kurz glatt rühren, bis alles homogen ist. Mascarpone dazu geben und nur so lange rühren, bis alles vermischt ist.

Für das Bananentopping die Banane mit dem Zitronensaft pürieren. Topfen, Zucker und die pürierte Banane kurz glatt mixen, bis wieder alles homogen ist. Mascarpone einrühren und nur so lange rühren, bis alles zusammengekommen ist, auf keinen Fall zu lange, da das Mascarpone sonst gerinnt!

Das Heidelbeertopping in einen Spritzbeutel mit einer 16mm Tülle füllen und so viel aufspritzen, dass der Cupcake mit dem Topping bedeckt ist. Das Bananentopping in einen anderen Spritzsack füllen (oder den Spritzsack auswaschen) und auf das Heidelbeertopping dressieren.

Mit Heidelbeeren (und/oder Bananenscheiben) dekorieren. Bis zum Servieren kühl stellen.

Kommentare:

  1. Hallo,
    Wie viele Eier kommen in den Teig?
    Liebe Grüße,
    Natalie

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    1. Liebe Natalie, bitte entschuldige die späte Antwort! Erstmal: vielen Dank für den Hinweis!
      Es kommen zwei Eier in den Teig.
      LG, Viktoria

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